FPÖ fordert Staatsbürgerschaft als Kriterium für Wiener Gemeindewohnungen
21.01.2026 - 20:43:11Die FPÖ will österreichische Staatsbürger bei der Vergabe von Gemeindewohnungen bevorzugen. Der Vorstoß heizt die Debatte um Gerechtigkeit auf dem angespannten Wiener Wohnungsmarkt neu an.
Ein “Österreicher-Bonus” für den Gemeindebau
Unter Führung von Wiener-Chef Dominik Nepp schlagen die Freiheitlichen ein neues Punktesystem vor. Darin soll die Staatsbürgerschaft das mit Abstand wichtigste Kriterium werden. Erst danach würden soziale Aspekte oder die Meldedauer in Wien zählen.
Die Partei kritisiert die aktuelle Praxis als “Schleuse für Nicht-Österreicher”. Sie fordert zudem eine “Österreich-Hausordnung” für Gemeindebauten, um kulturellen Spannungen entgegenzuwirken. Diese sieht die FPÖ als Folge der Migrationspolitik der SPÖ-geführten Stadtregierung.
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So funktioniert die Vergabe aktuell
Wer eine Gemeindewohnung will, braucht ein “Wiener Wohn-Ticket”. Die Grundvoraussetzungen:
* Mindestens zwei Jahre Hauptwohnsitz in Wien
* Volljährigkeit
* Einhaltung von Einkommensgrenzen
Das System belohnt lange Wohndauer: Wer seit 15 Jahren in der Stadt gemeldet ist, kann seine Wartezeit um bis zu neun Monate verkürzen. Doch dieses Modell steht unter Druck.
Wohnungsmarkt am Limit – Preise steigen
Experten prognostizieren für 2026 Mietpreissteigerungen, die die Inflation deutlich übersteigen werden. Der Hauptgrund: Es wird zu wenig gebaut. 2025 sank die Zahl neu errichteter Wohnungen erstmals seit fast zehn Jahren unter 10.000. Für die kommenden Jahre deuten Prognosen auf einen weiteren Einbruch hin.
Die Knappheit treibt die politische Debatte an. Wer hat ein Anrecht auf leistbaren Wohnraum? Die FPÖ setzt hier eine klare Priorität.
Scharfe Kritik und rechtliche Zweifel
Der Vorstoß stößt auf erbitterten Widerstand der anderen Gemeinderatsparteien. Die regierende SPÖ wirft der FPÖ populistische Sündenbockpolitik vor und verteidigt das sozial gestaffelte System. Sie beruft sich auf den EU-Gleichstellungsgrundsatz.
Die FPÖ hält dagegen, der soziale Wohnbau gehöre nicht zu den Leistungen, die Drittstaatsangehörigen zwingend gewährt werden müssten. Rechtsexperten sind skeptisch: Eine strikte Bevorzugung von Staatsbürgern könnte gegen EU-Antidiskriminierungsrichtlinien verstoßen und würde wohl vor Gericht landen.
Alte Forderung, neuer Kontext
Die Idee ist nicht neu, gewinnt aber in der aktuellen Marktlage an Schärfe. Sie reiht sich ein in eine europaweite Tendenz, wo rechte und konservative Parteien Sozialleistungen stärker an die Staatsbürgerschaft koppeln wollen.
Analysten sehen darin auch Wahlkampfstrategie. Indem die FPÖ Wohnen mit Migration verknüpft, mobilisiert sie ihre Stammwähler. Kritiker kontern: Das lenkt von den wahren Problemen ab – zu wenig Neubauten, hohe Kosten und Bodenspekulation.
Was kommt jetzt?
Eine Umsetzung unter der aktuellen SPÖ-Regierung ist unrealistisch. Die Stadt Wien plant für 2026 sogar ein neues, zentrales Wohn-Ticket, das die Vergabe transparenter machen soll.
Doch die Grundfrage bleibt: Wie verteilt man knappen Wohnraum fair? Solange der Markt angespannt bleibt, wird diese Debatte die Wiener Politik weiter prägen. Langfristige Lösungen brauchen mehr Neubauten und schnellere Genehmigungen. Bis dahin dürfte der Streit weiter eskalieren.
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