Führerschein-Reform, Digitaler

Führerschein-Reform: Digitaler Ausweis und günstigere Ausbildung geplant

30.01.2026 - 08:42:12

Der Bundesrat berät heute über eine umfassende Modernisierung des Führerscheinerwerbs. Eine sächsische Initiative will Ausbildung und Prüfung digitalisieren und entlasten, während die Bundesregierung parallel den digitalen Führerschein aufs Smartphone bringt. Für Millionen künftige Autofahrer könnte der teure und bürokratische Prozess damit einfacher werden.

In seiner Sitzung befasst sich die Länderkammer mit einem Antrag aus Sachsen. Ziel ist es, den Weg zum Führerschein schneller, digitaler und erschwinglicher zu machen. Die Debatte trifft einen Nerv: Die Kosten für die Fahrerlaubnis sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, Wartezeiten bei Behörden und Prüfungen sind oft lang. Mobilität dürfe keine Frage des Geldbeutels sein, argumentieren die Initiatoren – besonders im ländlichen Raum.

Der konkrete Vorschlag sieht mehrere Hebel vor. Ein zentraler Punkt ist die stärkere Nutzung digitaler Lernangebote für die theoretische Ausbildung. Das soll Flexibilität erhöhen und potenziell Kosten senken. Zudem sollen die Prüfungsabläufe effizienter gestaltet werden, um Wartezeiten zu verkürzen. Langfristig werden auch finanzielle Entlastungsmodelle geprüft, wie die steuerliche Absetzbarkeit der Kosten oder direkte Zuschüsse. Der Antrag wird nach der ersten Debatte in die Fachausschüsse des Bundesrates überwiesen.

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Doch wann würden angehende Fahrer konkret profitieren? Die Initiatoren warnen vor zu hohen Erwartungen an ein schnelles Tempo. Wesentliche Änderungen, die zu spürbaren Kostensenkungen führen, werden frühestens für 2027 erwartet. Der Gesetzgebungsprozess und die technische Umsetzung brauchen Zeit.

Parallelprojekt: Digitaler Führerschein für Ende 2026 geplant

Unabhängig von der Ausbildungsreform treibt die Bundesregierung ein eigenes Digitalisierungsprojekt voran: den digitalen Führerschein auf dem Smartphone. Bereits im November 2025 hat das Kabinett einen entsprechenden Gesetzesentwurf beschlossen. Das Ziel ist eine nationale Lösung bis Ende 2026.

Der digitale Nachweis soll den Alltag erleichtern – etwa bei Carsharing oder der Anmietung eines Fahrzeugs. Er ist als Ergänzung zum physischen Kartenführerschein gedacht, der weiterhin gültig bleibt. Mit diesem Schritt positioniert sich Deutschland proaktiv in Europa, wo eine einheitliche EU-Lösung erst um 2030 erwartet wird. Der Entwurf muss nun noch Bundestag und Bundesrat passieren.

Teil einer größeren Strategie: Bürokratieabbau im Verkehr

Beide Initiativen sind Teil einer übergeordneten Strategie zur Digitalisierung von Verwaltungsleistungen. Ähnlich wie bei der bereits eingeführten Online-Fahrzeugzulassung (i-Kfz) sollen auch die Prozesse rund um die Fahrerlaubnis bürgerfreundlicher werden.

Experten sehen in der Kombination aus vereinfachten Verfahren und digitalem Dokument einen wichtigen Schritt. Überlastete Fahrerlaubnisbehörden könnten durch digitale Antragswege und effizientere Datenverwaltung entlastet werden. Für Bürger steht in den kommenden Jahren eine tiefgreifende Modernisierung an. Der politische Wille, den oft schwerfälligen Prozess zu reformieren, ist so deutlich wie nie zuvor.

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