Googleorg, Millionen

Google.org investiert Millionen in KI für Indiens Schulen

31.01.2026 - 18:30:12

Google.org fördert mit 10 Millionen Euro die Entwicklung einer KI-Blaupause für Indiens Bildungssystem. Ziel ist die personalisierte Lernunterstützung für 75 Millionen Schüler bis 2027.

Mit einem Millionen-Grant will Googles Stiftung die digitale Bildung in Indien revolutionieren. Künstliche Intelligenz soll das Lernen für 75 Millionen Schüler personalisieren.

Google.org, der philanthropische Arm des Tech-Riesen, stellt umgerechnet rund 10 Millionen Euro bereit. Das Geld fließt an das Forschungsinstitut Wadhwani AI, das adaptive Lern-Technologien in staatliche Bildungsplattformen integrieren soll. Bis 2027 sollen so 75 Millionen Schüler und 1,8 Millionen Lehrer erreicht werden.

Die Initiative ist Teil einer breiteren Bildungsoffensive von Google in Indien. Sie reagiert auf eine enorme Nachfrage: Laut Unternehmensdaten nutzen Inder den KI-Assistenten Gemini weltweit am häufigsten für Lernzwecke. 74 Prozent der Bevölkerung glauben, dass KI zu besseren Bildungsergebnissen führen wird.

Blaupause für KI-gestütztes Lernen

Im Kern geht es darum, bewährte KI-Lösungen massentauglich zu machen. Wadhwani AI entwickelt in den nächsten drei Jahren eine speziell auf Indien zugeschnittene „KI-für-Bildung“-Blaupause. Diese Technologien sollen in bestehende staatliche Systeme eingebettet werden.

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Dazu zählen die nationale Kursplattform SWAYAM, Lernmanagementsysteme der Bundesstaaten und Portale für Berufsbildung. Der strategische Vorteil: Die Nutzung vorhandener Infrastruktur soll eine schnelle, flächendeckende Verbreitung ermöglichen.

Für Schüler bedeutet das personalisierte Lernpfade, die sich ihrem Tempo und Wissensstand anpassen. Lehrer sollen von administrativen Aufgaben entlastet werden, um sich mehr dem Unterricht widnen zu können.

Mehr als nur Geld: Cloud-Partnerschaften und neue Features

Das Fördergeld ist nur ein Teil von Googles Engagement. Google Cloud hat eine Absichtserklärung mit dem Ministerium für Kompetenzentwicklung unterzeichnet. Gemeinsam wird die erste KI-fähige staatliche Universität an der Chaudhary Charan Singh University in Meerut aufgebaut.

Parallel führt Google neue KI-Funktionen in seinen eigenen Produkten ein. In Gemini gibt es nun vollständige Übungstests für wettbewerbsorientierte Prüfungen. Die Suchfunktion kann interaktive Lernhilfen erstellen.

Globale Trends treffen auf lokale Bedürfnisse

Adaptives Lernen ist kein neues Konzept, wird aber durch moderne KI massiv beschleunigt. Die Systeme geben Echtzeit-Feedback und vertiefen so das Verständnis – oft noch bevor ein Lehrer eingreifen kann.

Für ein Land mit extrem heterogener Schülerschaft wie Indien könnte dieser personalisierte Ansatz entscheidend sein. Googles Investition folgt einem globalen Trend, bei dem Tech-Konzerne Bildung als Schlüsselbereich für KI-Anwendungen identifizieren.

Die besondere Herausforderung: Die Lösungen müssen „India-first“ sein – also kulturell und kontextuell auf die spezifischen Gegebenheiten vor Ort zugeschnitten. Gelingt das Vorhaben, könnte es als Blaupause für andere Schwellenländer dienen, die ihre Bildungssysteme digital transformieren wollen.

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