Flowtime-Technik löst Pomodoro als Produktivitäts-Tool ab
15.01.2026 - 18:43:12Die Flowtime-Technik gewinnt als flexiblere Alternative zur starren Pomodoro-Methode an Popularität. Sie verspricht mehr Produktivität durch konzentrierte “Deep Work”-Phasen, die sich dem natürlichen Arbeitsrhythmus anpassen.
Schluss mit dem starren Zeitkorsett
Entwickelt wurde Flowtime 2016 von Zoe Read-Bivens. Ihre Erkenntnis: Die festen 25-Minuten-Intervalle von Pomodoro brechen oft den kreativen Fluss. Flowtime dreht den Spieß um. Man arbeitet so lange, wie die Konzentration hält – und macht erst dann Pause, wenn sie natürlich nachlässt. Grundlage sind die Prinzipien der Flow-Psychologie von Mihaly Csikszentmihalyi.
Der praktische Unterschied ist simpel: Statt ein Timer die Zeiten vorzugeben, misst man bei Flowtime die reale Arbeitszeit. Man startet eine Stoppuhr und stoppt sie bei der ersten Ablenkung. Diese gemessene Zeit bestimmt dann die Pausenlänge. Ein personalisierter Ansatz, der nicht nur die Produktivität, sondern auch die Zufriedenheit steigern soll.
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So funktioniert die Flowtime-Methode
Die Anwendung ist unkompliziert und basiert auf drei Schritten:
* Aufgabe wählen: Man sucht sich eine konkrete Aufgabe und konzentriert sich ausschließlich darauf (“Unitasking”). Multitasking ist tabu.
* Im Flow arbeiten: Man arbeitet ununterbrochen, bis die Konzentration nachlässt. Dann stoppt man die Zeit und notiert die Dauer.
* Pause machen: Die Pausenlänge orientiert sich an der geleisteten Arbeit. Gängige Richtlinien sind:
* Bis 25 Min. Arbeit → 5 Min. Pause
* 50-90 Min. Arbeit → 10 Min. Pause
Wichtig: Die Pause aktiv ohne Bildschirme zur Erholung nutzen.
Ideal für kreative Köpfe und komplexe Jobs
Die wahre Stärke von Flowtime zeigt sich bei anspruchsvollen Aufgaben. Tätigkeiten wie Programmieren, Schreiben oder strategisches Planen passen selten in starre 25-Minuten-Blöcke. Die erzwungenen Pomodoro-Pausen können den Gedankenfluss hier brutal unterbrechen.
Flowtime erlaubt es dagegen, tief in komplexe Materie einzutauchen. Man lernt, auf die Signale von Körper und Geist zu hören und Pausen einzulegen, wenn sie wirklich nötig sind. Das fördert nicht nur die Qualität der Arbeit, sondern beugt auch Burnout vor. Der Preis für diese Freiheit? Mehr Selbstdisziplin, denn ein externer Timer mahnt nicht zur Pause.
Einfacher Einstieg mit großer Wirkung
Für den Start reicht eine manuelle Protokollierung. Wer seine Arbeits- und Pausenzeiten über einige Tage trackt, erkennt schnell persönliche Produktivitätsmuster und kann seinen Tag optimieren. Eine Testwoche wird empfohlen, um den eigenen Rhythmus zu finden.
Spezialisierte Apps könnten die Technik künftig noch einfacher machen. Sie würden die Zeiterfassung automatisieren und individuelle Empfehlungen geben. Klar ist: Pomodoro bleibt für kurze, strukturierte Aufgaben relevant. Für die Wissensarbeit von heute bietet Flowtime jedoch den flexibleren Rahmen. Sie könnte den entscheidenden Vorteil liefern, um in einer ablenkungsreichen Welt die volle Konzentration zu finden.


