GESTALT-Programm, Demenzrisiko

GESTALT-Programm bekämpft Demenzrisiko mit Gehen, Spielen, Tanzen

24.01.2026 - 16:01:12

Forscher der FAU entwickeln ein multimodales Präventionsprogramm, das körperliche, geistige und soziale Aktivitäten kombiniert, um das Demenzrisiko bei Menschen ab 60 zu senken.

Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg haben ein innovatives Präventionsprogramm für Menschen ab 60 Jahren entwickelt. Das GESTALT-Programm kombiniert gezielt körperliche, geistige und soziale Aktivitäten, um der Entstehung von Demenz entgegenzuwirken. Der Name steht für “Gehen, Spielen und Tanzen Als Lebenslange Tätigkeiten”.

Ein ganzheitlicher Ansatz gegen körperliche Inaktivität

Im Kern des Programms steht die Bekämpfung eines Hauptrisikofaktors: körperliche Inaktivität. Statt isolierter Übungen setzt GESTALT auf einen multimodalen Ansatz. In Kleingruppen trainieren die Teilnehmer Gleichgewicht und Kraft, lösen kognitive Spiele und bewegen sich zur Musik. Internationale Studien belegen, dass diese Kombination aus physischer, kognitiver und sozialer Stimulation in der Demenzprävention wirksamer ist als einzelne Maßnahmen.

Die Übungen sind speziell für über 60-Jährige konzipiert, die lange inaktiv waren. Der Spaß an der gemeinsamen Aktivität steht im Vordergrund, eine Überforderung soll vermieden werden. Kann ein solches Programm die Prognose von 2,3 Millionen Demenzerkrankten in Deutschland bis 2050 beeinflussen?

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Wissenschaft trifft auf kommunale Praxis

Entwickelt am Institut für Sportwissenschaft und Sport der FAU, wird GESTALT derzeit in mehreren bayerischen Gemeinden eingeführt. Die Finanzierung übernehmen oft gesetzliche Krankenkassen im Rahmen von Präventionsbündnissen. Dieser dezentrale Ansatz stärkt nicht nur die individuelle Gesundheit, sondern auch soziale Netzwerke vor Ort. Die Menschen kommen in der Gemeinschaft zusammen.

Das Programm ist eine direkte Antwort auf den demografischen Wandel. Experten sind sich einig: Regelmäßige körperliche Aktivität kann das Demenzrisiko signifikant senken. Multimodale Programme gelten als besonders vielversprechend, da sie nicht nur das Gedächtnis oder die Konzentration fördern, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden und die Alltagskompetenz steigern.

Ein Modell für die Zukunft der Gesundheitsvorsorge?

Die bisherigen Erfahrungen zeigen das Potenzial gemeindebasierter Angebote. Der Erfolg hängt von nachhaltigen Strukturen und der Vernetzung lokaler Akteure ab. Ziel ist die langfristige Etablierung niedrigschwelliger Programme, die zu einem dauerhaft aktiven Lebensstil motivieren.

Dank seiner flexiblen drei Säulen – Gehen, Spielen, Tanzen – ist das Konzept anpassungsfähig. Es bietet einen freudvollen Weg, Körper und Geist fit zu halten und könnte so zum Vorbild für die breite Anwendung wissenschaftlicher Präventionsstrategien werden.

@ boerse-global.de