Futury Capital mobilisiert 47 Millionen Euro für Start-ups in Südwestdeutschland
15.01.2026 - 12:53:12Frankfurt am Main – Ein neuer Venture-Capital-Fonds soll die Innovationskraft in drei Bundesländern stärken. Die Frankfurter Futury Capital hat ihren Futury Fonds III mit 47 Millionen Euro geschlossen – sieben Millionen mehr als geplant. Das Besondere: Hinter dem Fonds steht ein länderübergreifendes Bündnis aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.
Ein neuer Maßstab für Public-Private-Partnerships
Der erfolgreiche Abschluss des Fonds setzt einen neuen Standard für öffentlich-private Partnerschaften in der deutschen Innovationsfinanzierung. Neben den drei Bundesländern beteiligen sich die Förderbank KfW Capital und über 45 private Investoren, darunter der Bau- und Dienstleistungskonzern Goldbeck. Die Überzeichnung des Fonds wertet Futury Capital als starkes Vertrauenssignal in das Technologie-Potenzial der Region – trotz der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Beobachter sehen in diesem Modell ein seltenes Beispiel gelungener länderübergreifender Kooperation. Statt um lokale Gründer zu konkurrieren, bündeln die Regionen ihre Ressourcen und schaffen so einen gemeinsamen Investitionsraum.
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Fokus auf regionale Wertschöpfung
Die Strategie des Fonds zielt darauf ab, das Innovations-Ökosystem in Südwestdeutschland zu stärken. Der Schwerpunkt liegt auf technologieorientierten Start-ups aus der Region, auch wenn pan-europäische Investitionen möglich sind. Gefördert werden skalierbare Geschäftsmodelle, die den wirtschaftlichen Wandel vorantreiben können.
Eine zentrale Rolle spielt die Zusammenarbeit mit den durch das Bundeswirtschaftsministerium anerkannten Gründungsfabriken Futury und SouthwestX. Sie dienen als Pipeline für Dealflow und fördern die strukturelle Kooperation zwischen Hochschulen, etablierten Konzernen und Gründern. Das Kapital soll sowohl für Neugründungen als auch für Wachstumsphasen bestehender Unternehmen eingesetzt werden. Ziel ist es, die innovative Wertschöpfung in der Region zu halten und einer Abwanderung von Talenten in Metropolen wie Berlin oder München entgegenzuwirken.
Politisches Bündnis gegen stagnierende Forschungsausgaben
Die politische Prominenz der Unterstützer unterstreicht die strategische Bedeutung des Fonds. Die Ministerpräsidenten aller drei Länder – Boris Rhein (Hessen), Alexander Schweitzer (Rheinland-Pfalz) und Anke Rehlinger (Saarland) – betonten die Notwendigkeit des Bündnisses für die künftige Wettbewerbsfähigkeit.
Das koordinierte Vorgehen kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Eine aktuelle Analyse der KfW Research zeigt, dass Deutschland bei den Forschungs- und Entwicklungsausgaben im internationalen Vergleich zurückfällt. Während Länder wie Südkorea und die USA ihre Investitionen erhöhen, stagnieren die deutschen Ausgaben seit 2019 inflationsbereinigt. Der Futury Fonds III gilt daher als wichtige Gegenmaßnahme, um die regionale Innovationskraft zu revitalisieren.
„Smart Money“ von etablierten Industriepartnern
Die erfolgreiche Mobilisierung von Privatkapital, insbesondere von Family Offices und Industriepartnern wie Goldbeck, deutet auf eine Stimmungsänderung im deutschen Wagniskapitalmarkt hin. Trotz geopolitischer Unsicherheiten sucht privates Vermögen zunehmend Exposure in dieser Assetklasse.
Das Engagement etablierter Industrieunternehmen bietet Start-ups mehr als nur Kapital: Es eröffnet Zugang zu Märkten, Mentoring und strategischen Partnerschaften. Dieser „Smart Money“-Ansatz soll die Kommerzialisierung von akademischer Forschung und Deep-Tech-Lösungen aus den regionalen Hochschulen beschleunigen.
Blaupause für andere Regionen?
Mit dem fest zugesagten Kapital beginnt nun die operative Phase des Fonds. Das Management wird potenzielle Investitionen aus den Futury- und SouthwestX-Programmen prüfen, mit besonderem Augenmerk auf Branchen, die zu den industriellen Stärken der beteiligten Länder passen – wie Industrie 4.0, Software und Nachhaltigkeitstechnologien.
Für Gründer in den drei Bundesländern verbessert sich der Zugang zu Seed- und Series-A-Finanzierungen spürbar. Langfristig könnte dieses länderübergreifende Modell zur Blaupause für andere Regionen in Deutschland werden. Es würde zeigen, wie sich der Föderalismus nutzen lässt, um im globalisierten Markt wettbewerbsfähige Investitionsvehikel zu schaffen. Die Frage ist: Kann das Bündnis 47 Millionen Euro Kapital tatsächlich in nachhaltiges Wirtschaftswachstum und Jobschaffung über Landesgrenzen hinweg verwandeln?
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