Gastronomie fordert niedrigere Mehrwertsteuer auf Kaffee und Tee
16.01.2026 - 16:07:12Gastronomieverbände fordern eine Ausweitung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes auf nicht-alkoholische Getränke. Nach der dauerhaften Senkung für Speisen will die Branche nun auch Kaffee und Tee mit nur sieben Prozent besteuern. Sie kritisiert die aktuelle Ungleichbehandlung als bürokratisch und unfair.
Das “Latte-Macchiato-Dilemma” als Symbol
Besonders absurd findet die Branche die Regelung bei Kaffee. Die Steuer hängt vom Milchanteil ab: Ein schwarzer Kaffee wird mit 19 Prozent besteuert, ein Milchkaffee mit hohem Milchanteil kann mit sieben Prozent belegt sein. Diese Unterscheidung sorgt für enormen bürokratischen Aufwand bei der Kalkulation und Kassensystem-Programmierung. Die Forderung lautet: Alle Heißgetränke einheitlich besteuern.
Wirtschaftliche Entlastung im Fokus
Die angespannte Lage vieler Betriebe treibt die Forderung an. Trotz erholter Umsätze kämpfen Gastronomen mit hohen Kosten für Energie, Personal und Lebensmittel. Eine niedrigere Steuer auf Getränke, die einen großen Umsatzanteil ausmachen, soll finanzielle Spielräume schaffen.
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- Für Gäste: Die Entlastung könnte helfen, die Preise stabil zu halten.
Die Verbände argumentieren, dies sei nötig, um den Restaurantbesuch für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich zu erhalten.
Politisches Momentum nach erstem Erfolg
Der Vorstoß folgt direkt auf den politischen Erfolg der Branche. Seit Januar gilt für Speisen dauerhaft der ermäßigte Steuersatz von sieben Prozent. Diesen Schwung will die Gastronomie nun nutzen, um ein langjähriges Ärgernis zu beseitigen.
Doch der Widerstand ist vorprogrammiert. Finanzpolitiker und Ökonomen warnen vor erheblichen Mindereinnahmen für den Staatshaushalt. Kritiker fragen: Geht die Subventionierung einer Branche zu Lasten aller? Und ist garantiert, dass die Ersparnis wirklich bei den Gästen ankommt?
Die Debatte über diesen klassischen Konflikt zwischen Wirtschaftsförderung und Steuergerechtigkeit steht erst am Anfang.
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