GPeV, KI-System

GPeV zertifiziert KI-System für systemisches Stressmanagement

06.01.2026 - 03:24:11

Die Gesellschaft für Prävention erkennt ein KI-System an, das systemische Stressursachen bekämpft. Führungskräfte werden zu Risikomanagern und der Fokus verschiebt sich von individueller Resilienz.

Die Gesellschaft für Prävention e.V. (GPeV) hat das KI-System “RELIEF AI – Naia” als empfohlene Maßnahme anerkannt. Diese Zertifizierung markiert einen Wendepunkt in der betrieblichen Gesundheitsvorsorge. Sie signalisiert den Wechsel von individueller Resilienz-Förderung hin zu einem systemischen Ansatz, der die wahren Ursachen von Stress im Unternehmen bekämpft.

Schluss mit der Symptombekämpfung

Die Ära der isolierten Meditations-Apps und Yoga-Workshops ist vorbei. Aktuelle Daten zeigen, dass reine Individualansätze kaum langfristig wirken. Ein aktueller Bericht von Workplace Insight unterstreicht: Nur etwa ein Drittel der Beschäftigten gedeiht am Arbeitsplatz wirklich.

Die wahren Ursachen für Burnout sind systemischer Natur:
* Chronische Unterbesetzung
* Unklare Rollenverteilungen
* Unrealistische Arbeitspensen

2026 wird damit zum Jahr des “Sustainable Work Design”. Unternehmen müssen Stressmanagement als operative Notwendigkeit begreifen, die tief in die Arbeitsprozesse eingreift. Belastungsspitzen sollen nicht mehr kompensiert, sondern von vornherein vermieden werden.

KI erkennt Belastungsmuster, bevor es zu spät ist

Die Zertifizierung der GPeV für “RELIEF AI – Naia” ist ein starkes Signal. Das System nutzt künstliche Intelligenz, um frühzeitig Belastungsmuster zu erkennen, die auf ein Burnout hindeuten. Der Clou: Es verknüpft individuelle Unterstützung mit anonymisierten Daten, die Rückschlüsse auf organisatorische Missstände zulassen.

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Frank Scheelen, Gründer der SCHEELEN AG, betont die Bedeutung dieser Verbindung. Es gehe darum, technologische Innovation mit echten menschlichen Bedürfnissen zu verknüpfen. Die Botschaft an den Markt ist klar: Lösungen ohne messbare, systemische Wirkung haben es 2026 schwer.

Führungskräfte werden zu Risikomanagern

Parallel zur Technologie verändert sich die Rolle der Führungskräfte fundamental. Der “Feel Good Manager” mit dem Obstkorb ist out. Stattdessen werden Vorgesetzte zu psychosozialen Risikomanagern.

Sie müssen strukturelle Überlastung früh erkennen und gegensteuern. Dazu gehört:
* Die Anpassung von Zielen an die reale Personalkapazität.
* Der aktive Schutz von Erholungsphasen.
* Die Nutzung datenbasierter Dashboards, um Stress-Hotspots zu lokalisieren.

Führung ohne entsprechende Schulung wird damit zum Managementfehler. Fortschrittliche Unternehmen investieren daher verstärkt in Ausbildungsprogramme, die psychologische Sicherheit als harte Managementkompetenz vermitteln.

Wirtschaftlicher Druck beschleunigt den Wandel

Dieser Paradigmenwechsel ist keine freiwillige Maßnahme, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit. Die krankheitsbedingten Fehlzeiten erreichten 2025 Rekordniveaus, angetrieben durch psychische Erkrankungen.

Die Ernüchterung über das Gießkannenprinzip der Wellness-Angebote ist groß. Analysten sehen eine Parallele zur Arbeitssicherheit: So wie damals technische Vorkehrungen den Helm ersetzten, sollen heute prozessuale Lösungen die individuelle “Stress-Resilienz” ersetzen.

Die GPeV-Zertifizierung zeigt, dass der deutsche Markt mit seinen hohen Ansprüchen an Datenschutz und Validität bereit für diese Technologien ist. Könnte dies den Druck auf Krankenkassen erhöhen, solche Tools schneller zu erstatten?

Was kommt als Nächstes?

Das erste Quartal 2026 wird die weitere Professionalisierung vorantreiben. Beobachter erwarten, dass in den ESG-Berichten großer Konzerne künftig auch “Mental Health KPIs” eine prominentere Rolle spielen.

Auch die Politik wird reagieren müssen. Es gilt als wahrscheinlich, dass Arbeitsschutzbehörden ihre Leitlinien zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen anpassen. Sie werden den neuen Möglichkeiten der datengestützten Analyse Rechnung tragen.

Für Arbeitnehmer verspricht dieser Trend Erleichterung. Die Verantwortung für psychische Gesundheit lastet nicht mehr allein auf ihren Schultern. Statt den Rat zu erhalten, “einfach mal durchzuatmen”, können sie erwarten, dass ihre Unternehmen die Luft zum Atmen gar nicht erst abschneiden.

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