Fünf Gemüsesorten: Roh ein gefährlicher Trend
27.12.2025 - 10:52:11Verbraucherschützer warnen vor Gesundheitsrisiken durch rohe Kartoffeln, Bohnen und Pilze. Die natürlichen Gifte können zu Vergiftungen führen und werden erst durch Kochen zerstört.
Rohes Gemüse kann giftig sein. Verbraucherschützer warnen eindringlich vor fünf Sorten, die nur gekocht auf den Teller gehören.
Gerade nach den Feiertagen setzen viele auf leichte Kost und Rohkost. Doch was gesund erscheint, birgt Risiken. Experten des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und der Verbraucherzentralen mahnen zur Vorsicht. Ihre aktuelle Botschaft: Einige heimische Gemüse sind roh eine Gefahr für die Gesundheit.
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Kartoffeln und Auberginen: Die Solanin-Falle
Besonders Nachtschattengewächse wie Kartoffeln und Auberginen stehen im Fokus. Sie enthalten das natürliche Gift Solanin, das die Pflanze schützt.
* Kartoffeln: Das Gift sammelt sich in der Schale, den Augen und Keimen. Grüne Stellen sind ein klares Warnsignal. Falsche Lagerung – zu warm oder zu hell – treibt den Gehalt in die Höhe.
* Auberginen: Moderne Züchtungen sind zwar weniger belastet, doch unreife Früchte enthalten besonders viel Solanin und Bitterstoffe.
Solanin ist hitzestabil, aber wasserlöslich. Die klare Empfehlung lautet: Immer gut durchgaren und das Kochwasser wegschütten. Roh verzehrt, können schon kleine Mengen zu Übelkeit, Kopfschmerzen und Erbrechen führen.
Grüne Bohnen: Schon wenige sind lebensgefährlich
Noch gravierender ist die Lage bei grünen Bohnen. Sie enthalten Phasin, ein Eiweiß, das für Menschen hochgiftig ist. Dieses Lektin lässt die roten Blutkörperchen verklumpen und behindert so den Sauerstofftransport.
Bereits fünf bis sechs rohe Bohnen können bei einem Kind zu schweren Vergiftungen mit blutigen Durchfällen führen. Der einzige Schutz: Hitze. Phasin wird beim Kochen zerstört. Bohnen müssen daher mindestens 10 bis 15 Minuten sprudelnd gekocht werden. Auch hier gilt: Das Wasser nicht weiterverwenden.
Rhabarber und Wildpilze: Die versteckten Gefahren
Auch bei anderen beliebten Lebensmitteln lauern Risiken:
* Rhabarber enthält viel Oxalsäure. Diese kann in hohen Dosen die Nieren schädigen und die Aufnahme von Calcium blockieren. Kochen reduziert den Säuregehalt. Kombiniert mit milchhaltigen Produkten wie Quark wird die Säure zusätzlich neutralisiert.
* Wildpilze wie Hallimasch oder Perlpilz sind roh giftig. Erst gründliches Erhitzen – mindestens 15 bis 20 Minuten – zerstört die hitzeempfindlichen Toxine. Roh verursachen sie heftige Magen-Darm-Beschwerden.
Warum das Thema jetzt aktuell ist
Der anhaltende „Raw Food“-Trend und mehr Eigenanbau lassen das Wissen um korrekte Zubereitung schwinden. Die aktuellen Warnungen sind eine Reaktion auf vereinzelte Vergiftungsfälle. Im Gegensatz zu bakteriellen Belastungen stecken diese Gifte in der Pflanze selbst. Hier schützt nicht Hygiene, sondern nur ausreichendes Erhitzen.
Für das kommende Jahr erwarten Beobachter schärfere Kennzeichnungspflichten. Apps und digitale Helfer zur Lebensmittelsicherheit könnten an Bedeutung gewinnen. Bis dahin bleibt der beste Rat: Bohnen, Kartoffeln und Pilze gehören in den Topf – nicht in den Rohkostteller.
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