Forschung: Gene bestimmen Gehirngesundheit stärker als gedacht
31.01.2026 - 01:13:12Eine neue Studie stellt die bisherige Annahme zum Einfluss der Gene auf unsere Lebensdauer infrage. Forscher des Weizmann-Instituts kommen zu dem Ergebnis, dass der genetische Anteil am biologisch möglichen Lebensalter bei über 50 Prozent liegen könnte. Das verändert den Blick auf die Prävention von Krankheiten wie Alzheimer grundlegend.
Genetik rückt in den Fokus
Bisher ging die Wissenschaft von einem genetischen Einfluss von 20 bis 30 Prozent aus. Eine kürzlich im Fachmagazin Science veröffentlichte Studie revidiert diese Zahl nun deutlich. Das israelische Forschungsteam analysierte Daten, bei denen Unfälle oder Gewalt als Todesursache herausgerechnet wurden.
Ihr überraschendes Fazit: Unsere Gene könnten für mehr als die Hälfte unseres potenziellen Lebensalters verantwortlich sein. Bestimmte Genvarianten sind dabei Schlüssel für die Gesundheit unseres Gehirns im Alter.
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- Das APOE-Gen ist ein bekannter Risikofaktor für Alzheimer.
- Das FOXO3-Gen scheint bei vielen Hundertjährigen besonders aktiv zu sein und Zellen zu schützen.
Wie Gene unser Gehirn altern lassen
Die genetische Veranlagung steuert fundamentale Alterungsprozesse. Für die Gehirngesundheit sind vor allem zwei Mechanismen entscheidend:
- Mitochondriale Dysfunktion: Die „Kraftwerke“ in unseren Zellen verlieren an Effizienz.
- Chronische Entzündungen: Sie können Nervenzellen nachhaltig schädigen.
Forschungseinrichtungen wie das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) untersuchen, welche Gene für die Reparatur solcher Zellschäden verantwortlich sind. Moderne Sequenzierungsmethoden machen diese Analysen heute präziser denn möglich.
Lebensstil kann Risikogene bremsen
Bedeutet ein hohes genetisches Risiko also ein unabwendbares Schicksal? Nicht unbedingt. Die Forschung betont das kraftvolle Zusammenspiel von Genen und Lebensweise.
Eine Expertenkommission von The Lancet schätzt, dass bis zu 45 Prozent aller Demenzerkrankungen durch die Beeinflussung von Risikofaktoren vermieden oder verzögert werden könnten. Dazu zählen:
* Die Kontrolle von Bluthochdruck
* Der Schutz vor Schwerhörigkeit
* Regelmäßige körperliche und geistige Aktivität
Eine gesunde Lebensführung kann also genetische Nachteile ausgleichen und die Anzahl der demenzfreien Lebensjahre signifikant erhöhen.
Neues Ziel: Mehr gesunde Jahre
Die neuen Erkenntnisse markieren einen Wendepunkt. Der Fokus verschiebt sich von der reinen Lebensverlängerung hin zur Maximierung der „Healthspan“ – der Jahre in voller geistiger und körperlicher Fitness.
Institutionen wie das Salk Institute haben das Jahr 2026 sogar zum „Jahr der Gehirngesundheit“ erklärt. Das Ziel ist klar: Nicht nur dem Leben Jahre hinzuzufügen, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.
Durch präzisere genetische Risikoprofile können künftig Hochrisikogruppen früher identifiziert werden. Darauf aufbauend lassen sich personalisierte Präventionsstrategien entwickeln, die den individuellen Lebensstil in den Mittelpunkt stellen.
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