Glimmer, Winzige

Glimmer: Winzige Momente als Gegengift zum Alltagsstress

29.01.2026 - 21:12:12

Die aktive Suche nach kleinen positiven Momenten, sogenannten Glimmern, kann das Nervensystem beruhigen und die psychische Resilienz fördern. Experten sehen darin einen wirksamen Ansatz für mehr Wohlbefinden.

Der bewusste Fokus auf winzige Glücksmomente – sogenannte Glimmer – etabliert sich als wirksame Methode für mehr mentale Widerstandskraft. Im Gegensatz zu Stress-„Triggern“ signalisieren diese Mikromomente dem Nervensystem Sicherheit und fördern Entspannung. Experten sehen in der aktiven Suche nach diesen Augenblicken einen Schlüssel zu mehr Wohlbefinden.

Die Neurowissenschaft der kleinen Freuden

Das Konzept geht auf die Traumatherapeutin Deb Dana und ihr 2018 erschienenes Buch „The Polyvagal Theory in Therapy“ zurück. Es basiert auf der Polyvagal-Theorie, die unsere Stressreaktionen erklärt.
* Trigger aktivieren den Sympathikus – die „Kampf-oder-Flucht“-Reaktion.
* Glimmer stimulieren dagegen den Parasympathikus, unseren „Ruhenerv“.

Diese positiven Signale helfen dem Körper, aus dem Alarmmodus in einen Zustand der Sicherheit zu wechseln. Regelmäßig wahrgenommen, kann diese Praxis das Nervensikum sogar sanft umformen und die Selbstregulation verbessern.

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So finden Sie Ihre persönlichen Glimmer

Glimmer sind höchst individuell. Der eine spürt sie im warmen Sonnenstrahl, die andere im Duft von frischem Kaffee oder im freundlichen Lächeln eines Fremden. Der Schlüssel liegt im bewussten Wahrnehmen.

Psychologen empfehlen diese Techniken, um den Effekt zu kultivieren:
* Alle Sinne schärfen: Achten Sie aktiv auf angenehme Eindrücke – einen schönen Anblick, ein beruhigendes Geräusch oder einen wohltuenden Duft.
* Ein Glimmer-Tagebuch führen: Das tägliche Notieren schärft den Blick für das Positive und schafft eine Ressource für schlechtere Tage.
* Momente teilen: Erzählen Sie von den kleinen Freuden. Das verstärkt ihre Wirkung und festigt soziale Bindungen.

Keine toxische Positivität, sondern neurologische Balance

Wichtig ist die Abgrenzung zur „toxischen Positivität“, bei der negative Gefühle unterdrückt werden. Bei Glimmern geht es nicht darum, Probleme zu ignorieren. Vielmehr soll eine Balance geschaffen und die natürliche Regulationsfähigkeit des Nervensystems unterstützt werden. Bei ernsthaften psychischen Problemen kann die Methode eine Therapie nicht ersetzen, sondern sie höchstens begleiten.

Durch soziale Medien wie TikTok findet das Konzept aktuell starke Verbreitung. In unsicheren Zeiten bietet es einen leicht zugänglichen Ansatz, die eigene psychische Gesundheit proaktiv zu stärken. Geplante Veröffentlichungen wie Deb Danas „Glimmers Journal“ deuten darauf hin, dass die kleine Momente weiter an Bedeutung gewinnen werden.

@ boerse-global.de