Googles, Chrome

Googles Chrome: Gemini wird zum KI-Copilot im Browser

28.01.2026 - 20:31:12

Google integriert KI tief in Chrome. Gemini wird im Side-Panel zum ständigen Begleiter, kann über Tabs hinweg agieren und mit neuen Funktionen wie Auto Browse Aufgaben automatisieren.

Googles Chrome-Browser erhält eine tiefgreifende KI-Überholung, die das Surfen im Internet neu definiert. Mit der heute vorgestellten Gemini-Integration verwandelt sich der Browser von einem passiven Werkzeug in einen aktiven Assistenten, der Aufgaben übernehmen kann. Die Neuerungen zielen darauf ab, generative KI zum festen Bestandteil der täglichen Online-Erfahrung zu machen.

Der neue Gemini-Side-Panel: KI als ständiger Begleiter

Die auffälligste Änderung ist die feste Side-Panel-Integration von Gemini. Statt in einem störenden Overlay-Fenster erscheint der KI-Assistent nun in einer schlanken Leiste am rechten Bildschirmrand. Nutzer können so parallel surfen und mit Gemini interagieren – etwa um Informationen von einer Webseite mit KI-Antworten zu vergleichen oder eine Konversation über mehrere Tabs hinweg fortzuführen.

Die KI besitzt Multi-Tab-Bewusstsein. Sie kann Inhalte aus mehreren geöffneten Tabs analysieren und synthetisieren. Ein Nutzer könnte Gemini also bitten, Produktdetails aus verschiedenen Onlineshops zu vergleichen. Zudem kann die KI über „Connected Apps“ auf persönliche Daten aus Gmail oder Kalender zugreifen, um maßgeschneiderte Hilfe zu leisten.

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„Nano Banana“: KI-Bildbearbeitung direkt im Browser

Ein Quantensprung ist die direkte Einbindung von „Nano Banana“, Googles leistungsstarkem KI-Bildeditor. Nutzer müssen Bilder nicht mehr herunterladen und in einer separaten App bearbeiten. Stattdessen genügt ein Rechtsklick auf ein beliebiges Web-Bild und ein Sprachbefehl im Gemini-Panel.

Die Anwendungen sind vielfältig: Von der Umwandlung von Forschungsdaten in eine Infografik bis zum Entfernen störender Hintergrundobjekte. Ein praktisches Beispiel: Nutzer können Gemini bitten, zu visualisieren, wie eine Lampe aus einem Onlineshop im eigenen Wohnzimmer aussehen würde. Diese Integration gibt kreative Kontrolle direkt in den Browser.

„Auto Browse“: Der Browser erledigt Aufgaben von selbst

Die visionärste Neuerung ist das Feature „Auto Browse“. Diese „agentische Erfahrung“ erlaubt es Gemini, die Kontrolle über einen Browser-Tab zu übernehmen, um mehrstufige Aufgaben zu automatisieren. Bezahlende Abonnenten von Googles KI-Diensten können so etwa Urlaube planen, Tickets buchen oder Warenkörbe füllen lassen.

Google betont strenge Sicherheitsstandards. Bevor sensible Aktionen wie ein Kaufabschluss durchgeführt werden, soll das System stets eine Bestätigung des Nutzers einholen. Diese Funktion markiert einen Schritt in Richtung eines automatisierten Webs, in dem der Nutzer als Regisseur und die KI als ausführende Kraft agiert.

Wettbewerbsdruck und die Zukunft des Browsers

Dieses umfassende Update unterstreicht den Tech-Trend, generative KI in Grundlagen-Software zu integrieren. Google setzt damit den Wettbewerbsdruck auf andere Browser-Hersteller und KI-Anbieter wie Microsoft mit seinem Copilot erheblich hoch. Die Einführung agentischer Fähigkeiten weist auf eine Zukunft hin, in der Browser zu intelligenten Assistenten werden.

In den kommenden Monaten kündigt Google zudem „Personal Intelligence“ für Chrome an. Dieses Opt-in-Feature soll es Gemini ermöglichen, Kontext aus früheren Gesprächen zu behalten, um Antworten über die Zeit persönlicher zu gestalten. Die Vision ist klar: Der Webbrowser soll sich vom reinen Informationsanzeiger zum dynamischen, konversationsfähigen Partner im digitalen Leben entwickeln.

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