Graz, Kärnten

Graz startet mit Kärnten Standort-Offensive in Norditalien

11.01.2026 - 16:22:12

Die neue Koralmbahn verbindet Graz und Klagenfurt in 41 Minuten und dient als zentrales Argument für eine gemeinsame Wirtschaftsoffensive der Regionen Steiermark und Kärnten in Norditalien.

Graz und Kärnten starten eine großangelegte Werbeoffensive in Norditalien. Nur vier Wochen nach der Eröffnung der Koralmbahn wollen die Partner unter der Dachmarke „AREA SÜD“ norditalienische Investoren anlocken. Ihr zentrales Argument: Die neue Bahnstrecke hat die Adria massiv nähergerückt.

Die neue Südachse wird Realität

Seit Mitte Dezember verbindet die Koralmbahn Graz und Klagenfurt in nur 41 Minuten. Diese verkehrstechnische Revolution dient nun als Türöffner für die Wirtschaft. Die Kampagne zielt darauf ab, Graz als Logistik- und Wirtschaftshub für Norditalien zu positionieren. Der Clou: Über die neue Flachbahn ist die Region nahtlos an die Häfen von Triest und Koper angebunden.

„AREA SÜD“ ist ein Schulterschluss der Wirtschaftskammern Steiermark und Kärnten. Gemeinsam treten sie nun in Städten wie Mailand, Triest und Udine auf. Im Fokus stehen Branchen, in denen beide Regionen stark sind:
* Mikroelektronik
* Green Tech
* Forschung

Logistik bekommt den Turbo

Für italienische Unternehmen ist die neue Bahn ein Game-Changer. Sie ist Teil des wichtigen Baltisch-Adriatischen Korridors. Schwere Güterzüge können die Koralpe nun ohne aufwendiges Nachschieben überqueren. Das senkt Kosten und steigert Kapazitäten.

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Das Cargo Center Graz profitiert direkt. Es wird zum idealen Hinterland-Hub für den Hafen Triest. Italienische Logistiker können Waren so schneller und klimafreundlicher nach Mitteleuropa bringen. Die Standortagenturen punkten zusätzlich mit verfügbaren Flächen und hoher Lebensqualität.

Paradigmenwechsel in der Standortpolitik

Die Offensive markiert einen strategischen Kurswechsel. Lange konzentrierte sich Österreichs Wirtschaft auf Wien und Deutschland. Jetzt öffnet sich der Blick nach Süden. Die „Südachse“ wird vom politischen Schlagwort zur funktionierenden Wirtschaftsregion.

Die Geschwindigkeit ist bemerkenswert. Anders als beim noch im Bau befindlichen Brenner-Basistunnel liefert der Koralmtunnel sofort nutzbare Vorteile. Erste Signale aus Handelskammern in Friaul-Julisch Venetien deuten auf großes Interesse.

Was kommt als nächstes?

Bereits im Frühjahr 2026 werden erste Delegationen italienischer Industrievertreter in der Steiermark erwartet. Sie wollen die neuen logistischen Möglichkeiten vor Ort begutachten.

Im Sommer dürfte dann der Tourismus profitieren. Italienische Gäste können die Kulturhauptstadt Graz und die Weinregionen in Rekordzeit erreichen. Langfristig warten die Regionen auf den Semmering-Basistunnel. Seine Fertigstellung um 2030 soll die Hochleistungsachse nach Norden vollenden.

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