Gehirntraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent
14.02.2026 - 21:40:11Eine über 20 Jahre laufende Studie liefert erstmals harte Beweise: Gezieltes computerbasierten Training kann das Demenzrisiko deutlich senken. Die in Alzheimer’s & Dementia veröffentlichten Ergebnisse der sogenannten ACTIVE-Studie markieren einen Wendepunkt in der Demenzprävention.
Das Experiment: 2.000 Senioren, zwei Jahrzehnte
Forscher der vom National Institutes of Health (NIH) finanzierten ACTIVE-Studie verfolgten über 2.000 gesunde Erwachsene über 65 Jahren. Die Teilnehmer wurden in vier Gruppen aufgeteilt: drei erhielten unterschiedliche kognitive Trainings (Gedächtnis, logisches Denken, Verarbeitungsgeschwindigkeit), eine vierte diente als Kontrollgruppe.
Jede Trainingsgruppe absolvierte zunächst zehn Sitzungen à 60–75 Minuten über fünf bis sechs Wochen. Manche Teilnehmer bekamen nach einem und drei Jahren zusätzliche „Booster“-Sitzungen, um die Effekte zu verstärken.
Das Ergebnis ist eindeutig
Nach 20 Jahren zeigte sich: Nur eine Trainingsmethode wirkte wirklich. Bei Teilnehmern, die das „Speed of Processing“-Training absolvierten, entwickelten 40 Prozent eine Demenz – gegenüber 49 Prozent in der Kontrollgruppe. Das entspricht einer Risikoreduktion von 25 Prozent.
Die anderen beiden Trainingsformen (Gedächtnis, logisches Denken) zeigten diesen Effekt nicht. Das ist überraschend und präzise zugleich.
Was ist „Speed of Processing“-Training?
Im Gegensatz zu klassischen Gedächtnisspielen trainiert diese Methode die Fähigkeit, visuelle Informationen unter Zeitdruck schnell zu verarbeiten. Eine typische Übung: Teilnehmer müssen ein Objekt in der Bildmitte erkennen und gleichzeitig ein zweites in der Peripherie lokalisieren – ähnlich wie beim Autofahren.
Mit fortschreitender Zeit werden die Aufgaben komplexer und die verfügbare Zeit kürzer. Das Gehirn muss lernen, effizienter zu arbeiten. Genau dieser Trainingsfokus scheint den langfristigen Schutzeffekt zu erklären.
KI macht Gehirntraining moderner
Während die ACTIVE-Studie mit einfachen Computerprogrammen arbeitete, hat sich die Technologie seither massiv weiterentwickelt. Moderne Apps nutzen künstliche Intelligenz, um das Training zu personalisieren: Der Schwierigkeitsgrad passt sich in Echtzeit an die Leistung an. Der Nutzer wird weder gelangweilt noch überfordert – ein entscheidender Faktor für Erfolg.
KI-Systeme können auch Verhältnismuster analysieren und kognitive Schwachstellen identifizieren. Das ist deutlich smarter als die starren Trainings von vor 20 Jahren.
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Vom umstrittenen Game zur anerkannten Therapie
Der Markt für „Gehirnjogging“-Apps ist ein Milliardengeschäft – doch lange Zeit fehlten harte wissenschaftliche Belege. Kritiker bemängelten: Nutzer werden nur besser im Spiel selbst, nicht im echten Leben.
Die ACTIVE-Studie ändert diese Wahrnehmung grundlegend. Sie zeigt einen konkreten, messbaren Gesundheitsvorteil nach zwei Jahrzehnten. Das erhöht den Druck auf die Branche, sich von reiner Unterhaltung zu wissenschaftlich validierten Programmen weiterzuentwickeln.
Was kommt als nächstes?
Experten erwarten eine Zukunft mit „digitalen Therapeutika“ – Apps, die Ärzte verschreiben und Krankenkassen erstatten könnten. Weitere Forschung kombiniert kognitives Training bereits mit virtueller Realität und Hirnstimulation, um die Effekte zu verstärken.
Mit KI werden solche Werkzeuge nicht nur effektiver, sondern auch motivierender und zugänglicher – für jeden, der seine Gehirngesundheit aktiv schützen möchte.
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