Gewerbeimmobilien, Kapital

Gewerbeimmobilien: Kapital kehrt nach 40-Prozent-Preisfall zurück

13.01.2026 - 13:54:12

Nach Preissenkungen von bis zu 40 Prozent fließt wieder Kapital in Gewerbeimmobilien. Fonds und Family Offices nutzen die Gunst der Stunde für Revitalisierungsprojekte im Bestand.

Nach zwei Jahren Stagnation fließt wieder Geld in Gewerbeimmobilien. Massive Preiskorrekturen von bis zu 40 Prozent locken institutionelle Anleger zurück auf den Markt. Die lange Phase der Schockstarre ist vorbei.

Die Preisfindung ist in weiten Teilen abgeschlossen. Das neue Niveau – oft deutlich unter den Höchstwerten von 2021 – mobilisiert jetzt milliardenschweres Kapital. Während teure Neubauprojekte weiter stocken, boomt der Handel mit Bestandsimmobilien.

40 Prozent weniger: Der Realitätsschock wirkt

Der entscheidende Wendepunkt ist die breite Akzeptanz der neuen Bewertungen. Preisabschläge von 30 bis 40 Prozent sind keine Theorie mehr, sondern die Grundlage für neue Deals. Verkäufer unter Liquiditätsdruck akzeptieren die realistischeren Preispunkte.

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  • Betroffen sind vor allem ältere Büroimmobilien in B-Lagen und Einzelhandelsflächen, die unter dem Strukturwandel leiden.
  • Genau hier wittern opportunistische Investoren ihre Chance. Die Strategie lautet: Günstig kaufen und durch Sanierung oder neue Nutzungskonzepte aufwerten.

“Die Zeit der Mondpreise ist vorbei”, konstatieren Marktbeobachter. Eine gesunde Marktbereinigung habe das Risiko für Neueinsteiger spürbar reduziert.

Family Offices und Fonds schlagen zu

Auch international ist der Stimmungsumschwung greifbar. Die Unsicherheit über Zinsen und Bewertungen weicht. Besonders Investoren mit hohem Eigenkapitalanteil nutzen die Gunst der Stunde.

Family Offices und spezielle Immobilienfonds sind weniger abhängig von den hohen Finanzierungskosten. In Metropolen wie New York, Berlin oder Frankfurt füllen sich die Orderbücher wieder. Im Fokus stehen Objekte, die durch die Zinswende in Schieflage geraten sind – deren grundlegende Substanz aber stimmt.

Upcycling statt Abriss: Die Revitalisierungswelle

Nicht alle profitieren gleich stark. Moderne Logistik- und Büroflächen in Top-Lagen bleiben stabil. Die Schnäppchenjagd konzentriert sich auf den sanierungsbedürftigen Bestand.

Experten beobachten eine Welle von “Upcycling”-Projekten. Statt teurem Abriss setzen Investoren auf Revitalisierung. Leerstehende Büros werden zu gemischten Nutzungen oder sogar Wohnraum umgewandelt. Die Nachfrage nach Dienstleistungen für die Bestandsoptimierung steigt spürbar.

Zinswende bringt Planungssicherheit zurück

Die aktuelle Kauflaune hat einen makroökonomischen Hintergrund. Die stabilisierten Inflationsraten und die absehbare Zinspolitik der EZB bringen die nötige Planungssicherheit zurück. Die extreme Volatilität ist vom Markt gewichen.

Viele Ökonomen sehen die Korrektur als notwendige Anpassung an die neue Realität höherer Kapitalkosten. Dass dieser Prozess nun in reale Transaktionen mündet, gilt als klares Zeichen der Bodenbildung.

2026 wird zum Jahr der Deals

Für das laufende Jahr erwarten Experten eine deutliche Zunahme der Marktaktivität. Die Preiskluft zwischen Käufern und Verkäufern hat sich geschlossen. Das zweite Quartal könnte eine Welle von Portfolio-Deals bringen, wenn Banken notleidende Kredite bereinigen.

Die Ära der einfachen Wertsteigerungen ist vorbei. 2026 wird zum Jahr des aktiven Managements. Wer jetzt mit einem Abschlag von 40 Prozent einsteigt und das Know-how für die Transformation mitbringt, könnte die Top-Renditen des nächsten Jahrzehnts einfahren.

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