Gmail erlaubt erstmals Wechsel der Haupt-E-Mail-Adresse
19.01.2026 - 20:42:12Google beendet eine 20-jährige Ära: Nutzer können ihre primäre @gmail.com-Adresse jetzt ändern, ohne Konto, Daten oder Kontakte zu verlieren. Die am 17. Januar 2026 angekündigte Funktion löst ein jahrzehntealtes Nutzerproblem.
Bisher war der gewählte Gmail-Name ein lebenslanges digitales Schicksal. Wer von einer jugendlichen oder unprofessionellen Adresse wegwollte, musste ein komplett neues Konto anlegen – ein mühsamer Umzug des digitalen Lebens. Diese Zeit ist vorbei. Die neue Funktion wird schrittweise weltweit eingeführt.
Der Clou des Systems: Die alte Adresse wird zu einem permanenten Alias. Alle E-Mails, die dorthin gesendet werden, landen weiterhin im Posteingang des Nutzers. Nichts geht verloren.
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Auch der Zugang zu allen Google-Diensten wie YouTube, Google Maps oder dem Play Store bleibt mit beiden Adressen möglich. Alle bestehenden E-Mails, Google Drive-Dateien, Fotos und gekauften Apps bleiben unberührt. Der Wechsel ist damit bemerkenswert störungsfrei.
So funktioniert der Adress-Wechsel
Google hat die neue Freiheit mit klaren Grenzen versehen, um Missbrauch vorzubeugen. Nutzer dürfen ihre Hauptadresse nur einmal pro Jahr ändern. Insgesamt sind maximal drei Wechsel pro Konto lebenslang möglich.
Ob die Funktion bereits verfügbar ist, prüfen Nutzer in den Google-Kontoeinstellungen unter „Persönliche Info“ im Bereich „E-Mail“. Ist die Option „Google-Konto-E-Mail ändern“ sichtbar, kann ein neuer, noch nicht vergebener Benutzername gewählt werden.
Der Rollout erfolgt phasenweise. Nicht alle Nutzer sehen die Option sofort. Google rechnet damit, dass sie in den kommenden Wochen für alle verfügbar sein wird. Nach einer Änderung kann es bis zu 48 Stunden dauern, bis die neue Adresse über alle Dienste synchronisiert ist.
Mehr Sicherheit durch frische digitale Identität
IT-Sicherheitsexperten begrüßen die Neuerung als wichtigen Schritt für mehr Onlinesicherheit. Primäre E-Mail-Adressen tauchen über die Jahre in unzähligen Marketing-Datenbanken und geleakten Datensätzen auf.
Die Möglichkeit, eine ältere, möglicherweise kompromittierte Adresse beiseitezulegen und auf eine neue für kritische Kommunikation umzusteigen, reduziert die Angriffsfläche für Spam und Phishing. Nutzer erhalten ein praktisches Werkzeug, um ihren digitalen Fußabdruck zu erneuern.
Trend zu nutzerkontrollierter digitaler Identität
Die Änderung holt einen großen Nachteil gegenüber anderen E-Mail-Anbietern auf, die ähnliche Flexibilität schon länger bieten. Sie beantwortet eine der beständigsten Nutzeranfragen der Gmail-Geschichte.
Die unmittelbare Folge wird eine Welle von Nutzern sein, die sich von oft peinlichen Jugend-Email-Adressen verabschieden. Langfristig signalisiert das Update einen Trend: Nutzer erhalten mehr Kontrolle über ihre digitale Identität.
Analysten spekulieren, dass Google weitere Verbesserungen plant, etwa eine „geschützte E-Mail“-Funktion für temporäre Aliases bei Service-Registrierungen. Die Möglichkeit, die primäre Gmail-Adresse zu ändern, ist mehr als eine Bequemlichkeit. Sie ist eine Anerkennung, dass digitale Identitäten nicht statisch sind. Millionen Nutzer können ihr digitales Ich nun endlich an ihr heutiges Leben anpassen.
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