Granite Point Mortgage: Hohe Dividende, hoher Druck – wie attraktiv ist die Aktie noch?
30.01.2026 - 17:25:24Die Aktie von Granite Point Mortgage Trust steht sinnbildlich für das Dilemma vieler US-Immobilienfinanzierer: üppige Ausschüttungen, aber ein Aktienkurs, der seit Monaten unter Druck steht. Während einkommensorientierte Anleger von zweistelligen Dividendenrenditen sprechen, sieht der Markt insgesamt eher ein Sanierungsfall als einen Wachstumswert. Das Sentiment rund um Granite Point Mortgage bleibt verhalten – und doch stellt sich die Frage, ob der Markt das Papier inzwischen zu pessimistisch bewertet.
Ein-Jahres-Rückblick: Das Investment-Szenario
Wer vor rund einem Jahr bei Granite Point Mortgage eingestiegen ist, braucht starke Nerven – und einen langen Atem. Der Schlusskurs der Aktie lag Ende Januar des Vorjahres nach Daten von Finanzportalen wie Yahoo Finance und MarketWatch bei etwa 6,50 US-Dollar je Anteilsschein. Aktuell notiert das Papier bei rund 4,70 US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang von gut 28 Prozent innerhalb von zwölf Monaten, ohne Dividenden berücksichtigt.
Selbst wenn man die ausgeschütteten Dividenden hinzurechnet – Granite Point Mortgage zahlt derzeit quartalsweise und kommt auf eine Dividendenrendite im niedrigen zweistelligen Prozentbereich bezogen auf den aktuellen Kurs –, bleibt unterm Strich für viele Anleger ein klares Minus. Wer damals eingestiegen ist, sieht heute eine deutliche Kursdelle im Depot und fragt sich, ob er es mit einem Dividendenjuwel oder einer klassischen Value-Falle zu tun hat. Der Kurs hat sich in den vergangenen fünf Handelstagen zwar stabilisiert und leicht erholt, doch im 90-Tage-Vergleich überwiegt klar die Abwärtsbewegung. Auch der Blick auf die Spanne der vergangenen zwölf Monate ist ernüchternd: Mit einem 52-Wochen-Tief nahe dem aktuellen Niveau und einem Hoch deutlich oberhalb der 6-US-Dollar-Marke zeigt sich, dass aus der früheren Erholungsfantasie inzwischen eine Konsolidierungsstory geworden ist.
Aktuelle Impulse und Nachrichten
In den vergangenen Tagen war es um Granite Point Mortgage vergleichsweise ruhig. Große Schlagzeilen an den internationalen Finanzmärkten blieben aus, weder Bloomberg noch Reuters meldeten einschneidende Transaktionen oder strategische Kehrtwenden. Die jüngsten Meldungen drehen sich im Kern um zwei Themen: die operative Anpassung an das Zinsumfeld und den fortgesetzten Abbau von Problemkrediten im gewerblichen Immobilienportfolio.
Zuletzt hob der Vorstand in Präsentationen gegenüber Investoren hervor, dass man den Bestand an notleidenden oder gefährdeten Krediten schrittweise reduziert habe, wenngleich der Sektor gewerblicher Immobilien weiterhin unter strukturellem Druck steht – vor allem Büroimmobilien in US-Metropolen. Analystenkommentare der vergangenen Tage verweisen zudem darauf, dass Granite Point Mortgage die Laufzeiten seiner Refinanzierung leicht verlängert und die Zinsbindung im Portfolio erhöht hat, um das Zinsänderungsrisiko zu begrenzen. Gleichzeitig drücken die höheren Refinanzierungskosten auf die Nettozinsmarge. Technisch betrachtet befindet sich die Aktie seit einigen Wochen in einer Seitwärts- bis leichten Abwärtstendenz, begleitet von eher geringen Handelsvolumina. Charttechniker sprechen in solchen Phasen häufig von einer Konsolidierung: Der Markt wartet auf neue Impulse – etwa Quartalszahlen, Dividendenentscheidungen oder Anzeichen für eine tatsächliche Entspannung im US-Büroimmobilienmarkt.
Das Urteil der Analysten & Kursziele
Die Analystenlandschaft zeichnet derzeit ein insgesamt zurückhaltendes Bild. In den vergangenen Wochen haben mehrere Research-Häuser ihre Einschätzungen zu US-Immobilienfinanzierern aktualisiert, darunter auch Granite Point Mortgage. Konsensdaten von Anbietern wie Refinitiv und Yahoo Finance deuten auf ein gemischtes Urteil hin: Das übergeordnete Sentiment ist neutral bis leicht negativ.
Ein Teil der Analysten führt Granite Point Mortgage mit einer Einstufung \


