Forschungsverbund untersucht psychische Widerstandskraft von Studierenden
13.01.2026 - 15:31:12Ein neuer Forschungsverbund startet im März 2026, um die mentale Gesundheit von Studierenden zu stärken. Unter Leitung der Universitätsmedizin Halle und mit Bundesmitteln gefördert, will das Projekt akademische Resilienz erforschen und Ausbildungsabbrüche reduzieren.
Die Initiative reagiert auf einen besorgniserregenden Trend: Psychische Belastungen im Studium haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Experten schätzen, dass in manchen Fächern bis zu einem Viertel der Studierenden unter depressiven Symptomen leidet. Die Pandemie hat diese Probleme noch verschärft.
Was ist akademische Resilienz?
Resilienz beschreibt die Fähigkeit, trotz Stress und Rückschlägen im Studienalltag erfolgreich zu bleiben. Es geht nicht um einen einzigen Schutzfaktor, sondern um ein dynamisches Zusammenspiel. Entscheidend ist die Passung zwischen persönlichen, sozialen und institutionellen Ressourcen.
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Zu den wichtigsten Schutzfaktoren zählen:
* Die Fähigkeit, eigene Emotionen zu regulieren
* Psychologische Flexibilität
* Wahrgenommene soziale Unterstützung durch Kommilitonen oder Mentoren
* Ein starkes Gefühl der Selbstwirksamkeit
Hochschulen als aktive Unterstützer
Bildungseinrichtungen können Resilienz auf drei Ebenen fördern:
1. Psychische Ressourcen: Studierende lernen, Erwartungen zu reflektieren und Rückschläge konstruktiv zu analysieren.
2. Soziale Ressourcen: Formate wie Kleingruppen oder Mentoring-Programme stärken stabile Bindungen.
3. Strukturelle Ressourcen: Angebote wie Tutorien, psychologische Beratung und ein wertschätzendes Lehrklima bilden ein institutionelles Sicherheitsnetz.
Ein Paradigmenwechsel im Bildungssystem
Die Fokussierung auf Resilienz markiert einen Wandel. Hochschulen erkennen zunehmend ihre Verantwortung für die ganzheitliche Entwicklung ihrer Studierenden – über die reine Wissensvermittlung hinaus. Dieser Ansatz stärkt nach Expertenmeinung nicht nur den Einzelnen, sondern macht das gesamte Bildungssystem krisenfester.
Der neue Forschungsverbund soll bis Mitte 2028 eine bislang lückenhaften Datenbasis schaffen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in konkrete Maßnahmen für Hochschulen münden. Das langfristige Ziel ist klar: Junge Menschen sollen für die Herausforderungen einer komplexen Arbeitswelt gewappnet sein und gestärkt aus Krisen hervorgehen.


