Freiwilligensurvey 2024: Deutschlands Ehrenamt am Limit
27.11.2025 - 22:32:11Die Engagementquote in Deutschland ist erstmals seit Jahren auf 36,7 Prozent gesunken. Besonders Vereinsvorstände leiden unter Überlastung und Burnout, während Experten radikale Delegation als Lösung empfehlen.
Die Bundesregierung schlägt Alarm: Erstmals seit Jahren sinkt die Engagementquote in Deutschland. Der am Dienstag veröffentlichte 6. Deutsche Freiwilligensurvey (FWS 2024) zeigt einen Rückgang auf 36,7 Prozent – 2019 waren es noch 39,7 Prozent. Rund 27 Millionen Menschen engagieren sich noch freiwillig, doch sie tragen eine wachsende Last.
Die verbliebenen Aktiven arbeiten intensiver als je zuvor. 48 Prozent sind wöchentlich oder häufiger im Einsatz, gegenüber 42 Prozent vor sechs Jahren. Die Arbeit verdichtet sich auf weniger Schultern, warnt das Bundesfamilienministerium. Der Hauptgrund für den Ausstieg: Zeitmangel – 62 Prozent der Ehemaligen nennen ihn als Grund.
Vorstände am Abgrund
Besonders prekär ist die Lage in den Führungsetagen. Jeder vierte Engagierte trägt Leitungsverantwortung – mit dramatischen Folgen. Vereinsvorstände berichten von Burnout-Symptomen und chronischer Überlastung. Sie jonglieren Personal-, Finanz- und Haftungsfragen wie Mittelständler, jedoch ohne Gehalt oder professionelle Unterstützung.
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„Eure Führungskraft stirbt – und ihr schaut zu”, brachte es ein Vorsitzender diese Woche auf den Punkt. Wer nach 40 Arbeitsstunden noch 10 bis 15 Stunden in die Vereinsverwaltung steckt, gefährdet massiv seine Gesundheit. Die Initiative Fever Pit’ch warnt: Vielen Vereinen droht der Führungskollaps.
Delegation als Überlebensstrategie
Experten sehen einen Ausweg: radikale Delegation. The Vorstellung, der Vorsitzende müsse alles kontrollieren, sei überholt und gefährlich. Organisationsberater empfehlen drei Sofortmaßnahmen:
Mikro-Aufgaben statt Ämter: Große Posten wie „Festwart” in kleinste Einheiten zerlegen – etwa „Getränke-Einkauf für Sommerfest”. Das senkt die Hürde für Helfer und entlastet operativ.
Digitale Tools nutzen: Projektmanagement-Software schafft Transparenz und verteilt Verantwortung, ohne dass Vorstände die Kontrolle verlieren.
Nein-Sagen lernen: Qualität vor Expansion. Projekte ablehnen, wenn keine Ressourcen zur Delegation bereitstehen.
Eine aktuelle Studie des Instituts Marketagent bestätigt: Ehrenamtliche mit machbaren Aufgaben sind resilienter als der Bevölkerungsdurchschnitt. Kippt die Balance durch Überlastung, verkehrt sich der positive Effekt ins Gegenteil.
Politik reagiert
Das Bundesfamilienministerium kündigt Anpassungen am Ehrenamtsstärkungsgesetz an. Höhere Übungsleiterpauschalen und bessere Absicherung für „Super-Freiwillige” stehen zur Debatte. Der detaillierte Hauptbericht folgt Mitte 2026 mit tieferen Analysen zu Belastungsfaktoren.
Bis dahin sind Vereine auf sich gestellt. Die Staatsministerin für Sport betonte, die Zivilgesellschaft dürfe nicht als selbstverständlich gelten. Mit dem Internationalen Tag des Ehrenamts am 5. Dezember starten DOSB und Wohlfahrtsverbände Kampagnen zum Thema „Gesunde Führung im Verein”.
Die Botschaft bleibt klar: Wer langfristig helfen will, muss zuerst auf sich achten. Delegation ist keine Schwäche – sie ist die einzige Überlebensstrategie für Deutschlands Ehrenamt.
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