Francesca's meldet zweite Insolvenz – Markenname steht zum Verkauf
12.02.2026 - 19:03:12Die Modekette Francesca’s hat zum zweiten Mal Insolvenz angemeldet. Alle verbleibenden Filialen werden liquidiert. Gleichzeitig machte die Konkurrentin Altar’d State ein Übernahmeangebot für den Markennamen.
Das Angebot der Muttergesellschaft Stand Out For Good Inc. beläuft sich auf 7 Millionen US-Dollar. Es gilt für das geistige Eigentum – also den Namen, die Social-Media-Konten und Kundendaten. Der Bieter setzt als sogenanntes „Stalking Horse“-Gebot den Mindestpreis für eine Auktion fest.
Was zum erneuten Zusammenbruch führte
Der Niedergang folgt auf eine erste Insolvenz im Jahr 2020. Damals retteten Investoren die Marke und schlossen Hunderte Filialen. Trotz kurzzeitiger Erholung und neuer Tochtermarken kehrte die finanzielle Stabilität nicht zurück.
Mehrere Schläge brachten das Unternehmen endgültig zu Fall:
* Eine schwere Datenschutzpanne im Jahr 2023.
* Anhaltende Lieferkettenprobleme.
* Gescheiterte Kapitalsuche Ende 2025.
Im Januar 2026 stellten die Gläubiger ihre Kredite fällig. Der Insolvenzantrag war unvermeidbar.
So läuft der Verkauf der Markenrechte ab
Das Gericht hat dem Verkaufsprozess trotz anfänglicher Bedenken zugestimmt. Interessierte können nun bis zum 5. März höhere Gebote als Altar’d State abgeben. Die entscheidende Anhörung ist für den 12. März angesetzt.
Für Altar’d State wäre der Kauf ein strategischer Schachzug. Das Unternehmen könnte die Bekanntheit von Francesca’s nutzen, ohne die unrentablen Ladengeschäfte übernehmen zu müssen. Eine Wiederbelebung als reine Online-Marke erscheint wahrscheinlich.
Vom Boutique-Star zum Insolvenzfall
Francesca’s startete 1999 in Houston und wurde mit seinem Boutique-Konzept schnell beliebt. Auf dem Höhepunkt um 2016 zählte die Kette etwa 700 Filialen. Der Wandel des Einzelhandels und der Aufstieg des Online-Handels setzten dem Geschäftsmodell jedoch stark zu.
Die aktuelle Insolvenz offenbart eine klaffende Lücke: Die Verbindlichkeiten liegen zwischen 50 und 100 Millionen US-Dollar, die Vermögenswerte nur bei 10 bis 50 Millionen.
Für rund 3.000 Mitarbeiter und über 400 Filialen bedeutet die Liquidation das endgültige Aus.
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Der Ausverkauf in den Läden ist die letzte Gelegenheit für Kundinnen, sich von der einstigen Ikone des Stationärhandels zu verabschieden.
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