Grenzen setzen wird zur Schlüsselkompetenz im Job
24.01.2026 - 03:27:12Experten warnen vor der ständigen Erreichbarkeit im Berufsleben. Sie fordern klare kommunikative Grenzen, um die eigenen mentalen Ressourcen zu schützen. Der Druck, rund um die Uhr verfügbar zu sein, führt zu Stress und Burnout.
Die digitale Entgrenzung von Arbeit und Privatleben hat weitreichende Folgen. Chronischer Stress und Schlafstörungen sind häufige Konsequenzen. Unternehmen erkennen zunehmend: Der Schutz kognitiver Kapazitäten ist eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit.
Warum fällt das “Nein” so schwer?
Das Setzen von Grenzen ist ein fundamentaler Akt der Selbstfürsorge. Psychologisch betrachtet definieren sie, wo die eigene Verantwortung endet. Die Angst vor Ablehnung oder negativen Konsequenzen hält viele davon ab.
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Doch wer nie “Nein” sagt, riskiert eine chronische Überlastung. Die Anforderungen übersteigen dann die verfügbaren Ressourcen. Die bewusste Ablehnung einer Bitte ist daher ein Akt der Selbstachtung und strategisch notwendig.
So wehren Sie die digitale Flut ab
Konkrete Strategien helfen gegen die Informationsflut. Dazu gehört die Festlegung klarer Erreichbarkeitsregeln im Team. Das Smartphone nach Feierabend stummzuschalten, ist ein erster Schritt.
Arbeitspsychologen empfehlen weitere Taktiken:
* Fokus-Zeiten: Etablieren Sie “Stillarbeitsphasen” ohne digitale Unterbrechungen.
* Räumliche Trennung: Schaffen Sie im Homeoffice eine klare Grenze zwischen Arbeits- und Privatbereich.
* Gerätetrennung: Nutzen Sie unterschiedliche Geräte für Beruf und Privates.
Unternehmen müssen eine Kultur schaffen
Eine gesunde Unternehmenskultur ist entscheidend. Das psychische Wohlbefinden der Angestellten steigt, wenn Arbeitgeber mentale Gesundheit aktiv fördern. Das geht über reine Appelle hinaus.
Eine Studie von ias Stiftung und Innofact AG zeigt das Ausmaß: Fast die Hälfte der Führungskräfte beobachtet mehr psychische Belastungen in ihren Teams. Hohes Arbeitspensum und Leistungsdruck sind die Hauptursachen. Führungskräfte haben eine Vorbildfunktion – wenn sie selbst Pausen einhalten, signalisieren sie Wertschätzung.
Die “Always-on”‑Kultur und ihre Folgen
Die Debatte ist Teil einer größeren Entwicklung. Die digitale Transformation hat neue Stressfaktoren geschaffen. Ständige Konnektivität führt paradoxerweise zu fragmentierter Aufmerksamkeit.
Wie tief das Problem sitzt, zeigt eine Bitkom-Umfrage: Selbst im Urlaub ist die Hälfte der Arbeitnehmer für den Job erreichbar. Experten wie André Siegl vom TÜV-Verband warnen vor chronischem Stress und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Fähigkeit zur Abgrenzung wird zur Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts.
Wird Unerreichbarkeit zum neuen Professionalitätszeichen?
Die Bedeutung klarer Grenzen wird weiter zunehmen. Künstliche Intelligenz und Automatisierung könnten den Druck auf die menschliche Konzentration noch erhöhen. Unternehmen werden daher wohl stärker in Programme für mentale Gesundheit investieren.
Zukünftige Arbeitsmodelle setzen auf mehr Flexibilität und Autonomie. Das erfordert ein hohes Maß an Selbstmanagement. Die klare Kommunikation der eigenen Verfügbarkeit wird zum entscheidenden Faktor für eine nachhaltige Karriere. Könnte sich eine Kultur etablieren, in der Unerreichbarkeit als Zeichen von Professionalität gilt?
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