Finanzaufsicht, Welle

Finanzaufsicht warnt vor neuer Welle von Trading-Betrug

04.01.2026 - 16:52:12

Verbraucherschützer veröffentlichen Schwarze Liste 2026 mit neuen Betrügernamen. Kriminelle nutzen professionelle Ökosysteme und KI, um Anleger über Messenger zu täuschen.

Die Finanzaufsicht warnt vor einer neuen Welle professioneller Betrugsgruppen in Messenger-Diensten. Verbraucherschützer veröffentlichten pünktlich zum Jahresstart ihre aktuelle „Schwarze Liste 2026“ mit konkreten Namen und enthüllen perfide Methoden.

Experten sprechen von einer „Industrialisierung des Anlagebetrugs“. Statt einfacher Chats setzen Kriminelle nun ganze Ökosysteme aus gefälschten Apps und simulierten Handelsplattformen ein. Besonders im Fokus stehen aktuell deutschsprachige, scheinbar exklusive „Investment-Zirkel“.

Diese neuen Namen stehen auf der Warnliste

Die aktualisierten Warnlisten der Behörden und Anlegerschutzanwälte nennen konkrete Akteure. Im Zentrum aktueller Ermittlungen und zahlreicher Verbraucherbeschwerden steht die Gruppe „Atlas Projekt J16“. In solchen geschlossenen Zirkeln geben sich Betrüger als renommierte Mentoren aus und ködern Opfer mit angeblichen Insider-Tipps für 2026.

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Ebenfalls neu auf der Liste ist der Anbieter „Hash X Capital“. Juristische Analysen deuten darauf hin, dass diese Plattform gezielt Nutzer aus WhatsApp-Gruppen abzieht. Weitere Namen in den aktuellen Warnmeldungen sind:
* „TrustEra“
* „Aether Pro“
* „NovaBit IN“

Diese Akteure nutzen oft identische technische Baukästen, um seriös wirkende Trading-Oberflächen zu simulieren – dort existieren Gewinne nur virtuell.

So funktioniert das perfide „Broker-Ökosystem“

Die Betrugsmethoden haben sich professionalisiert. Der Erstkontakt erfolgt oft über Social-Media-Werbung, die in sogenannte „Bildungsgruppen“ bei WhatsApp oder Telegram führt. Dort bauen die Täter über Wochen Vertrauen und eine künstliche Gruppendynamik auf.

Branchenbeobachter beschreiben das Vorgehen als „Pig Butchering“ (Schweineschlachten). Zunächst werden kleine Gewinne ausgezahlt, um Seriosität vorzutäuschen. Sobald jedoch größere Summen investiert sind, schnappt die Falle zu. Die begleitenden Apps zeigen weiter steigende Kurse, während das Geld längst auf Krypto-Wallets der Täter verschwunden ist. Technisch versierte Banden setzen mittlerweile KI-gestützte Chatbots ein, um in den Gruppen rund um die Uhr Aktivität zu simulieren.

Vorsicht vor der zynischen zweiten Welle

Eine besonders perfide Entwicklung ist der sogenannte „Recovery Scam“ (Rückhol-Betrug). Nachdem Anleger den Betrug bemerken, werden sie von vermeintlichen Anwaltskanzleien oder „Blockchain-Ermittlern“ kontaktiert. Diese versprechen, das verlorene Geld gegen eine Vorabgebühr zurückzuholen.

Doch Warnungen der BaFin und Polizei sind eindeutig: Diese angeblichen Helfer gehören oft zum selben kriminellen Netzwerk. Sie nutzen die Verzweiflung der Opfer für einen zweiten Diebstahl. Ein klares Warnsignal ist die Aufforderung, Steuern oder „Liquiditätsnachweise“ zu zahlen, um Gelder freizubekommen. Offizielle Behörden fordern niemals Zahlungen über Messenger-Dienste.

Professionalisierung durch KI macht Betrug schwerer erkennbar

Die aktuelle Welle unterscheidet sich qualitativ von früheren Serien. Agierten Betrüger 2024 oft noch mit holprigem Deutsch und offensichtlichen Fehlern, so nutzen die Gruppen 2026 kulturell angepasste Narrative und fehlerfreie Kommunikation. IT-Experten führen dies auf den Einsatz generativer KI zurück, die sprachlich perfekte Täuschungen in Echtzeit ermöglicht.

Der wirtschaftliche Schaden ist immens. Verbraucherschützer schätzen, dass im deutschsprachigen Raum monatlich Millionenbeträge in diesen Kanälen versickern. Die „Schwarze Liste“ ist oft nur eine Momentaufnahme – ist ein Name verbrannt, taucht die Infrastruktur unter neuem Label wieder auf.

Was Anleger 2026 erwartet

Für den weiteren Jahresverlauf rechnen Experten mit einer Zunahme von „Deepfake“-Betrug in Videoanrufen. Künftig könnten Betrüger in Video-Calls mit den Gesichtern und Stimmen bekannter Finanzprominenter auftreten, um letzte Zweifel zu zerstreuen.

Der Grundsatz für Anleger bleibt 2026 mehr denn je: Wer ungefragt über WhatsApp oder Telegram kontaktiert wird, sollte sofort blockieren. Seriöse Banken und Broker nutzen keine Messenger-Gruppen für die Kundenakquise. Der Wettlauf zwischen Regulierung und technologischer Innovation der Betrüger bleibt das bestimmende Thema.

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