Greenpeace protestiert mit Kranspektakel gegen Energiepolitik
13.02.2026 - 23:52:12München – Mit einem spektakulären Kletterprotest hat Greenpeace heute die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) überrascht. Aktivisten entrollten von einem Baukran ein riesiges Banner gegen Europas Energieabhängigkeit – direkt vor den Augen der anreisenden Weltpolitik.
Spektakulärer Auftakt am Konferenzmorgen
Kurz vor Beginn des hochrangigen Treffens erklommen zehn Greenpeace-Aktivisten einen Baukran am Marienhof. In 60 Metern Höhe entfalteten sie ein 90 Quadratmeter großes Transparent mit der Aufschrift „Break free from Tyrants“. Die Botschaft richtet sich gegen Europas Abhängigkeit von Flüssigerdgas (LNG) aus den USA und Russland.
Die Aktion startete um 6:20 Uhr, just als sich die Stadt auf die Ankunft von Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Außenminister Marco Rubio vorbereitete. „Echte Sicherheitspolitik muss Energiepolitik mitdenken“, erklärte Greenpeace. Die Aktivisten blieben mehrere Stunden auf dem Kran, ehe sie gegen 9:30 Uhr freiwillig abstiegen.
Massive Sicherheitsvorkehrungen und Festnahmen
Die Polizei nahm neun Personen nach der Aktion vorläufig fest. Insgesamt sind bis zu 5.000 Beamte im Einsatz, um die Sicherheitskonferenz und die erwarteten Proteste zu begleiten. Rund um das Hotel Bayerischer Hof gelten weiträumige Sperrzonen, auch Drohnen sind verboten.
Die Behörden hatten Greenpeace zuvor einen alternativen Protestort angeboten, den die Organisation ablehnte. Neben der Kranaktion demonstrierten Aktivisten auch auf dem Marienplatz mit großen aufblasbaren Figuren der US-amerikanischen und russischen Präsidenten.
Energie als Sicherheitsfrage im Fokus
Greenpeace kritisiert Europas „Fixierung auf fossiles Gas“ scharf. Die Aktivisten argumentieren, dass der massive LNG-Import – der Großteil der deutschen Lieferungen stammt aktuell aus den USA – Europa erpressbar mache. Stattdessen fordern sie eine schnellere Umsetzung des EU-„RePowerEU“-Plans und den raschen Ausbau erneuerbarer Energien.
Damit treffen sie einen neuralgischen Punkt der aktuellen Debatte. Während viele Politiker LNG als notwendige Übergangslösung sehen, warnen Umweltgruppen vor einer neuen fossilen Abhängigkeit. Die Proteste zwingen die Sicherheitsexperten im Konferenzsaal, Energieunabhängigkeit als zentrales Sicherheitsthema zu diskutieren.
Apropos Sicherheit – nicht nur Energie-Infrastruktur, auch digitale Systeme sind heute ein Sicherheitsrisiko. Ein kostenloses E-Book fasst aktuelle Cyber-Security-Bedrohungen zusammen, erklärt praxisnahe Schutzmaßnahmen für Unternehmen und zeigt, welche neuen Gesetze (inkl. KI-Regulierung) Sie kennen sollten, um Risiken zu minimieren. Schützen Sie Ihre Organisation jetzt proaktiv. Jetzt kostenlosen Cyber-Security-Report herunterladen
Rekordproteste erwarten die Stadt
Die Kranaktion ist nur der Auftakt: Für das Wochenende sind 21 Protestveranstaltungen angemeldet – so viele wie nie zuvor. Die Bandbreite reicht von Solidarität mit iranischen Protestbewegungen bis zu Kritik an der geopolitischen Agenda der Konferenz. Eine Demonstration am Samstag könnte bis zu 100.000 Menschen mobilisieren.
Die massive Protestbereitschaft zeigt, dass Sicherheitsfragen längst nicht mehr nur in elitären Zirkeln verhandelt werden. Klimawandel, Energie und Menschenrechte gehören für viele Bürger untrennbar zur Sicherheitsdebatte des 21. Jahrhunderts dazu. Greenpeace kündigte bereits weitere Aktionen an – das Wochenende in München wird zum Schauplatz des Ringens um die Definition von Sicherheit.
@ boerse-global.de
Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.


