Garmi, TUM-Roboter

Garmi: TUM-Roboter soll Pflege-Engpass lindern

22.01.2026 - 16:51:12

Die Technische Universität München (TUM) stellt einen neuen Pflege-Roboter vor, der Senioren mehr Selbstständigkeit ermöglichen soll. „Garmi“ kombiniert hoch entwickelte Sensorik mit künstlicher Intelligenz und soll so zu einem vielseitigen Alltagshelfer werden. Die Entwicklung aus Bayern könnte eine Antwort auf den akuten Fachkräftemangel in der Pflege sein.

Präsentiert wurde der humanoide Roboter im Garmischer Forschungszentrum. Er ist das Ergebnis einer engen Kooperation zwischen dem Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI) und dem Munich Design Institute. Das Ziel ist klar: Hightech aus dem Labor soll praktische Lösungen für die größten gesellschaftlichen Herausforderungen liefern. Garmi soll nicht nur funktionieren, sondern auch von den Menschen akzeptiert werden – eine Grundvoraussetzung für den Einsatz in Pflegeheimen oder Privathaushalten.

Ein Roboter mit Sinn für seine Umgebung

Die neue Generation des Roboters ist für Stabilität und intuitive Interaktion konzipiert. Auf einer mobilen Plattform kann er sich frei bewegen, seine Höhe anpassen und mit zwei Armen Objekte handhaben. Ausdrucksstarke Augen sollen ihn sympathischer wirken lassen.

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Das Herzstück ist jedoch sein Sensorsystem. Kameras auf Augenhöhe erfassen die Umgebung, ein Lidar-Sensor in Beinhöhe scannt ständig den Boden für Hindernisse. Diese Technik ermöglicht sicheres Navigieren zwischen Möbeln und Menschen. Künftige Updates sollen 3D-Kameras für präzisere Bewegungsabläufe bringen. Ein großer Bildschirm an der Brust dient als Kommunikationsschnittstelle.

KI versteht Absichten, nicht nur Befehle

Der größte Fortschritt liegt in der künstlichen Intelligenz. Unter der Leitung von Forscher Alexander König wurde eine Plattform entwickelt, die Garmi zu echtem, autonomem Handeln befähigt. Der Roboter versteht komplexe Sprachbefehle, erstellt selbstständig einen Plan und führt mehrstufige Aufgaben aus.

So kann er auf die Bitte um ein Getränk reagieren: Er navigiert in die Küche, identifiziert das richtige Glas, greift es und bringt es zur Person. Das ist ein Quantensprung gegenüber früheren Versionen, die bereits telemedizinische Untersuchungen oder Reha-Übungen unterstützen konnten. Die KI interpretiert die Absicht des Nutzers – und wird so vom Werkzeug zum Helfer.

Geriatronik: Mehr als nur Technik

Garmi ist ein Leuchtturmprojekt der Geriatronik, die Geriatrie mit Robotik und KI verbindet. Die Zusammenarbeit mit Designern unterstreicht die Philosophie der TUM: Ein Pflegeroboter muss technisch brillant und psychologisch akzeptabel sein. Er soll als hilfsbereiter Begleiter wahrgenommen werden.

Diese Herangehensweise ist entscheidend. Angesichts des demografischen Wandels und des Pflegenotstands in Deutschland sollen solche Roboter Lücken schließen. Sie ersetzen keine menschlichen Pflegekräfte, sondern entlasten sie. Garmi kann repetitive oder körperlich anstrengende Aufgaben übernehmen. Das gibt dem Personal Zeit für soziale und emotionale Aspekte der Betreuung. Nächster Schritt sind Praxistests in unvorhersehbaren Alltagssituationen mit Partnern wie der Caritas.

Ein globaler Trend mit bayrischer Prägung

Mit Garmi positioniert sich die TUM an der Spitze eines weltweiten Trends zur intelligenten Automatisierung im Gesundheitswesen. Auf der CES 2026 wurden zahlreiche „AgeTech“-Innovationen präsentiert – von KI-Monitoringsystemen bis zu Mobilitätshilfen. Der Bedarf ist enorm: Prognosen sagen einen massiven Mangel an Pflegekräften im kommenden Jahrzehnt voraus.

Bis zur Serienreife wird es jedoch noch Jahre der Entwicklung brauchen. Aktuell arbeiten die Forscher an der Feinmotorik der Roboterhände und an Sicherheitsprotokollen für die physische Interaktion mit Menschen. Langfristig versprechen Assistenzroboter wie Garmi, die Altenpflege grundlegend zu verändern. Sie könnten helfen, Würde, Selbstständigkeit und Lebensqualität im Alter zu bewahren.

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