Firefox, KI-Abschalter

Firefox plant KI-Abschalter für besorgte Nutzer

27.12.2025 - 15:23:12

Mozilla reagiert auf Datenschutzbedenken und will 2026 einen zentralen Schalter einführen, um alle KI-Funktionen in Firefox auf Wunsch komplett zu deaktivieren.

Mozilla reagiert auf Proteste und will 2026 einen globalen KI-Abschalter in Firefox einführen. Nutzer können damit alle Künstliche-Intelligenz-Funktionen mit einer Einstellung deaktivieren.

Die Ankündigung folgt auf massive Kritik an der neuen Strategie. Erst Mitte Dezember hatte der neue CEO Anthony Enzor-DeMeo Firefox zum „modernen KI-Browser“ umbauen wollen. Das rief die Stammnutzer auf den Plan, die den Browser gerade wegen seines Datenschutzes schätzen. Sie fürchten Datenhunger und Aufblähung durch KI.

Ein Schalter, der alles ausschaltet

Die Lösung soll radikal einfach sein: Ein globaler Schalter, der sämtliche KI-Codes und Oberflächenelemente entfernt. „Es soll unmissverständlich sein“, erklärte Entwickler Jake Archibald. Im Gegensatz zu verstreuten Einstellungen bei Chrome oder Edge werde bei Firefox alles auf einmal abgeschaltet – lokal und in der Cloud.

Anzeige

Passend zum Thema Datenschutz: Wenn Ihnen Privatsphäre wichtig ist und Sie verhindern wollen, dass Apps Ihre Chats oder Daten ausspionieren, kann ein datenschutzorientierter Messenger viel bewirken. Der kostenlose Telegram‑Startleitfaden erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Telegram sicher einrichten, die Nummer verbergen, geheime Chats nutzen und neugierige Mitleser ausschließen. Ideal für alle, die mehr Kontrolle über ihre Kommunikation wollen. Telegram-Startpaket jetzt kostenlos anfordern

Der interne Name „Kill-Switch“ klingt drastisch. Die öffentliche Bezeichnung wird wohl milder ausfallen. Die Funktion bleibt dieselbe: Wer den Schalter umlegt, sieht keine KI-Buttons mehr und wird nicht mehr dazu aufgefordert, sie zu aktivieren.

Start Anfang 2026 geplant

Die Funktion soll im ersten Quartal 2026 erscheinen, wahrscheinlich mit Version 147 am 13. Januar. Die Verzögerung nutzen die Entwickler, um die tiefe Entkopplung der KI stabil umzusetzen. Bis dahin bleiben alle KI-Funktionen opt-in – sie aktivieren sich also nicht von selbst.

Für Mozilla ist der Schalter mehr als eine Einstellung. Es ist ein Vertrauensbeweis an die Privacy-Community. CEO Enzor-DeMeo betonte erneut, dass Firefox auf „Nutzerkontrolle“ gebaut bleibe. In den „Browser-Kriegen“ setzt Mozilla damit auf eine klare Philosophie: Wahlfreiheit statt Zwangsbeglückung.

Ein neuer Standard für Nutzerkonsens?

Gelingt die Umsetzung, könnte Firefox einen neuen Standard setzen. In einer Zeit, in der Google und Microsoft KI tief in ihre Software einbetten, würde Mozilla zeigen, dass ein komplettes Opt-out möglich ist. Die Botschaft ist klar: Die Zukunft von Firefox beinhaltet KI – aber nur für die, die sie wollen. Für alle anderen gibt es den Schalter, um das Licht auszuknipsen.

@ boerse-global.de