Flexipools verdrängen Leiharbeit in Kliniken
08.01.2026 - 07:22:12Krankenhäuser setzen 2026 voll auf interne Springerpools. Das Modell gibt Pflegekräften die Kontrolle über ihren Dienstplan zurück und spart den Kliniken Millionen. Die teure Leiharbeit verliert ihr wichtigstes Argument.
Flexibilität wird zum Festanstellungs-Vorteil
Die Prämisse ist simpel und revolutioniert die Branche: Pflegekräfte sind fest angestellt, buchen ihre Dienste aber selbst über eine App. „Du sagst uns, wann du arbeiten möchtest, und wir sagen dir, wo“, lautet das Credo von Vorreitern wie den Tirol Kliniken. Der Dienstplan der Pool-Mitarbeiter ist sakrosankt – das Prinzip „Frei ist frei“ verfängt.
Zum Jahresstart melden viele Kliniken Rekorde bei der Rückkehr von Fachkräften. Mehrere große Verbünde kürzen ihre Budgets für externe Zeitarbeitsfirmen drastisch. Die Mittel fließen stattdessen in Boni für die eigenen Flex-Teams.
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Wirtschaftlicher Befreiungsschlag für Kliniken
Für die Arbeitgeber ist der Schwenk pure Notwendigkeit. Die Kosten für Leiharbeit hatten jahrelang die Budgets gesprengt. Kliniken wie das UKSH oder Vivantes in Berlin halten Kompetenz und Erfahrung nun im Haus. Sie sind dadurch resilienter gegen Grippewellen.
Ein Schlüssel zum Erfolg ist die hohe Qualifikation. Moderne Springer sind hochspezialisierte Experten. Das Klinikum Dortmund etwa betreibt einen eigenen „Intensivpool“, der maximale Flexibilität mit Fachkompetenz koppelt.
Österreich liefert die Blaupause
Während Deutschland nachzieht, liefert Österreich beeindruckende Erfolgsdaten. Die KAGes in der Steiermark hat mit einem Paket aus höheren Gehältern und garantierter Dienstplansicherheit Maßstäbe gesetzt.
In Tirol zeigt sich die technologische Seite: Die Planung läuft digital, standardisierte Prozesse erleichtern das Einspringen auf fremden Stationen. Das Modell nutzen nicht nur junge Eltern, sondern auch erfahrene Kräfte, die ihre Arbeitslast reduzieren wollen.
Was kommt als Nächstes?
Experten erwarten, dass bis Jahresende fast jedes Maximalversorgungshaus einen professionalisierten Pool hat. Die nächste Stufe ist bereits in Sicht:
- KI-gestützte Planung: Algorithmen sollen Ausfälle vorhersagen und Pool-Mitarbeitern proaktiv Schichten anbieten.
- Regionale Cluster: Kleinere Häuser könnten sich zusammenschließen, um Personalressourcen zu teilen – ähnlich wie Vivantes es in Berlin bereits macht.
Der 8. Januar 2026 markiert einen Wendepunkt: Flexibilität ist nicht länger ein Risiko, sondern die stabilste Währung in der Pflegekarriere.
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