Aktien, Frankfurt

Aktien Frankfurt Ausblick: Dax bei 25.000 Punkten vor kleinem Rückschlag

10.02.2026 - 08:20:27

Für den Dax DE0008469008 bahnt sich am Dienstag ein weiteres Ringen um die 25.000-Punkte-Marke an.

Zu Wochenbeginn war der deutsche Leitindex im späten Handel über die Tausendermarke gestiegen, doch nun dürfte diese mit einem schwächeren Start auf der Kippe bleiben. Der X-Dax DE000A0C4CA0 signalisierte eine Stunde vor dem Xetra-Start einen 0,1 Prozent niedrigeren Auftakt bei 24.985 Punkten. Eine weitere Annäherung an das Rekordhoch von 25.507 Punkten aus dem Januar würde damit zunächst nicht gelingen.

Aus bleibt am Dienstag der internationale Rückenwind, denn nach dem europäischen Handelsende ging den US-Indizes etwas der Schwung aus, der den Dax am Montag im Nachmittagshandel noch mitgetragen hatte. In Asien konzentrierten sich Kursgewinne vor allem auf den Handel in Tokio, der noch vom Sondereffekt des Wahlsiegs der Liberaldemokraten geprägt war. Dass der Nikkei-225 XC0009692440 JP9010C00002 dort das nächste Rekordhoch erreichte, hilft dem deutschen Leitindex jedoch nicht weiter.

Am Markt hieß es, dass die Anleger am Tag vor dem US-Arbeitsmarktbericht zunächst eine kleine Warteschleife fliegen könnten. An den tonangebenden US-Börsen hat der Dow Jones Industrial US2605661048 schließlich eine Rekordjagd bis über die 50.000-Punkte-Marke hinter sich. Auch der marktbreite S&P 500 US78378X1072 ist in Lauerstellung, seine Bestmarke zu toppen. Am Dienstag schon könnten Impulse dazu von den Zahlen zu den US-Einzelhandelsumsätzen kommen, die das wichtige Weihnachtsgeschäft widerspiegeln.

Keine positiven Impulse kommen am Dienstag von zwei Unternehmen mit Zahlenvorlagen. Bei Teamviewer DE000A2YN900 ging es vorbörslich um mehr als sechs Prozent bergab in Richtung Rekordtief, weil der Anbieter von Fernwartungssoftware einen vorsichtigen Ausblick auf das neue Jahr abgegeben hatte.

Der Reisekonzern Tui DE000TUAG505 stand zuletzt mit einem Hoch seit 2023 besser da, doch hier bahnen sich ein Abschlag von zwei Prozent Gewinnmitnahmen an. Der operative Gewinn konnte zwar im ersten Geschäftsquartal gesteigert werden, der Umsatz aber nicht. Auch die Aussagen zur aktuellen Buchungsentwicklung für die wichtige Sommersaison seien mau, hieß es von Händlerseite.

Ansonsten rückten unternehmensseitig einmal mehr Analystenkommentare in den Mittelpunkt. Gestrichene Kaufempfehlungen gab es von der UBS für die beiden United-Internet-Töchter 1&1 DE0005545503 und Ionos DE000A3E00M1 sowie von der Citigroup für Nordex DE000A0D6554. Nach gutem Lauf strich außerdem die Berenberg Bank ihr "Buy" für Eon DE000ENAG999. Die vier Werte bewegten sich vorbörslich mit bis zu drei Prozent im Minus.

Etwas optimistischer wird dagegen Goldman für einige zyklisch geprägte Chemiewerte - mit frischen Kaufempfehlungen, die Evonik DE000EVNK013 und Symrise DE000SYM9999 vorbörslich mit bis zu 4,3 Prozent ins Plus hievten. Ein frisches "Buy" von Jefferies kommt außerdem bei den Aktionären des Halbleiterausrüsters Aixtron DE000A0WMPJ6 gut an.

@ dpa.de