Gewerbeimmobilien, Wien

Gewerbeimmobilien: Wien und Steyr setzen 2026 auf Wandel

11.01.2026 - 18:02:12

Der österreichische Gewerbeimmobilienmarkt setzt 2026 auf qualitative Aufwertung statt Flächenwachstum. Wien-Simmering baut nachhaltige Business-Hubs, während Steyr Leerstände aktiv umnutzt.

Der österreichische Gewerbeimmobilienmarkt startet dynamisch ins neue Jahr. Während Wien-Simmering auf nachhaltige Neubauten und grüne Infrastruktur setzt, treibt Steyr die strategische Umnutzung bestehender Flächen voran.

Simmering: Vom Industrie- zum Dienstleistungszentrum

Der 11. Wiener Bezirk erlebt eine massive Aufwertung. Herzstück ist das Green Business Center (GBC) nahe der Grillgasse. Auf 30.000 Quadratmetern entsteht bis 2027 ein moderner Business-Hub mit sieben Gebäuden. Das Projekt der Green Finance Group AG setzt auf Geothermie und Photovoltaik und soll den Bezirk zum Dienstleistungszentrum machen.

Parallel startet dieses Frühjahr die Neugestaltung der Simmeringer Hauptstraße. Geplant sind über 50 neue Bäume und 3.500 Quadratmeter Grünfläche zwischen Litfaß- und Zippererstraße. Für den Einzelhandel verspricht das langfristig mehr Kundenfrequenz.

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Auch gemischte Nutzung gewinnt an Boden: Das Projekt Familienwohnbau in der Hauptstraße 153-155 kombiniert Gewerbeflächen mit Wohnraum und soll im Frühjahr fertig werden. Solche „Mixed-Use“-Konzepte gelten als Antwort auf den Flächenmangel.

Steyr: Leerstände aktiv managen und umnutzen

In der oberösterreichischen Stadt steht die Nachnutzung großer Bestandsflächen im Fokus. Im Zentrum der Diskussionen steht die ehemalige Leiner-Immobilie, die die XXXLutz-Gruppe Ende 2024 gekauft hat. Die Gespräche über eine Revitalisierung des Schlüsselstandorts treten in eine entscheidende Phase.

Gleichzeitig belebt die Stadt die Innenstadt mit Pop-up-Konzepten. Für das geförderte Geschäftslokal „StartPlatz Steyr“ am Standort Zwischenbrücken 1 läuft die Bewerbungsphase. Unternehmer können ihre Konzepte noch bis 25. Januar einreichen, um ab April 2026 risikofrei zu starten.

Ein weiterer Schritt ist die Professionalisierung des Standortmarketings: Innenstadtmanager Ralf Reiter eröffnet am 19. Januar ein neues Büro. Es soll als zentrale Anlaufstelle Leerstände vermeiden, indem es Eigentümer und potenzielle Mieter vernetzt.

Trend: Qualität schlägt reine Flächenexpansion

Die Entwicklungen in beiden Städten spiegeln einen Branchentrend wider. Es geht nicht mehr um bloßes Wachstum, sondern um die qualitative Aufwertung von Standorten.

  • In Simmering zeigt sich das an ESG-konformen Neubauten wie dem Green Business Center.
  • Steyr demonstriert, wie Mittelstädte durch aktives Leerstandsmanagement und die Umnutzung großer Einzelhandelsflächen attraktiv bleiben.

Experten wie die Supernova Gruppe betonen die Bedeutung flexibler Konzepte. Die Zukunft liege in hybriden Standorten, die Handel mit Dienstleistungen oder Gastronomie mischen.

Was kommt 2026?

Die kommenden Monate bringen Klarheit. In Simmering wird der Baustart an der Hauptstraße zum ersten Härtetest, verspricht aber langfristig höhere Immobilienwerte. Alle Augen sind auch auf die ersten Mieter des Green Business Centers gerichtet.

In Steyr wird mit Spannung die Entscheidung über das ehemalige Leiner-Haus erwartet. Ein gemischtes Nutzungskonzept könnte zur Blaupause für ähnliche Objekte in ganz Österreich werden.

Die Botschaft ist klar: Der Stillstand ist vorbei. Sowohl in Wien als auch in den Regionen hat eine Phase der strategischen Neuausrichtung begonnen.

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