Gothic trifft Gegenwart: Wien zeigt, was Kunst kann
29.11.2025 - 00:50:12Wien zeigt sich Ende November 2025 von seiner besten Seite. Während draußen die Temperaturen fallen, glüht die Kulturszene der Stadt. Die großen Häuser setzen auf bewährte Blockbuster – doch die spannendsten Diskussionen entstehen dort, wo Kunst auf brisante Gegenwartsfragen trifft.
“Gothic Modern: Munch, Beckmann, Kollwitz” – der Titel klingt nach kunsthistorischem Lehrstück. Doch die Ausstellung entpuppt sich als visueller Thriller. Die Kuratoren ziehen direkte Linien vom Spätmittelalter zum Expressionismus. Wie hat sich Edvard Munch von Albrecht Dürers Linienführung inspirieren lassen? Warum wirkten die emotionalen Aufladungen eines Max Beckmann so vertraut?
Die Schau läuft noch bis 11. Januar 2026 und trifft gerade jetzt, in der dunklen Jahreszeit, einen Nerv. Parallel dazu zeigt die Albertina Modern fünf Jahrzehnte Marina Abramović – radikale Performancekunst, die den Körper als Medium nutzt.
Leopold Museum: Mystik und Lichtkunst
Nur wenige Gehminuten entfernt bietet das Leopold Museum das perfekte Kontrastprogramm. “Verborgene Moderne: Faszination des Okkulten um 1900” beleuchtet eine Seite der Wiener Jahrhundertwende, die lange im Schatten stand: den Hang zum Spirituellen und Mystischen.
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Die Ausstellung läuft bis 18. Januar 2026. Ergänzt wird sie durch die Installation “Kowanz. Ortner. Schlegel”, die zeitgenössische Licht- und Raumkunst präsentiert. Besonders die Werke von Brigitte Kowanz definieren Licht als Sprache und Raum neu.
Wien Museum: Schnitzel als Identitätsstifter?
Die aktuell meistdiskutierte Ausstellung läuft aber im Wien Museum am Karlsplatz. “Fleisch” heißt die Schau, die bis Februar 2026 zu sehen ist – und die trifft den Nerv der Zeit. Vom Schnitzel als kulturellem Identitätsstifter bis zur Nachhaltigkeitsdebatte: Die Ausstellung beleuchtet, was Fleischkonsum über Wien verrät.
Ergänzt wird das Programm durch “Isotype – Die Bildsprache aus Wien”. Die seit 6. November laufende Schau würdigt Otto Neuraths revolutionäre Methode der Bildstatistik aus den 1920er Jahren. Im Zeitalter von Datenvisualisierung und Infografiken könnte das aktueller kaum sein.
Die neue Vielfalt zahlt sich aus
Marktanalysten beobachten eine interessante Entwicklung: Während etablierte Positionen der klassischen Moderne stabil bleiben, ziehen zeitgenössische Themenausstellungen wie im Wien Museum zunehmend jüngeres, urbanes Publikum an. Die Stadt diversifiziert ihr Angebot – und das zahlt sich aus.
Der Dezember verspricht weitere Highlights:
- 10. Dezember: MAK startet Ausstellung zu Helmut Lang
- 12. Dezember: Albertina eröffnet “Faszination Papier”
Wien balanciert seine historische Schwere meisterhaft mit drängenden Gegenwartsfragen. Eine Stadt, die zeigt: Kunst kann beides – zurückblicken und nach vorne denken.
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