GNOME, Tails

GNOME und Tails: Linux-Ökosystem erhält wichtige Updates

16.01.2026 - 20:53:12

Die Open-Source-Projekte GNOME und Tails veröffentlichen zeitgleich Wartungsupdates, die auf Fehlerbehebungen, Sicherheitsverbesserungen und mehr Nutzerkomfort abzielen.

Zwei führende Linux-Systeme liefern zeitgleich Updates für mehr Stabilität und Privatsphäre. Die Open-Source-Community hat diese Woche bedeutende Aktualisierungen für die Desktop-Umgebung GNOME und das Privatsphäre-Betriebssystem Tails veröffentlicht. Die Updates unterstreichen die kontinuierliche Evolution von Linux als Alternative zu proprietären Systemen.

GNOME 49.3: Fokus auf Stabilität und Sicherheit

Das GNOME-Projekt hat am 15. Januar 2026 die Wartungsversion GNOME 49.3 veröffentlicht. Statt neuer Features steht bei diesem „langweiligen“ Bugfix-Update die allgemeine Verbesserung der Nutzererfahrung im Vordergrund. Ein Schwerpunkt liegt auf Sicherheit: Die enthaltene Bibliothek GLib 2.86.3 schließt mehrere Schwachstellen, darunter Integer-Überläufe und Probleme bei der Pufferbehandlung.

Praktische Verbesserungen gibt es im Dateimanager Nautilus, der nun Bilder mit extremen Abmessungen besser handhabt und die Anzeige bei geänderter Bildschirmskalierung korrekt aktualisiert. Die Systemeinstellungen (GNOME Control Center) wurden ebenfalls optimiert – mit zuverlässigerer Zeitzonensuche, verbessertem WLAN-Verhalten auf Einzelgeräten und konsistenter Anwendung von System-Sprachvariablen. Weitere Fehlerbehebungen und Übersetzungsupdates betreffen Apps wie GNOME Maps, GNOME Online Accounts und den Bildbetrachter Loupe.

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Tails 7.4: Mehr Komfort für anonymes Surfen

Parallel erschien Tails 7.4, das vierte Update der aktuellen Serie des auf Anonymität spezialisierten Live-Systems. Die wichtigste Neuerung: Nutzer können ihre Sprache, Tastaturbelegung und Anzeigeformate vom Begrüßungsbildschirm direkt auf ihren USB-Stick speichern. Diese Einstellungen werden beim Neustart automatisch übernommen und vereinfachen so den Boot-Vorgang erheblich. Zum Entsperren des verschlüsselten persistenten Speichers werden sie unverschlüsselt gespeichert – laut Entwicklern aber ohne weitere personenbezogene Daten.

Das Update bringt auch Aktualisierungen der Kernsoftware: Der Tor Browser liegt jetzt in Version 15.0.4 vor (basierend auf Firefox 140 ESR) und bietet Features wie vertikale Tabs und Tab-Gruppen. Der E-Mail-Client Thunderbird wurde auf Version 140.6.0 aktualisiert. Das zugrundeliegende System basiert nun auf dem Linux-Kernel 6.12.63 LTS mit den neuesten Sicherheitsverbesserungen. Zudem wurden Fehler behoben, etwa beim Öffnen verschlüsselter Dateien oder einem Absturz beim Entsperren von VeraCrypt-Volumes.

Strategische Weichenstellungen und Ausblick

Eine bemerkenswerte Änderung in Tails 7.4 ist das Ende des Supports für BitTorrent-Downloads. Das Entwicklungsteam begründet dies mit Sicherheitsbedenken beim alten BitTorrent-v1-Protokoll und den hohen Wartungskosten für einen Wechsel zu v2. Der direkte Download von offiziellen Mirrors sei generell schneller und nun die empfohlene Methode.

Auf GNOME-Seite wurde die App GNOME Software verbessert, um lange Repository-Namen besser anzuzeigen und Probleme mit der Update-Historie auf bestimmten Systemen zu beheben. Der Screenreader Orca (Version 49.5) erhielt ebenfalls mehrere Korrekturen für bessere Barrierefreiheit.

Die Releases spiegeln eine reife Entwicklungsphase wider, in der Stabilität und nutzerorientierte Verbesserungen Vorrang vor radikalen Neuerungen haben. Während GNOME 49.4 für Anfang Februar 2026 geplant ist, läuft die Entwicklung an GNOME 50 bereits – eine kürzlich veröffentlichte Alpha-Version entfernt dabei vollständig die Legacy-X11-Session-Unterstützung. Tails-Nutzer können von neueren Versionen aus ein automatisches Upgrade auf 7.4 durchführen. Die fortlaufende Verfeinerung dieser mächtigen, freien Open-Source-Tools gibt Nutzern weiterhin mehr Kontrolle über ihr digitales Leben.

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