Franz, Bock

Franz Bock und Pillsbury rufen Produkte wegen E. coli zurück

25.12.2025 - 08:42:12

Ein deutscher Wursthersteller und ein kanadischer Tiefkühlkost-Riese müssen Produkte zurückrufen. Grund ist in beiden Fällen eine Kontamination mit gefährlichen E. coli-Bakterien. Die Warnungen erreichen die Verbraucher pünktlich zum Weihnachtsfest.

Die Franz Bock GmbH warnt vor dem Verzehr bestimmter Chargen ihrer „Haussalami“. In den Produkten wurden STEC-Bakterien nachgewiesen. Diese Erreger können schwere Magen-Darm-Erkrankungen und im schlimmsten Fall ein lebensbedrohliches Nierenversagen auslösen.

  • Betroffenes Produkt: Haussalami der Franz Bock GmbH
  • Grund: Nachweis von Verotoxin-bildenden E. coli (VTEC/STEC)

Verbraucher, die die betroffene Salami noch zu Hause haben, sollten sie nicht essen. Die Ware kann im Handel zurückgegeben werden. Die Warnungen, die bereits im November begannen, wurden in der Weihnachtswoche aktualisiert.

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Tiefkühl-Snacks in Kanada mit E. coli belastet

Parallel dazu sorgt ein internationaler Fall für Aufsehen. Die kanadische Lebensmittelbehörde CFIA ordnete einen Rückruf für Pillsbury Pizza Pops an. Mehrere Sorten der tiefgekühlten Pizza-Snacks sind mit E. coli O26 kontaminiert.

Bis Heiligabend wurden bereits über 20 Erkrankungen und mehrere Krankenhausaufenthalte gemeldet. Experten weisen auf ein besonderes Risiko hin: Viele Verbraucher bereiten solche Snacks in der Mikrowelle zu.

Dort entstehen oft „Cold Spots“ – kalte Stellen, in denen Bakterien überleben können. „Das Einfrieren tötet E. coli nicht ab, es konserviert sie lediglich“, warnen Lebensmittelexperten. Sie raten, Tiefkühlprodukte besser im Backofen zuzubereiten.

Warum sind E. coli-Ausbrüche so häufig?

E. coli ist ein klassischer Zoonose-Erreger. Das Bakterium lebt natürlich im Darm von Rindern und anderen Wiederkäuern, ohne diese krank zu machen. Von dort kann es auf verschiedene Wege in die Lebensmittelkette gelangen:

  • Bei der Schlachtung kann Fleisch kontaminiert werden.
  • Durch Gülle können Gemüse und Salate belastet werden.
  • Mangelnde Hygiene in Verarbeitungsbetrieben führt zu Kreuzkontamination.

Der aktuelle Salami-Fall zeigt, dass auch verarbeitete Fleischwaren betroffen sein können. 2024 standen dagegen vor allem frische Produkte wie Zwiebeln und Karotten im Fokus.

So schützen Sie sich an den Feiertagen

Angesichts der Rückrufe empfehlen Verbraucherschützer besondere Vorsicht:

  1. Rückrufe prüfen: Vor dem Kochen Chargennummern auf Portalen wie Lebensmittelwarnung.de checken.
  2. Richtig erhitzen: Fleisch und Tiefkühlprodukte im Kern für zwei Minuten auf mindestens 70°C erhitzen.
  3. Küchenhygiene: Schneidebretter und Messer nach der Arbeit mit rohem Fleisch immer sofort gründlich reinigen.

Die Häufung von Meldungen liegt auch an verbesserten Nachweismethoden. Moderne Technologien wie Whole Genome Sequencing helfen Behörden heute, Ausbrüche schneller zu erkennen und zuzuordnen. Für Verbraucher bleibt Wachsamkeit der beste Schutz – damit das Festmahl nicht im Krankenhaus endet.

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