Finanzamt-SMS: Kriminelle starten neue Phishing-Welle
16.01.2026 - 04:44:12Eine massive Phishing-Welle rollt über Deutschland und Österreich. Kriminelle versenden derzeit massenhaft gefälschte SMS-Nachrichten, die angeblich vom Finanzamt oder dem Bundesministerium für Finanzen stammen. In den Kurznachrichten setzen sie Empfänger unter Druck, angebliche Steuerschulden sofort zu begleichen – andernfalls drohe eine Pfändung. Behörden und Verbraucherschützer warnen eindringlich davor, auf die Forderungen einzugehen.
Die Betrugsmasche, auch als „Smishing“ (SMS-Phishing) bekannt, zielt auf persönliche Daten und Geld ab. Die Täter nutzen die Autorität der Finanzbehörden, um ihre Opfer einzuschüchtern. Die Nachrichten enthalten oft fiktive Aktenzeichen und drohen mit dem Gerichtsvollzieher. Um die angebliche Pfändung abzuwenden, wird ein Link zu einer gefälschten Bezahlseite angeboten.
Täuschend echte Aufmachung soll Opfer locken
Die Methoden der Betrüger werden immer professioneller. Die SMS sind oft in gutem Deutsch verfasst und enthalten Elemente, die Seriosität vortäuschen sollen. Eine von der Polizei veröffentlichte Beispielnachricht nennt eine offene Forderung mit spezifischer Nummer und droht mit der Pfändung des Hausrats.
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Die Links führen auf nachgebaute Webseiten, die offiziellen Portalen wie FinanzOnline täuschend ähnlich sehen. Dort werden Opfer aufgefordert, persönliche Daten, Bank- und Kreditkarteninformationen einzugeben. In anderen Varianten wird direkt zur Überweisung auf ausländische Konten aufgefordert. In einem bekannten Fall in Salzburg erbeuteten Täter so 70.000 Euro von einer 64-jährigen Frau.
So erkennen Sie die Betrugsversuche
Finanzbehörden betonen: Sie fordern niemals per SMS, WhatsApp oder unaufgefordert per E-Mail zu Zahlungen auf oder drohen mit Pfändungen. Offizielle Mitteilungen erfolgen per Post oder über gesicherte elektronische Postfächer.
Weitere Alarmzeichen sind:
* Der Kommunikationsweg: Behörden versenden keine Zahlungsaufforderungen via SMS.
* Die Absenderadresse: Links führen zu unseriösen Seiten, nicht zu offiziellen Domains (z.B. bmf.gv.at).
* Dringender Handlungsdruck: Die Androhung sofortiger Pfändung ist ein typisches Betrügermittel.
* Fehlerhafte Angaben: Gefälschte Schreiben enthalten oft Rechtschreibfehler oder falsche Kontaktdaten.
Schutz vor der Phishing-Falle: Das raten Experten
Das Bundesministerium für Finanzen und die Polizei raten zu höchster Vorsicht. Empfänger sollten:
* Nicht auf enthaltene Links klicken.
* Keine Anhänge öffnen.
* Keine persönlichen Daten preisgeben.
* Verdächtige Nachrichten sofort und unbeantwortet löschen.
Wer unsicher ist, ob eine echte Forderung besteht, sollte sich direkt über die offiziellen Kanäle an sein zuständiges Finanzamt wenden – niemals über die in der betrügerischen Nachricht angegebenen Kontaktdaten. Wer bereits Daten eingegeben hat, sollte umgehend seine Bank kontaktieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.
Die psychologische Taktik der Kriminellen
Die aktuelle SMS-Welle ist Teil eines größeren Trends. Kriminelle nutzen gezielt Verunsicherung aus. Neben gefälschten Zahlungsaufforderungen kursieren auch Nachrichten über angebliche Steuerrückerstattungen oder die angebliche Notwendigkeit, die FinanzOnline-ID zu erneuern.
Alle diese Maschen zielen auf eine unüberlegte, schnelle Reaktion ab. Die Täter arbeiten mit Drohkulissen oder schüren Gier. Die hohe Frequenz und professionelle Aufmachung erhöhen die Gefahr, dass auch vorsichtige Bürger zu Opfern werden.
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