Fujitsu, Plattform

Fujitsu startet Plattform für souveräne KI

02.02.2026 - 00:21:11

Fujitsu lanciert eine geschlossene KI-Plattform, die Unternehmen volle Datensouveränität bietet. Erste Tests in Japan und Europa starten im Februar, der kommerzielle Launch ist für Juli 2026 geplant.

Fujitsu bringt eine neue Unternehmensplattform für generative KI auf den Markt, die volle Datensouveränität verspricht. Erste Tests starten noch im Februar in Japan und Europa.

Die Lösung soll Unternehmen die komplette Kontrolle über den KI-Lebenszyklus in einer geschlossenen, privaten Umgebung geben. Der Schritt kommt zu einer Zeit, in der Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Sicherheit bei der Nutzung öffentlicher KI-Dienste wachsen. Besonders für streng regulierte Branchen wie Finanzen oder Gesundheitswesen könnte das Angebot attraktiv sein.

Digitale Festung für Unternehmensdaten

Kern des Angebots ist das Konzept der „souveränen KI“. Unternehmen können die Plattform entweder auf eigenen Servern oder in einem dedizierten Fujitsu-Rechenzentrum betreiben. Diese geschlossene Umgebung soll ein digitales Bollwerk gegen Datenlecks bilden und komplexe Fragen der Datenhoheit bei Public-Cloud-Diensten umgehen.

Viele Firmen scheitern bislang am Fachkräftemangel und der hohen Komplexität von KI-Projekten. Fujitsu will diese Hürden mit einer integrierten Lösung senken. Die Plattform bündelt die Server-Serie PRIMERGY, die „Private GPT“-Technologie und Komponenten des bestehenden „Kozuchi“-KI-Angebots. Das Ziel: Unternehmen sollen KI auch ohne umfangreiches Vorwissen im eigenen Haus einsetzen können.

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Eingebaute Sicherheit und Kontrollmechanismen

Datenschutz braucht robuste Sicherheit. Daher hat Fujitsu eine Reihe von Schutztechnologien direkt in die Architektur integriert. Ein Schwachstellen-Scanner erkennt mehr als 7.700 bekannte Angriffsmuster. Zudem sorgen automatische „Guardrails“ (Schutzschienen) für Sicherheit im Betrieb.

Diese Schutzeinrichtungen erkennen und unterdrücken in Echtzeit bösartige Aktivitäten – wie etwa Prompt-Injection-Angriffe, bei denen KI-Ausgaben manipuliert werden sollen. Sie verhindern auch unangemessene oder unerwartete Antworten der KI. Durch die Automatisierung von Regelwerk und Anwendung soll ein stabiler Betrieb gewährleistet werden.

KI-Entwicklung für alle Teams

Um die Entwicklung von KI-Anwendungen zu beschleunigen, setzt die Plattform auf Low-Code- und No-Code-Frameworks. Damit können auch Fachabteilungen ohne tiefe Programmierkenntnisse KI-Agenten konfigurieren. Das soll den Innovationszyklus deutlich verkürzen.

Für die Zukunft plant Fujitsu, die Plattform auch für KI-Anwendungen am Netzwerk-Rand und in physischen Systemen verfügbar zu machen. Das langfristige Ziel ist eine einheitliche, sichere KI-Basis für verschiedenste Einsatzszenarien – vom Rechenzentrum bis zur Fabrikhalle.

Marktchancen im regulierten Umfeld

Fujitsu tritt in einen hart umkämpften Markt für Unternehmens-KI ein. Während große Cloud-Anbieter wie AWS, Microsoft Azure und Google Cloud ebenfalls private KI-Lösungen anbieten, setzt der japanische Konzern auf einen ganzheitlichen Ansatz aus eigener Hardware, KI-Modellen und Sicherheit.

Dies könnte vor allem bei Großunternehmen in Europa punkten. Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und spezifische Vorgaben für kritische Infrastrukturen machen Datensouveränität oft zur Pflicht. Die erste Testphase in Japan und Europa – zwei der strengsten regulatorischen Märkte – wird daher aufmerksam verfolgt werden.

Nach den Testläufen ab diesem Monat ist der vollständige kommerzielle Start für Juli 2026 geplant. Die Nachfrage nach sicheren, kontrollierbaren KI-Lösungen wächst. Fujitsu will mit seiner Plattform eine definitive Antwort auf das Dilemma zwischen KI-Innovation und Datensicherheit liefern.

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