Finanzbetrüger erweitern WhatsApp-Fallensystem zum Jahreswechsel
31.12.2025 - 19:03:11Verbraucherschützer und die Finanzaufsicht BaFin warnen vor Hunderten neuen Betrugsgruppen auf WhatsApp. Die aktualisierte „Schwarze Liste“ entlarvt gefälschte „Professor“-Chats und den Identitätsdiebstahl bekannter Banken. Die Täter setzen auf immer raffiniertere Methoden, um Anleger um hohe Summen zu bringen.
Konkrete Namen auf der erweiterten Warnliste
Die Behörden nennen jetzt konkrete Gruppennamen und gefälschte Apps. Im Visier stehen Chats mit Bezeichnungen wie „Kernmitgliedergruppe“ oder „Investment Strategiezentrum“. Besonders perfide: Betrüger missbrauchen reale Firmennamen wie „Robeco“ oder „Trade Republic“.
In diesen Gruppen werden Nutzer gedrängt, spezielle Trading-Apps wie „RBC NL“ oder „TRB“ zu installieren. Diese Apps simulieren professionelle Plattformen – mit täuschend echten Kursen und Gewinnanzeigen. Das eingezahlte Geld landet jedoch direkt auf Konten der Kriminellen, oft in Kryptowährungen.
Die raffinierte Psychologie der „Professor“-Masche
Die Taktik der Betrüger hat sich professionalisiert. Statt plumper Versprechen setzen sie nun auf Autorität und Exklusivität. Ein angeblicher „Professor“ oder „Star-Analyst“ baut über Wochen Vertrauen auf, unterstützt von einer Schar scheinbar begeisterter Assistenten.
Diese „Assistenten“ posten Erfolgsmeldungen, um sozialen Druck zu erzeugen. Das Opfer fühlt sich als privilegiertes Mitglied eines exklusiven Zirkels. International ist diese Methode als „Pig Butchering“ bekannt – das Mästen vor der Schlachtung. Erst nach dieser Vertrauensphase folgt der Rat zum großen, betrügerischen Investment.
Alarmierende Dimension: Hunderte neue Fallen
Die Dimension des Problems ist enorm. Allein im letzten Quartal 2025 identifizierten Portale wie Watchlist Internet hunderte neue betrügerische Domains und Gruppen. Verbraucherzentralen melden Schäden in fünf- bis sechsstelliger Höhe pro Opfer.
Die Täter gehen zunehmend aggressiv vor. Beantragt ein Nutzer eine Auszahlung, wird sie verweigert. Stattdessen fordern die Betrüger angebliche Steuern oder Gebühren nach. Wer nicht zahlt, wird aus der Gruppe geworfen und von der Fake-App ausgesperrt.
WhatsApp: Warum der Messenger zum idealen Tatort wird
Paradoxerweise begünstigen die Datenschutzfunktionen von WhatsApp die Betrüger. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erschwert es Meta, Inhalte in Chats proaktiv zu überwachen. Die Einstiegshürde ist niedrig: Der Kontakt beginnt oft über eine falsche SMS oder Werbung auf Social Media.
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Meta hat zwar Warnhinweise bei unbekannten Nummern eingeführt. Doch das Social Engineering – die psychologische Manipulation – umgeht diese technischen Hürden mühelos. Das persönliche, geschützte Umfeld des Messengers schafft ein trügerisches Gefühl von Sicherheit.
Deepfakes: Die nächste Eskalationsstufe steht bevor
Für 2026 prognostizieren Experten den nächsten technologischen Sprung. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor dem Einsatz von KI-generierten Deepfakes.
Künftig könnten die „Professoren“ nicht nur texten, sondern als täuschend echte Avatare in Videoanrufen erscheinen. Das Ziel: Letzte Zweifel der Opfer ausräumen. Für Verbraucher gilt daher mehr denn je: Ungefragte Einladungen in Finanzgruppen sind ein klares Alarmsignal. Ein Check der Warnlisten von BaFin und Watchlist Internet sollte vor jedem Schritt Pflicht sein.
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