Grafikkarten-Preise explodieren durch KI-getriebene Speicherkrise
11.01.2026 - 22:54:12Deutsche PC-Bastler müssen für High-End-Grafikkarten plötzlich deutlich tiefer in die Tasche greifen. Eine globale Knappheit an GDDR-Speicherchips, ausgelöst durch den Boom künstlicher Intelligenz, treibt die Preise für Modelle wie die NVIDIA GeForce RTX 5080 und AMD Radeon RX 9070 XT in die Höhe.
KI-Boom löst „Speicherkrise 2026“ aus
Hinter den steigenden Preisen steckt eine fundamentale Verschiebung in der Halbleiterindustrie. Große Hersteller wie Samsung und SK Hynix haben einen Großteil ihrer Kapazitäten auf die Produktion von High Bandwidth Memory (HBM) umgestellt. Dieser Speichertyp ist für KI-Server und Rechenzentren unverzichtbar. Die Folge: Für die GDDR7- und GDDR6-Bausteine in Gaming-Grafikkarten bleibt kaum noch etwas übrig.
Die Komponentenkosten für Videospeicher sind im Jahresvergleich um fast 40 Prozent gestiegen. Da Speichermodule einen erheblichen Teil der Herstellungskosten ausmachen, geben die Hersteller die Mehrkosten nun an die Kunden weiter. AMD hat seine Partner bereits über eine bevorstehende Preiserhöhung von 10 Prozent informiert.
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NVIDIA RTX 5080: Mangelware mit Aufschlag
Die Lage bei NVIDIAs High-End-Modellen hat sich seit Jahresbeginn rapide verschärft. Die GeForce RTX 5080, die 2025 für rund 1.079 Euro auf den Markt kam, ist bei deutschen Händlern nun regelmäßig über 1.250 Euro teuer. Der durchschnittliche Straßenpreis liegt aktuell bei etwa 1.254 Euro.
Die Verfügbarkeit ist angespannt. Händler berichten von Schwierigkeiten, ihre Lagerbestände aufzufüllen. Branchenkreise spekulieren, dass NVIDIA die Produktion seiner Consumer-Grafikchips um bis zu 40 Prozent drosseln könnte. Der Grund: Das Unternehmen will Kapazitäten für lukrativere KI-Chips für Unternehmen freimachen.
AMD RX 9070 XT verliert seinen Preisvorteil
Besonders sichtbar ist die Krise bei AMDs Radeon RX 9070 XT. Die Karte galt seit ihrem Launch im März 2025 als Preis-Leistungs-König. Der UVP lag bei etwa 647 Euro. Jetzt beginnt der Einstiegspreis bei deutschen Händlern wie Mindfactory bei 675 bis 700 Euro.
Die günstigsten Modelle sind praktisch ausverkauft. Übrig bleiben nur teurere Custom-Modelle der Partner. Die erwartete Großhandelspreiserhöhung von AMD dürfte die Straßenpreise in den kommenden Wochen weiter nach oben treiben. Der Status als „budgetfreundliche“ Alternative ist in Gefahr.
Düstere Aussichten für PC-Bauer
Experten sehen für das erste Quartal 2026 keine Entspannung. Die Knappheit bei GDDR-Speicher wird voraussichtlich das gesamte erste Halbjahr anhalten. Konsumenten müssen sich auf höhere Budgets einstellen oder warten.
Ein bezeichnendes Signal: AMD erwägt laut Berichten vom 8. Januar eine Wiederbelebung seiner alten AM4-Plattform. Der Grund sind die hohen Kosten für DDR5-Arbeitsspeicher. Die ältere Plattform nutzt günstigeres, gut verfügbares DDR4-RAM – ein Rettungsanker für Sparfüchse.
Für High-End-Gamer bleibt indes nur die Wahl: Die hohen Aufschläge für aktuelle Hardware zahlen oder auf eine Marktberuhigung warten, die Monate auf sich warten lassen könnte. Die Zeit, Top-Leistung zu alten Preisen zu bekommen, ist vorbei.
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