Glatteis-Alarm, Balance-Übung

Glatteis-Alarm: Balance-Übung „Liniengang“ als Sturzschutz

04.01.2026 - 22:53:12

Bei extremem Winterwetter empfehlen Experten den "Liniengang" für zuhause. Studien zeigen, dass gezieltes Training das Sturzrisiko um bis zu 40 Prozent senken kann.

Ein massives Wintertief bringt weiten Teilen Deutschlands und Österreichs gefährliches Glatteis und Schneesturm. Gesundheitsbehörden raten Senioren nun dringend vom Verlassen des Hauses ab. Stattdessen empfehlen sie eine einfache Balance-Übung für zuhause: den „Liniengang“.

Unfallchirurgen warnen vor einer Überlastung der Notaufnahmen. Sie fürchten tausende Stürze mit Oberschenkelhals- oder Handgelenksbrüchen, wie in vergangenen Wintern. Die aktuelle Wetterlage mit Temperaturen bis zu minus zwölf Grad und überfrierender Nässe schafft extrem glatte Bedingungen.

Warum der „Liniengang“ jetzt hilft

Die Bundesinitiative Sturzprävention hebt diese Übung als effektive Sofortmaßnahme hervor. Dabei setzt man einen Fuß direkt vor den anderen, als balanciere man auf einer Linie. Diese Bewegung trainiert das Gleichgewicht und simuliert die Instabilität eines glatten Gehwegs – aber in der sicheren Wohnung.

Anzeige

Gerade jetzt, wenn Glatteis droht, kann ein kurzer, klar strukturierter Übungsplan Stürze deutlich reduzieren. Orthopäde Prof. Dr. Wessinghage stellt 17 einfache 3‑Minuten‑Übungen vor, die Balance und Beinmuskulatur stärken – ideal für Senioren, die sicher zuhause trainieren möchten. Der kostenlose PDF‑Report erklärt jede Übung Schritt für Schritt und lässt sich leicht in den Alltag integrieren. So können schon wenige Minuten täglich Ihre Sicherheit auf dem Gehweg verbessern. Gratis-Report mit 17 Wunderübungen jetzt anfordern

Experten empfehlen für heute:
* In der Nähe einer Wand oder Stuhllehne üben.
* 3 bis 4 Durchgänge mit je 10 Schritten vorwärts und rückwärts.
* Langsam und kontrolliert ausführen, nicht schnell.

Studie belegt: Training senkt Sturzrisiko deutlich

Aktuelle Forschungsergebnisse untermauern die Dringlichkeit. Eine Analyse in der Deutschen Zeitschrift für Sportmedizin wertete über 200 Studien aus. Das Ergebnis: Gezielte Balance- und Kraftübungen können die Sturzrate um bis zu 40 Prozent senken.

Interessant ist ein psychologischer Effekt: Die Übung stärkt das Vertrauen in den eigenen Körper. Denn oft stürzen ängstliche Menschen häufiger. Mehr Selbstsicherheit im Gang ist bei Glatteis ein entscheidender Sicherheitsfaktor.

Digitale Helfer und politische Initiativen

Das akute Winterwetter befeuert auch langfristige Trends:
* Gesundheits-Apps zur Ganganalyse verzeichnen steigende Nutzerzahlen. Sie leiten oft zu Übungen wie dem Liniengang an.
* Politische Programme wie „StoppSturz“ wollen Sturzprävention fest in der Pflegeversorgung verankern.
* Fachkongresse planen, das Thema weiter voranzutreiben. Eine große Tagung ist für Juli 2026 in Kassel angesetzt.

Vorsicht vor dem Tauwetter

Meteorologen geben vorerst keine Entwarnung. Zwar deutet sich für die Wochenmitte milderes Wetter an. Doch genau das birgt die nächste Gefahr: Schmelzender Schnee kann nachts zu extrem glattem Überfriereis führen.

Die Empfehlung der Gesundheitsexperten ist klar. Der „Liniengang“ sollte keine Eintagsübung bleiben. Als tägliche Routine bis zum Frühjahr kann er die beste Versicherung gegen einen Sturz auf dem Eis sein.

@ boerse-global.de