FireDrone, Schweizer

FireDrone: Schweizer Roboter-Drohne dringt ins Feuer ein

26.01.2026 - 22:54:12

Eine neuartige, hitzebeständige Drohne soll Feuerwehrleute in extremen Gefahrensituationen ersetzen und Echtzeitdaten aus Brandherden liefern.

Ein neuartiger Roboter-Drohne aus der Schweiz soll Feuerwehrleute in extremen Gefahrensituationen ersetzen. Der FireDrone ist die erste Drohne, die speziell für den Einsatz in aktiven Brandherden entwickelt wurde und dort Echtzeit-Daten liefert.

Die Technologie verspricht einen Quantensprung für die öffentliche Sicherheit. Bei Bränden in Industriehallen, Tunneln oder Wäldern müssen Einsatzkräfte oft blind in verrauchte, einsturzgefährdete Bereiche vordringen. Der hitzebeständige FireDrone kann als ferngesteuerter Späher diese Risikozonen erkunden, ohne Menschen zu gefährden. Er liefert Einsatzleitern live Bilder und Daten, um taktische Entscheidungen zu treffen, Gefahrenherde zu identifizieren oder Vermisste zu lokalisieren.

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Direkter Blick in die Glut: So funktioniert die Hitzetauglichkeit

Die größte Innovation steckt im Schutz der sensiblen Elektronik. Entwickelt wurde die Drohne von Forschern der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). Ein interdisziplinäres Team aus Robotik- und Materialexperten löste das Kernproblem: Wie überleben Flugsysteme und Kameras Temperaturen von mehreren hundert Grad?

Die Lösung sind spezielle hitzebeständige Materialien und eine ausgeklügelte Kühlung. So kann der FireDrone dort operieren, wo herkömmliche Drohnen sofort versagen. „Seine primäre Stärke ist die Navigation in großen, komplexen Strukturen wie Industrieanlagen oder Tiefgaragen“, erklärt ein Projektmitarbeiter. „Dort ist eine manuelle Suche zeitaufwendig und lebensgefährlich.“

Vom Labor in den Einsatz: Komplettsystem mit „Nest“

Aus der Forschung ist inzwischen ein eigenständiges Spin-off der Empa und der ETH Lausanne (EPFL) entstanden. Die Gründer Fabian Wiesemüller und David Häusermann treiben die Kommerzialisierung voran. Ihr Ziel ist ein komplettes Ökosystem für den autonomen Einsatz.

Ein zentraler Baustein ist das „FireDrone Nest“ – eine mobile, wärmegedämmte Docking-Station. Nach einem Einsatz kann die Drohne dort automatisch landen, gesichert und für den nächsten Flug vorbereitet werden. Dieser Ansatz soll den reibungslosen Betrieb unter Hochstress-Bedingungen gewährleisten und die Drohne schnell einsatzbereit halten.

Markt mit Potenzial: Nicht nur für die Feuerwehr

Der FireDrone betritt einen wachsenden Nischenmarkt. Zwar setzen Rettungsdienste weltweit bereits Drohnen ein, etwa zur Perimeter-Überwachung von Waldbränden mit Wärmebildkameras. Der direkte Vorstoß in die Flammen war jedoch bisher unmöglich.

Diese neue Fähigkeit eröffnet auch Anwendungen abseits der Feuerwehr. Die Technologie ist für Inspektionen in Hochtemperatur-Umgebungen wie Öfen, Kesseln oder Kraftwerken gefragt. Angesichts des Klimawandels und zunehmend extremerer Brände könnte der Bedarf an solchen Hightech-Werkzeugen künftig noch deutlich steigen. Die Schweizer Entwickler stehen damit an der Spitze einer Bewegung, die Robotik für lebensfeindliche Umgebungen fit machen will.

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