Gehaltsstudie 2026: Berater profitieren, Finanzbranche kühlt ab
16.01.2026 - 17:34:12Für deutsche Fachkräfte in Finanzwesen und Beratung zeichnen sich 2026 getrennte Gehaltswege ab. Während Unternehmensberatungen großzügiger planen, stabilisieren sich die Gehälter im Bankensektor nach den Boomjahren. Spezialwissen wird zum entscheidenden Karriere-Turbo.
Strategieberater können mit 3,3 Prozent plus rechnen
Die deutsche Unternehmensberatungsbranche geht mit Optimismus ins neue Jahr. Laut einer aktuellen Kurzbefragung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) planen 55 Prozent der Firmen Gehaltserhöhungen. Im Schnitt sollen die Festgehälter um 3,1 Prozent steigen. Besonders großzügig zeigen sich die großen Player: 92 Prozent der großen Beratungsgesellschaften wollen die Gehälter anheben. Bei kleinen Beratern mit einem Umsatz bis 250.000 Euro sind es nur 42 Prozent.
An der Spitze der Gehaltsanpassungen steht die Strategieberatung mit einem erwarteten Plus von 3,3 Prozent. Die Organisationsberatung folgt mit 2,8 Prozent. Die Personalplanung der Unternehmen konzentriert sich dabei klar auf erfahrene Consultants. Supportbereiche werden hingegen erstmals zurückgefahren. Die Gehaltsbänder bleiben meist stabil; Erhöhungen finden vor allem an den Obergrenzen statt.
Das Einstiegsgehalt für Berufsanfänger mit weniger als drei Jahren Erfahrung liegt im Schnitt bei 54.500 Euro brutto. Nach zehn Jahren im Job können Berater mit rund 80.000 Euro rechnen.
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Finanzbranche bremst: Nur moderate Anstiege von 3,5 bis 4 Prozent
Im Finanzsektor ist die Ära der großen Sprünge vorerst vorbei. Zwar planen 78 Prozent der Unternehmen für 2026 Erhöhungen, wie die Robert Walters Gehaltsstudie 2026 zeigt. Diese fallen mit 3,5 bis 4 Prozent aber moderat aus und sind oft an den Unternehmensgewinn gekoppelt.
Hier klaffen Erwartung und Realität auseinander. Nur 56 Prozent der Angestellten rechnen überhaupt mit mehr Geld, träumen aber teilweise von unrealistischen sechs Prozent. Gleichzeitig sinkt die Wechselbereitschaft: Nur noch 37 Prozent der Finanzexperten wollen den Job wechseln, verglichen mit 44 Prozent im Vorjahr. Die Folge? Weniger Job-Rotation und ein härterer Kampf um jede Führungsposition.
Doch es gibt lukrative Nischen. Gefragte Spezialisten können weiterhin überdurchschnittlich verdienen:
* Risikomanagement: Median bei 111.500 Euro
* Compliance: Median bei 93.250 Euro
* Finance Manager: Median bei 91.500 Euro
Besonders im Accounting ist die Nachfrage hoch. Ein (Senior) Group Accountant mit drei bis sieben Jahren Erfahrung kann zwischen 75.000 und 95.000 Euro verdienen.
Flexible Arbeit ist wichtig, aber Geld lockt zurück ins Büro
Neben dem Gehalt verschieben sich die Prioritäten. Flexible Modelle und Homeoffice gewinnen an Bedeutung. Doch eine Studie von Robert Half zeigt: 77 Prozent der Finanzfachkräfte wären bereit, für ein höheres Gehalt wieder Vollzeit ins Büro zurückzukehren. Die Vergütung bleibt also zentral, ist aber nicht mehr der alleinige Faktor.
Ein weiterer Trend wird 2026 Karrieren prägen: Künstliche Intelligenz (KI). Im Finanzsektor sehen 60 Prozent der Fachkräfte KI als Chance, nur 13 Prozent als Bedrohung. Rund 39 Prozent planen gezielte KI-Weiterbildungen. Unternehmen, die hier fördern, positionieren sich als attraktive Arbeitgeber.
Fazit: Spezialisierung schlägt Generalistentum
2026 wird das Jahr der Spezialisten. Pauschale Erhöhungen für alle werden seltener. In der Beratung profitieren vor allem erfahrene Strategie- und Organisationsberater. Im Finanzsektor wächst die Kluft zwischen Generalisten und hochspezialisierten Rollen in Risikomanagement, Compliance oder ESG-Reporting.
Die besten Gehaltsaussichten bieten weiterhin branchenstarke Sektoren wie Private Equity, Software, Technologie, Pharma oder Rüstung. Der Schlüssel zum Gehaltserfolg liegt 2026 weniger im Markttrend, sondern in der gezielten Schärfung gefragter Fähigkeiten.
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