Gardia, Millionen

Gardia sichert 8,5 Millionen Euro für KI-Notfallsystem

05.02.2026 - 15:31:12

Das deutsche Healthtech-Startup Gardia erhält frisches Kapital für sein smartes Notfallsystem, das Stürze automatisch erkennt und ohne Smartphone funktioniert, um die wachsende Pflegelücke zu schließen.

Ein deutsches Healthtech-Startup schließt eine Finanzierungsrunde ab, um sein KI-gesteuertes Notfallsystem für Senioren zu skalieren. Das Ziel: Mehr Sicherheit und Selbstständigkeit für eine alternde Gesellschaft.

Die 8,5 Millionen Euro aus der Series-A-Runde werden von dem europäischen Venture-Capital-Geber Peak angeführt. Neue Investoren sind amberra, das Corporate Venture Studio der Genossenschaftlichen FinanzGruppe, und der Accelerator butterfly & elephant. Bestandsinvestoren wie BONVENTURE, Dieter von Holtzbrinck Ventures und der Gesundheitsgeräte-Hersteller Beurer beteiligten sich erneut. Das Kapital soll das Wachstum im DACH-Raum beschleunigen, die internationale Expansion vorantreiben und B2B-Partnerschaften im Gesundheitswesen stärken.

Eine Lücke im Pflegesystem schließen

Das Herzstück von Gardia ist ein diskretes Notfall-Armband. Seine KI erkennt Stürze automatisch – sowohl in den eigenen vier Wänden als auch unterwegs. Ein entscheidender Vorteil: Das Gerät benötigt kein gekoppeltes Smartphone. Damit adressiert das Startup aus Soest in Nordrhein-Westphalen eine der größten Gefahren für ältere Menschen. Ein verspäteter Hilferuf nach einem Sturz kann schwere Verletzungen und langfristige Pflegebedürftigkeit nach sich ziehen.

„Viele bestehende Notrufsysteme sind stigmatisierend oder im Alltag zu umständlich“, sagt Mitgründer und CEO Marlon Besuch. Gardias Ansatz sei es, eine technisch überlegene Lösung zu schaffen, die Nutzer gerne und konsequent tragen. Die gesamte Technologie – Hardware, Software und die KI zur Sturzerkennung – entwickelt das Unternehmen in Eigenregie. So kann die Erkennung präzise auf die Bewegungsmuster älterer Erwachsener abgestimmt werden, was Fehlalarme reduziert. Im Ernstfall lokalisiert eine Kombination aus GPS, Mobilfunk, WLAN und Bluetooth den Nutzer und leitet den Notruf an die 24/7-Notrufzentrale von Bosch weiter.

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Ein Markt im demografischen Wandel

Die Investition kommt zu einer Zeit, in der Europa vor einer massiven demografischen Herausforderung steht. In der EU sind bereits etwa 97 Millionen Menschen 65 Jahre oder älter. Bis Mitte der 2030er-Jahre dürften es über 110 Millionen sein. In Deutschland lebt ein Großteil der Senioren im eigenen Zuhause. Diese Präferenz trifft auf einen wachsenden Mangel an Pflegekräften – und erhöht so die Nachfrage nach Lösungen für ein sicheres, selbstbestimmtes Leben.

Gardia, 2019 von Marlon Besuch und Michael Hummels gegründet, positioniert sich genau in dieser Lücke. Das Unternehmen mit inzwischen über 30 Mitarbeitern kombiniert Besuchs Expertise in Healthtech und Finance mit Hummels‘ profundem Wissen in Embedded Systems und KI. Ihr Ansatz: eine nutzerzentrierte und technologisch robuste Plattform.

Wettbewerb mit Smartwatch und Hausnotruf

Der Markt für Sicherheitstechnologien im Alter entwickelt sich rasant. Gardia konkurriert mit zwei Seiten: Einerseits mit Alltags-Wearables wie Smartwatches, die inzwischen oft eine Sturzerkennung integrieren. Andererseits mit klassischen Hausnotrufsystemen, die häufig ortsgebunden sind. Der entscheidende Unterschied des Gardia-Armbands liegt im dedizierten Design. Die bis zu 21 Tage lange Akkulaufzeit und der Verzicht auf ein Smartphone sollen die Akzeptanz und konstante Nutzung in der Zielgruppe erhöhen.

Investoren erkennen das Potenzial dieses wachsenden Marktes. Globale Prognosen sehen für intelligente Überwachungssysteme im Seniorenbereich ein signifikantes Wachstum voraus. Getrieben wird es von der alternden Bevölkerung und Fortschritten bei IoT und KI, die eine präventivere Betreuung ermöglichen.

Expansion und Integration in die Pflegelandschaft

Mit dem frischen Kapital plant Gardia eine beschleunigte Wachstumsphase. Der Fokus liegt zunächst auf der Skalierung im DACH-Raum. Anschließend soll die Technologie in andere europäischen Märkte expandieren, die ähnliche demografische Herausforderungen meistern müssen.

Strategisch wichtig ist zudem der Ausbau der B2B-Partnerschaften. Das Unternehmen will seine Lösung enger mit professionellen Pflegediensten, Seniorenresidenzen und Gesundheitssystemen verzahnen. Die Vision: Das KI-gesteuerte Wearable wird zu einem festen Bestandteil des Pflege-Ökosystems. Es soll mehr Unabhängigkeit ermöglichen und gleichzeitig Sicherheit geben – für die Nutzer selbst und für ihre Angehörigen.

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