Gigabyte, GiMATE

Gigabyte GiMATE: Der KI-Assistent, der mit Ihnen spricht

07.01.2026 - 02:51:12

Gigabyte stellt auf der CES 2026 einen neu gestalteten KI-Assistenten vor, der die Leistungsoptimierung von Gaming-Laptops per Sprachbefehl revolutioniert. Das System läuft komplett auf dem Gerät und soll komplexe Einstellungen in ein natürliches Gespräch verwandeln.

LAS VEGAS — Während sich viele Hersteller auf stille Hintergrund-Optimierung konzentrieren, setzt Gigabyte mit GiMATE auf einen anderen Ansatz: einen digitalen Co-Piloten, mit dem man sprechen kann. Der komplett überarbeitete, on-device KI-Agent wurde am 6. Januar im Rahmen der neuen „Refine & Define“-Philosophie des Unternehmens enthüllt. Er soll die mühsame Feinjustierung von Gaming-Laptops in einen simplen Dialog verwandeln – eine deutliche Abkehr vom Prinzip der „unsichtbaren“ KI.

Das Herzstück der Ankündigung ist die überarbeitete GiMATE-Oberfläche mit einer „Drücken und Sprechen“-Funktion. Nutzer müssen sich nicht mehr durch Untermenüs klicken, um Lüfterkurven oder Übertaktungseinstellungen anzupassen. Stattdessen genügen natürliche Sprachbefehle.

Der Agent, der in die neuen AORUS– und AERO-Laptops integriert ist, nutzt ein fortschrittliches Large Language Model (LLM), das direkt auf dem Gerät läuft. So versteht er kontextbezogene Anfragen, ohne eine Cloud-Server-Abfrage – das spart Latenz und schützt die Privatsphäre.

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Praktisch wird dies beim neuen AI Power Gear III. Bisher erforderte das Umschalten zwischen dedizierter Grafikkarte (für Gaming) und integrierter GPU (für Akkulaufzeit) manuelles Eingreifen oder sogar einen Neustart ins BIOS. GiMATE kann diesen „MUX-Switch“ nun per Sprachbefehl oder über sein streamlined Hub sofort ausführen. Das System verwaltet zudem drei Leistungsprofile intelligent:
* Auto-Modus: Schaltet die dedizierte GPU bei Batteriebetrieb dynamisch ab.
* Optimus-Modus: Balanciert die Leistung für gemischte Workloads.
* Eco-Modus: Schont aggressiv Energie für maximale Laufzeit.

Mehr als Gaming: KI für Coder und Kreative

Gigabyte positioniert GiMATE nicht nur als System-Tuner, sondern als Produktivitäts-Booster für Entwickler und Kreative. Zwei neue Module nutzen die Neural Processing Units (NPUs) der neuesten Prozessoren.

GiMATE Creator integriert nun das Qwen-Image-Modell. Nutzer können so hochwertige Bilder direkt auf dem Laptop aus Text-Prompts generieren. Entscheidend: Die Funktion unterstützt sowohl englische als auch chinesische Eingaben und reflektiert damit die globale Nutzerbasis. Da alles lokal läuft, entfallen Abo-Gebühren und Datenschutzbedenken cloud-basierter KI-Tools.

Für Entwickler bietet das neue GiMATE Coder-Modul einen „Low-Barrier“-Einstieg ins Programmieren. Es generiert, debuggt und optimiert Code auf Basis natürlicher Sprache. Anfänger können so eine benötigte Funktion auf Englisch beschreiben, erfahrene Entwickler komplexe Codebasen schnell iterieren – alles in der lokalen Umgebung.

Die Hardware: Das Flaggschiff AORUS Master 16

Diese Software-Innovationen kommen in einer neuen Flotte leistungsstarker Hardware daher. Das Flaggschiff für GiMATE ist der neue AORUS Master 16. Das Gerät trotzt der Physik mit einem nur 19 mm dünnen Chassis – 17 % schlanker als sein Vorgänger – und beherbergt dennoch Top-Komponenten.

Im Inneren arbeitet der AMD Ryzen 9 9955HX3D mit AMDs 3D V-Cache-Technologie für verbesserte Gaming-Leistung. Die Grafik übernimmt NVIDIAs neu angekündigte GeForce RTX 5090 Laptop GPU aus der Blackwell-Architektur-Familie. Um die immense Hitze dieser Komponenten im schlanken Gehäuse zu beherrschen, setzt Gigabyte auf sein „Windforce Infinity EX“-Kühlsystem, das eine Vapor Chamber mit einem asymmetrischen „Frost Fan“-Design kombiniert.

Für Nutzer, die Workstation-Mobilität benötigen, wird das aktualisierte AERO X16 als „Copilot+ PC“ vermarktet, mit Ryzen AI 400-Serie-Prozessoren, die für nachhaltige KI-Workloads optimiert sind.

Kontext: Der Kampf der KI-Philosophien

Die Ankündigungen auf der CES 2026 offenbaren eine Kluft zwischen den großen PC-Herstellern. Während Gigabyte seiner KI mit GiMATE ein „Gesicht“ gibt, halten Konkurrenten wie HP und Lenovo ihre KI weitgehend unsichtbar.

HPs neu gebrandete HyperX OMEN-Reihe setzt auf „OMEN AI“, eine Suite für Ein-Klick-Optimierung, die leise im Hintergrund Framerate und Leistung justiert. Ähnlich agiert Lenovos „AI Engine+“ in der Legion-Serie als stiller Thermal-Manager, der Leistung dynamisch zwischen CPU und GPU verschiebt – ohne Nutzereingriff.

Gigabyte wettet darauf, dass Enthusiasten mit ihrem System interagieren wollen, aber reibungslos. Indem sie ihrer KI eine Stimme und eine Persönlichkeit geben, versuchen sie, die Lücke zwischen der „Black-Box“-Automatisierung von Konsolen und der granularen, oft mühsamen Kontrolle im PC-Gaming zu schließen.

Branchenanalysten sehen den „On-Device“-Trend als entscheidend für 2026. Da die RTX-50-Serie und die neuesten AMD-/Intel-Chips dedizierte KI-Beschleunigungshardware bieten, bedeutet lokales Ausführen von Assistenten wie GiMATE schnellere Reaktionszeiten und mehr Privatsphäre – ein wichtiges Verkaufsargument für datenbewusste Nutzer.

Ausblick: Die Stimme als neue Schnittstelle

Mit Beginn des Hardware-Zyklus 2026 hängt der Erfolg von GiMATE von der Umsetzung ab. Das Versprechen von „Drücken und Sprechen“ ist verlockend, doch Sprachenschnittstellen hatten in lauten Gaming-Umgebungen historisch mit Zuverlässigkeitsproblemen zu kämpfen.

Falls Gigabytes Implementierung so robust ist wie angekündigt, könnte sie einen neuen Standard für die Interaktion mit Performance-PCs setzen. Weg von Dashboards und Reglern, hin zu einer Zukunft, in der wir unseren Computern einfach sagen, was wir brauchen. Die Features werden vorinstalliert auf den neuen AORUS- und AERO-Laptops erhältlich sein, die später im ersten Quartal 2026 starten. Software-Updates für kompatible ältere Modelle könnten im Laufe des Jahres folgen.

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