Gmail-Filter, Chaos

Gmail-Filter versagt weltweit – Chaos im Posteingang

27.01.2026 - 00:52:12

Eine technische Panne bei Gmail ließ Werbung und Phishing-Mails in Hauptposteingänge gelangen, während legitime Nachrichten falsch markiert wurden. Die Nachwirkungen der Filterstörung sind weiterhin spürbar.

Google bestätigt eine schwere Störung seiner Spam-Filter. Seit Samstagmorgen landeten Werbung und Phishing-Mails im Hauptposteingang, während vertrauenswürdige Nachrichten falsche Warnhinweise bekamen. Der Konzern arbeitet an einer vollständigen Lösung, doch die Nachwirkungen sind noch spürbar.

Postfächer im Ausnahmezustand

Ab Samstag, dem 24. Januar, brach die automatische Sortierung bei Gmail zusammen. Normalerweise verbannt der Dienst Werbung und Newsletter in separate Reiter. Stattdessen überfluteten diese Mails plötzlich den primären Posteingang.

Nutzer berichteten auf Plattformen wie Reddit von einer Flut alter Marketing-E-Mails. Die manuelle Sortierung kostete viel Zeit und überdeckte wichtige Nachrichten. Gleichzeitig funktionierten die Sicherheitswarnungen nicht mehr zuverlässig.

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Falsche Warnungen schaffen Misstrauen

Besonders verunsichernd: Legitime E-Mails von Banken oder Bekannten wurden plötzlich mit grellen Sicherheitsbannern markiert. Diese Falschmeldungen bergen ein langfristiges Risiko.

Sicherheitsexperten warnen vor Warnmüdigkeit. Gewöhnen sich Nutzer an ständige Fehlalarme, klicken sie echte Gefahren später womöglich weg. Die Schutzmechanismen verlieren so ihre Wirkung.

Perfektes Umfeld für Cyberkriminelle

In dem Chaos fielen echte Bedrohungen kaum noch auf. Sicherheitsfirmen wie Check Point Research beobachten, dass Angreifer solche Phasen gezielt ausnutzen.

  • Phishing-Mails schlüpften an den ausgefallenen Filtern vorbei.
  • In der Flut an Nachrichten wurden betrügerische Links leichter übersehen.
  • Googles System, das normalerweise 10 Millionen Spam-Mails pro Minute blockiert, war beeinträchtigt.

Google reagiert – Probleme dauern an

Google bestätigte die Störung am Samstag über sein Workspace Status Dashboard. Das Unternehmen riet Nutzern zu erhöhter Vorsicht. Zwar markierte es das technische Problem in der Nacht zum Sonntag als behoben.

Doch auch am Dienstag sind die Nachwirkungen spürbar. Ein Rückstau bei der Zustellung sorgt für verspätete E-Mails. Die Aufräumarbeiten in den Postfächern werden noch Zeit brauchen.

Was Nutzer jetzt beachten sollten

Experten raten, in den kommenden Tagen besonders misstrauisch zu bleiben. Diese Vorsichtsmaßnahmen sind jetzt entscheidend:

  • Keine Links in verdächtigen Mails anklicken, die Passwörter oder Bankdaten anfordern. Stattdessen die Website des Anbieters direkt im Browser aufrufen.
  • Den Spam-Ordner überprüfen. Durch die Neukalibrierung könnten auch wichtige Nachrichten fälschlich aussortiert worden sein.
  • E-Mails generell sorgfältiger prüfen als gewohnt.

Der Vorfall zeigt, wie abhängig die digitale Kommunikation von funktionierenden KI-Filtern ist. Ihr Ausfall macht die E-Mail-Verwaltung nicht nur mühsam, sondern wird zum Sicherheitsrisiko.

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