Fluorid im Trinkwasser: Neue Studien geben Entwarnung fürs Gehirn
20.01.2026 - 18:57:12Zwei große Langzeitstudien finden keine negativen Effekte auf die kognitive Entwicklung. Die Forschung stärkt das Vertrauen in eine der wichtigsten Maßnahmen zur Kariesvorbeugung.
Die Debatte um mögliche neurologische Risiken durch Fluorid im Trinkwasser hat Eltern und Gesundheitsbehörden jahrelang verunsichert. Neue, robuste Daten aus Australien und den USA liefern nun deutliche Entwarnung. Sie zeigen: Bei empfohlenen Konzentrationen schadet fluoridiertes Wasser dem Gedächtnis und der Intelligenzentwicklung von Kindern nicht.
Australische Langzeitstudie findet sogar leichten IQ-Vorteil
Forscher der University of Queensland begleiteten 357 Personen von der Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter. Ihr Fokus: Hatte der Konsum von fluoridiertem Wasser in den ersten fünf Lebensjahren Auswirkungen auf die spätere kognitive Leistung?
Das Ergebnis, veröffentlicht im Journal of Dental Research, ist klar. „Wir fanden keine Hinweise auf negative Auswirkungen“, sagt Studienleiter Professor Loc Do. Überraschenderweise lag der durchschnittliche IQ der Gruppe mit Fluorid-Exposition sogar um 1,07 Punkte höher. Selbst bei Kindern mit leichter Zahnfluorose – einem Anzeichen für erhöhte Fluoridaufnahme – zeigte sich kein Nachteil.
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US-Daten über 40 Jahre bestätigen die Sicherheit
Die australischen Befunde werden durch eine Mammutstudie aus den USA gestützt, die in Science Advances erschien. Die Analyse von Daten über vier Jahrzehnte kommt zum selben Schluss: Fluoridiertes Trinkwasser auf empfohlenem Niveau beeinträchtigt die kognitiven Fähigkeiten von Kindern nicht.
Auch im späteren Leben gab es keinen beschleunigten geistigen Abbau bei den exponierten Personen. Die Studie notierte sogar leichte Vorteile in Schul- und Leistungstests bei Jugendlichen aus Gegenden mit fluoridiertem Wasser. Die Evidenz für die Sicherheit der Maßnahme ist damit robuster denn je.
Warum halten sich dann die Bedenken?
Immer wieder sorgen Studien für Schlagzeilen, die einen Zusammenhang zwischen Fluorid und einem niedrigeren IQ bei Kindern nahelegen. Eine vielzitierte Metaanalyse aus dem Jahr 2025 fasste 74 ältere Arbeiten zusammen und fand in den meisten einen negativen Effekt.
Experten sehen hier jedoch ein entscheidendes Problem: Ein Großteil dieser Studien stammt aus Regionen wie Teilen Chinas, wo das Grundwasser von Natur aus extrem hohe, unkontrollierte Fluoridkonzentrationen aufweist. Diese liegen weit über den Werten, die in Ländern wie den USA, Deutschland oder Australien zur Kariesprophylaxe im Trinkwasser eingesetzt werden. Die Ergebnisse sind daher nicht übertragbar.
Ein bewährtes Mittel behält seinen Ruf
Die Trinkwasserfluoridierung gilt unter Gesundheitsexperten als Meilenstein. Die US-Gesundheitsbehörde CDC zählt sie zu den zehn größten Public-Health-Erfolgen des 20. Jahrhunderts. Ihr primärer Nutzen ist unbestritten: Sie reduziert Karies bei Kindern und Erwachsenen nachweislich um mindestens 25 Prozent.
Organisationen wie die American Dental Association (ADA) bekräftigen angesichts der neuen Daten ihre Unterstützung. Die wissenschaftliche Beweislage spreche klar für den Nutzen und die Sicherheit der Maßnahme – solange die empfohlenen Konzentrationen eingehalten werden.
Die neuen Langzeitstudien liefern Gesundheitsbehörden nun starke Argumente, um verbreitete Ängste zu entkräften. Die Forschung wird weitergehen, doch die konsistenten Ergebnisse legen nahe: Für die Kariesprophylaxe bleibt Fluorid eine sichere und äußerst wirksame Wahl.
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