Gmail stellt POP3 und Gmailify ein – Millionen Nutzer müssen umstellen
01.02.2026 - 07:13:12
Google zwingt Millionen Gmail-Nutzer zu einer grundlegenden Änderung ihrer E-Mail-Verwaltung. Der Konzern stellt die Unterstützung für das veraltete POP3-Protokoll und den Dienst „Gmailify“ ein. Diese strategische Kehrtwende betrifft vor allem private Nutzer, die Gmail als zentrale Sammelstelle für mehrere E-Mail-Konten nutzen. Sie müssen jetzt aktiv werden, um weiterhin alle Nachrichten an einem Ort zu empfangen.
Sicherheitsupgrade erzwingt Abschied von alter Technik
Hinter der Entscheidung steckt vor allem ein Sicherheitsimperativ. Das POP3-Protokoll ist ein Relikt aus den Anfangszeiten des Internets und gilt als erhebliches Sicherheitsrisiko. Es überträgt Passwörter oft unverschlüsselt und unterstützt keine modernen Authentifizierungsmethoden wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Die Abschaltung ist somit ein längst überfälliger Schritt, um das gesamte Google-Ökosystem zu modernisieren.
Parallel dazu wird auch „Gmailify“ eingestellt. Dieser Dienst erlaubte es seit 2016, die intelligenten Funktionen von Gmail – wie den KI-Spamfilter oder die automatische Kategorisierung – auf externe E-Mail-Konten anzuwenden. Nutzer verlieren mit der Abschaltung diesen Komfort für ihre Konten bei anderen Anbietern wie Yahoo oder Outlook.
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So wirkt sich die Umstellung für Nutzer aus
Die Änderung trifft vor allem eine Gruppe hart: Private Nutzer, die seit Jahren ein Gmail-Konto als zentrales Postfach für alle ihre anderen E-Mail-Adressen nutzen. Für sie fällt eine gewohnte und bequeme Arbeitsweise weg. Wer nichts unternimmt, wird ab einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr 2026 feststellen, dass keine neuen Nachrichten von externen Konten mehr in Gmail ankommen.
Für Geschäftskunden mit Google Workspace sind die Auswirkungen geringer. Administratoren können für die Migration strukturierter Dienste nutzen. Die aktuelle Maßnahme zielt klar auf die Konsolidierung der Consumer-Dienste ab.
Zwei Alternativen für eine nahtlose Weiterleitung
Google lässt seine Nutzer nicht im Stich und empfiehlt zwei praktikable Wege, um weiterhin alle E-Mails zentral bei Gmail zu sammeln.
- Automatische Weiterleitung einrichten: Dies ist die von Google für die Web-Oberfläche empfohlene Lösung. Nutzer müssen sich direkt bei ihrem externen Provider – etwa GMX, Web.de oder Outlook.com – anmelden und dort eine Regel erstellen, die alle eingehenden Mails automatisch an die eigene Gmail-Adresse weiterleitet. So landet weiterhin alles im gewohnten Posteingang.
- Nutzung der mobilen Gmail-Apps: In den Apps für Android und iOS können weiterhin Konten von Drittanbietern hinzugefügt werden. Hier kommt das moderne und sichere IMAP-Protokoll zum Einsatz, das von der Einstellung nicht betroffen ist. Allerdings werden diese Konten in der App als separate Postfächer geführt und profitieren nicht mehr von den ausgeklügelten Gmailify-Funktionen.
Ein strategischer Schachzug für mehr Bindung
Die Abschaltung ist mehr als ein technisches Update. Sie ist ein strategisches Signal, das die Bindung an das Google-Ökosystem stärken soll. Der Konzern motiviert Nutzer indirekt, sich vollständig auf die nativen Gmail-Funktionen zu verlassen oder externe Konten über die eigenen Apps zu integrieren.
Betroffene Nutzer sollten jetzt handeln. Die Einrichtung einer automatischen Weiterleitung beim jeweiligen E-Mail-Provider ist in der Regel der einfachste Weg, um den gewohnten Komfort zu bewahren und sicherzustellen, dass auch nach der endgültigen Abschaltung im Laufe des Jahres 2026 keine Nachricht verloren geht.
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