GOG, Linux

GOG macht Linux zur neuen strategischen Priorität

28.01.2026 - 14:00:12

Der Spielevertrieb GOG entwickelt einen nativen Client für Linux. Die Ankündigung markiert eine strategische Neuausrichtung unter neuer Führung.

GOG hat offiziell bestätigt, dass Linux sein nächster strategischer Schwerpunkt ist. Die Pläne für einen nativen Client wurden diese Woche über eine hochkarätige Stellenausschreibung bekannt. Gesucht wird ein Senior Software Engineer, der die Architektur des GOG Galaxy-Clients mit Linux-Kompatibilität als Grundvoraussetzung gestalten soll. Die Lösung soll funktionale Parität mit den Windows- und macOS-Versionen erreichen.

Damit schließt GOG eine langjährige Lücke. Linux-Spieler waren bislang auf Community-Tools wie den Heroic Games Launcher angewiesen, um ihre DRM-freie Bibliothek zu verwalten. Ein offizieller Client fehlte – zum Ärger einer wachsenden Nutzerbasis.

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Unabhängigkeit ermöglicht Kurswechsel

Der Fokus auf Linux ist eine direkte Folge der jüngeren Restrukturierung. Im Dezember 2025 wurde GOG von CD Projekt für rund 90,7 Millionen Złoty (etwa 21 Millionen Euro) an Mitgründer Michał Kiciński verkauft. Seit der Trennung vom CD-Projekt-Konzern kann die Plattform eine eigenständige Strategie verfolgen.

Kiciński hatte sich zuletzt kritisch über den Zustand von PC-Betriebssystemen geäußert. Er bemängelte sinkende Softwarequalität und Stagnation im Windows-Ökosystem. Analysten sehen darin den Kurs zu mehr Plattform-Unabhängigkeit und weniger Abhängigkeit von Microsoft.

Geschäftsführer Maciej Gołębiewski bestätigte die Richtung: Linux-Support sei ein strategisches Hauptziel für 2026. Man wolle den Linux-Markt nun genauer unter die Lupe nehmen, angetrieben von seiner wachsenden Beliebtheit unter Kernzielgruppen.

GOG reagiert auf den „Steam Deck“-Effekt

Der strategische Schwenk kommt zu einem günstigen Zeitpunkt. Linux-Spielen erlebt einen nie dagewesenen Aufschwung, maßgeblich befeuert durch Valves Hardware-Initiativen. Der Erfolg des Steam Deck und die Erwartungen an Valves angekündigte Living-Room-Hardware haben Linux zu einer ernstzunehmenden Gaming-Plattform gemacht.

GOG positioniert sich damit für diesen expandierenden Hardware-Markt. Ein nativer Client soll den Zugriff auf den DRM-freien Katalog auf Handhelds und Linux-PCs ohne Kompatibilitäts-Umwege ermöglichen. Das Ziel: ein nahtloses „Plug-and-Play“-Erlebnis außerhalb der Windows-Welt, ähnlich Valves SteamOS-Integration.

Die Stellenausschreibung betont die Arbeit an einer großen C++-Codebasis für ein stabiles Erlebnis. Das deutet auf eine robuste, langfristige Lösung hin, nicht auf einen einfachen Port.

Chance für Spiele-Erhalt und Community

Die Ankündigung stößt in der PC-Gaming-Community auf positive Resonanz, besonders bei Verfechtern von Open Source und Spiele-Erhalt. GOGs „Preservation Program“, das alte Titel für moderne Hardware aktualisiert, passt gut zur Linux-Philosophie von Langlebigkeit und Nutzerkontrolle. Ein nativer Client könnte die Installation dieser Klassiker auf Linux deutlich vereinfachen.

Ein konkretes Veröffentlichungsdatum für den Linux-Client gibt es noch nicht. Die Besetzung einer Senior-Engineer-Position legt jedoch nahe, dass die Entwicklung in einer frühen, aber aktiven Phase ist. Die Infrastruktur soll von Grund auf für Skalierbarkeit gebaut werden.

Während sich der Gaming-Hardware-Markt über Windows-Desktop-PCs hinaus diversifiziert, ist GOGs Expansion nach Linux eine notwendige Anpassung. Mit einem engagierten Eigentümer und einem klaren technischen Fahrplan scheint die Plattform bereit, die Dominanz etablierter Wettbewerber im Open-Source-Bereich herauszufordern.

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