Gefälschte, Smartphones

Gefälschte Smartphones: Neue Betrugswelle und digitale Gefahren

12.02.2026 - 02:24:12

Betrüger verkaufen täuschend echte Smartphone-Fälschungen, die mit Spionagesoftware verseucht sind und massive Sicherheitsrisiken für persönliche Daten und Finanzen bergen.

Die Polizei warnt vor einer neuen Wange gefälschter Smartphones. In Purkersdorf verkauften Betrüger angebliche iPhones für 400 Euro, die sich als wertlose Fälschungen entpuppten. Dieser Fall zeigt eine bundesweite Masche, die nicht nur finanziell schadet, sondern auch massive Sicherheitsrisiken birgt.

Fälschungen sind kaum zu erkennen

Heutige Kopien sind täuschend echt. Professionelle Verpackungen, oft sogar eingeschweißt, sollen Käufer von einer Prüfung abhalten. Doch es gibt verräterische Merkmale:
* Das Gewicht oder die Materialqualität fühlt sich anders an.
* Die Software ist meist eine langsame, modifizierte Android-Version, die das Original nur nachahmt.
* Wichtige Funktionen fehlen, die Kameraqualität ist schlecht.

Der entscheidende Check ist die IMEI-Nummer. Sie ist die einzigartige Seriennummer jedes Geräts. Mit dem Code *#06## im Telefonfeld kann man sie anzeigen und mit der Verpackung abgleichen.

Die unsichtbare Gefahr: Vorinstallierte Schadsoftware

Die größte Bedrohung steckt in der Software. Gefälschte Geräte sind oft mit Trojanern und Spyware verseucht, die im Hintergrund persönliche Daten abgreifen. Sicherheitsexperten warnen aktuell vor kommerzieller Spionagesoftware wie „ZeroDayRAT“. Sie ermöglicht Kriminellen die vollständige Fernkontrolle.

Einmal aktiv, kann solche Malware:
* Bankdaten und Passwörter stehlen.
* Kryptowährungs-Wallets leeren.
* Über gefälschte Bankanrufe zur Installation weiterer Schadsoftware tricksten.

Da Fälschungen keine Sicherheitsupdates erhalten, bleiben bekannte Schwachstellen dauerhaft offen – ein leichtes Ziel für Kriminelle.

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So locken die Betrüger ihre Opfer

Die gefälschten Geräte tauchen überall auf: in Online-Kleinanzeigen, auf Social-Media-Marktplätzen, Flohmärkten oder einfach auf der Straße. Die Verkäufer setzen auf zwei Tricks: unschlagbar niedrige Preise und künstlichen Zeitdruck durch Sätze wie „Muss schnell verkaufen“ oder „Ungenutztes Geschenk“.

Nach dem Kauf sind sie oft nicht mehr erreichbar. Eine neue Masche zielt auf Besitzer gesperrter Gebrauchtgeräte: Kriminelle bieten online angebliche IMEI-Entsperrdienste an, kassieren die Gebühr – und verschwinden, ohne die Leistung zu erbringen.

So schützen Sie sich vor dem Betrug

Die Devise lautet: Vorsicht bei Angeboten, die zu gut sind, um wahr zu sein. Verbraucherschützer und Polizei raten zu diesen Schritten:
* Kaufen Sie nur bei autorisierten Händlern – im Fachgeschäft, zertifizierten Online-Shop oder direkt beim Hersteller.
* Testen Sie Gebrauchtgeräte gründlich vor der Bezahlung: Einschalten, IMEI prüfen, Kamera testen, Originalsoftware checken.
* Fordern Sie einen Kaufbeleg – seriöse Verkäufer können eine Originalrechnung vorweisen.
* Treffen Sie sich an sicheren Orten wie der Wohnanschrift des Verkäufers und lassen Sie sich den Ausweis zeigen.

Wer unwissentlich eine Fälschung gekauft hat, sollte umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten.

@ boerse-global.de

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