Ferrari Roma im Realitäts-Check: Warum dieser Ferrari gefährlich nah an einen alltagstauglichen Traum kommt
25.01.2026 - 09:34:08Stell dir vor, du sitzt im perfekten Restaurant: fantastische Aussicht, leise Musik, alles wirkt mühelos elegant. Nur ein Detail stört – das Essen ist zwar schön angerichtet, aber im Alltag würdest du es nie essen. Genauso geht es vielen mit klassischen Supersportwagen: großartige Show, null Alltag.
Vielleicht kennst du dieses Gefühl: Du liebst Design, Geschwindigkeit, Emotion – aber du hast keine Lust auf einen hysterisch schreienden Boliden, der in der Stadt nervt, auf der Autobahn anstrengend ist und jede Ausfahrt in einen mentalen Kriseninterventionskurs verwandelt. Kurz: Du willst Ferrari-Magie, ohne dein Leben komplett um das Auto herumzubauen.
Genau an diesem Punkt setzt ein Auto an, das in Foren, auf YouTube und in Testberichten immer wieder denselben Kommentar auslöst: „Das ist wahrscheinlich der Ferrari, mit dem ich wirklich leben könnte.“
Die Lösung: Der Ferrari Roma als moderne Definition von "Gran Turismo"
Der Ferrari Roma ist Ferraris Antwort auf die Frage: Wie fühlt sich ein Sportwagen an, der nicht nur für die Rennstrecke, sondern für dein echtes Leben gebaut wurde? Kein hyperaggressiver Track-Tool, sondern ein eleganter 2+2-Gran-Turismo, der bewusst an das Dolce Vita der 50er- und 60er-Jahre anknüpft – nur mit brutal moderner Technik unter der Haut.
Unter der langen Motorhaube arbeitet ein 3,9-Liter-V8-Biturbo mit rund 620 PS (456 kW) und 760 Nm Drehmoment, gekoppelt an ein 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Offiziell sprintet der Roma in etwa 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h und läuft über 320 km/h Spitze – aber das ist nur die halbe Wahrheit. Spannend wird er dort, wo viele Supersportler versagen: im Alltag, bei spontanen Roadtrips, in der Stadt.
Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check
Auf dem Papier konkurriert der Ferrari Roma mit Autos wie dem Aston Martin Vantage, dem Porsche 911 Turbo oder einer Mercedes-AMG GT-Variante. In der Praxis geht er aber einen eigenen Weg: Er will nicht nur laut „Ich bin schnell!“ schreien, sondern leise flüstern: „Ich mache dein Leben schöner.“
Was bedeutet das konkret für dich?
- Leistung, die nie verzweifelt wirkt: Der V8-Biturbo schiebt dich mit 620 PS nach vorn, aber dank des 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebes passiert das so flüssig, dass sich selbst Stadtverkehr nicht wie Zeitverschwendung anfühlt. Du kannst entspannt gleiten – oder per Schaltpaddle zum Start einer kleinen Privat-Achterbahn bitten.
- Design, das nicht brüllt, sondern verführt: Der Roma sieht aus, als hätte Ferrari einen klassischen GT aus den 60ern in die Zukunft teleportiert: klare Linien, schmale LED-Scheinwerfer, fast skulpturhaftes Heck. In Rezensionen auf YouTube und Kommentaren auf Reddit wird er oft als „der schönste aktuelle Ferrari“ bezeichnet. Du bekommst Aufmerksamkeit – aber eher bewundernde Blicke als Handy-Kameras im Anschlag.
- 2+2-Sitzkonzept: Ja, die hinteren Sitze sind nichts für Basketballer auf Langstrecke. Aber für Kinder, kürzere Strecken oder als erweiterter Gepäckraum sind sie Gold wert. Plötzlich ist der Wochenendtrip zu zweit plus zwei kleine Koffer kein Problem, sondern Standard.
- Innenraum als Tech-Lounge: Das Cockpit ist vollständig digitalisiert: Fahrerdisplay, zentrales Touch-Interface, optional ein eigener Screen für den Beifahrer. Was in Tests immer wieder gelobt wird: Die Anordnung ist fahrerorientiert, fühlt sich aber nicht wie ein Raumschiff aus einem Sci-Fi-Film an, sondern wie ein sehr moderner, sehr schneller Lounge-Sessel.
- Aktive Aerodynamik ohne Proll-Faktor: Statt eines riesigen, feststehenden Heckflügels hat der Roma einen integrierten Spoiler, der sich je nach Geschwindigkeit ausfährt. Du siehst im Stand nur eine klare, elegante Hecklinie – die Aerodynamik passiert im Hintergrund und sorgt trotzdem für Stabilität bei hohem Tempo.
- Manettino-Fahrmodi: Über den charakteristischen Schalter am Lenkrad kannst du den Charakter des Autos verändern – von komfortabel und entspannt bis messerscharf und rennstreckentauglich. Nutzer schwärmen davon, wie spürbar sich der Roma verwandelt, ohne jemals unberechenbar zu werden.
Ferrari Roma – Auf einen Blick: Die Fakten
Ferrari Roma: Wenn du schnelle Entscheidungen magst, bist du hier richtig – die wichtigsten Eckdaten komprimiert, damit du sofort ein Gefühl bekommst, was dieses Auto im Alltag für dich bedeutet.
| Merkmal | Dein Nutzen |
|---|---|
| V8-Biturbo, ca. 3,9 Liter, rund 620 PS (456 kW) | Massive Leistungsreserven für Überholmanöver, Autobahn-Etappen und emotionale Gänsehautmomente – ohne ständig am Limit fahren zu müssen. |
| Drehmoment ca. 760 Nm | Souveräner Durchzug aus fast jeder Drehzahl – du beschleunigst mühelos, statt hektisch zurückschalten zu müssen. |
| 0–100 km/h in ca. 3,4 s | Supercar-Performance, die sich jederzeit abrufen lässt, wenn du sie brauchst – vom Autobahnauffahren bis zur freien Landstraße. |
| Höchstgeschwindigkeit über 320 km/h | Ein Polster an Performance, das dir das gute Gefühl gibt: Dieses Auto kann mehr, als du je legal nutzen wirst. |
| 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe | Nahezu unterbrechungsfreie Beschleunigung und entspannt niedrige Drehzahlen im Alltag – sportlich, aber nicht nervig. |
| 2+2-Sitzkonfiguration | Alltagstauglichkeit für Kurzstrecken mit vier Personen oder zusätzliches Platzangebot für Gepäck und Lifestyle. |
| Aktive Aerodynamik am Heck | Klares, elegantes Design im Stand, gleichzeitig hohe Stabilität bei Tempo – ohne optischen Overkill. |
Diese Zahlen sind nicht nur Auto-Stammtisch-Munition – sie übersetzen sich direkt in Fahrkomfort, Sicherheit beim Überholen und dieses tiefe Gefühl von Souveränität, wenn du auf der linken Spur unterwegs bist.
Ferrari Roma – Das sagen Nutzer und Experten
Ferrari Roma: In Testberichten, YouTube-Reviews und auf Plattformen wie Reddit liest man immer wieder dieselben Kernbotschaften – und sie zeichnen ein recht klares Bild.
- Design-Liebe auf den ersten Blick: Viele Fahrer:innen und Fans nennen den Roma „zeitlos“ und „der eleganteste aktuelle Ferrari“. Besonders gelobt werden die Proportionen, die schmale Lichtsignatur und das clean gestaltete Heck.
- Motor & Sound: Der V8 wird als brutal kraftvoll, aber kultiviert beschrieben. Der Sound ist Ferrar-typisch emotional, im Komfortmodus aber deutlich zivilisierter als bei reinrassigen Track-Modellen. Nutzer betonen, dass man auch längere Strecken ohne Kopfschmerzen fahren kann.
- Fahrverhalten: Tester heben die Balance hervor: nicht so extrem kompromisslos wie ein 488 oder F8, sondern zugänglicher. Gerade Einsteiger in die Ferrari-Welt empfinden den Roma als „weniger einschüchternd“, ohne dass er jemals langweilig wirkt.
- Infotainment & Bedienung: Hier ist das Bild gemischt – viele lieben das futuristische Cockpit-Design, einige kritisieren die Touch-Bedienung und kapazitiven Tasten als etwas gewöhnungsbedürftig. Positiv: Nach einer Eingewöhnungszeit berichten die meisten, dass sie ihr individuelles Setup gefunden haben.
- Alltag & Komfort: Häufiges Lob: Der Roma sei „der Ferrari, mit dem man wirklich jeden Tag fahren kann“ – Sitzkomfort, Fahrwerk und Geräuschniveau werden von vielen als überraschend langstreckentauglich beschrieben.
Natürlich ist auch der Ferrari Roma kein unauffälliger Daily Driver im Kompaktklasse-Format – aber im Universum der Supersportwagen gilt er vielen als der beste Kompromiss aus Emotion und Nutzbarkeit.
Hinter dem Roma steht Ferrari N.V. mit der ISIN NL0011585146 – ein Unternehmen, das seit Jahrzehnten Rennsport-DNA, Luxusanspruch und extrem strenge Qualitätsmaßstäbe zu einer sehr eigenen Marke von Automobilkultur verbindet.
Alternativen vs. Ferrari Roma
Stellst du den Ferrari Roma in den Markt-Kontext, tauchen immer wieder die gleichen Namen auf: Aston Martin Vantage, Porsche 911 Turbo, Mercedes-AMG GT. Allesamt starke Autos – aber der Roma besetzt eine sehr spezifische Nische.
- Gegenüber dem Porsche 911: Der 911 ist rational betrachtet häufig die vernünftigere Wahl – breiteres Servicenetz, etwas unauffälliger, in vielen Varianten verfügbar. Aber genau das ist für viele der Punkt: Der Ferrari Roma fühlt sich seltener, spezieller an. Er ist weniger „Sportgerät“, mehr „automobiles Statement“.
- Gegenüber Aston Martin Vantage: Der Vantage punktet mit britischer Coolness und ebenfalls fantastischem Design. Doch der Roma wirkt innen moderner, digitaler und zeigt in vielen Tests das etwas feinere, neutralere Fahrverhalten – besonders, wenn es schnell wird.
- Gegenüber Mercedes-AMG GT: Der AMG ist brutaler, mehr Hammer als Skalpell. Der Ferrari Roma wird dagegen oft als eleganter, leichterfüßiger und emotional differenzierter beschrieben – gerade dann, wenn du nicht nur Vollgas, sondern auch die Zwischentöne genießen willst.
Preislich ist der Roma natürlich im typischen Ferrari-Kosmos unterwegs – also weit jenseits von Vernunftargumenten. Aber innerhalb dieser Liga liefert er eine seltene Kombination: ikonisches Badge, traumhaftes Design, echte Langstreckentauglichkeit und Performance auf Supercar-Niveau.
Fazit: Lohnt sich der Kauf?
Am Ende läuft alles auf eine Frage hinaus: Suchst du einfach nur einen sehr schnellen Sportwagen – oder suchst du ein Auto, das deinen Alltag in ein kleines Stück Kino verwandelt, ohne dich jedes Mal zu bestrafen, wenn du damit zum Supermarkt oder ins Büro fährst?
Der Ferrari Roma ist kein kompromissloser Track-Warrior, sondern eine moderne Interpretation des Gran Turismo: ein Auto, mit dem du frühmorgens entspannt zum Termin fährst und abends spontan noch den Pass mitnimmst, einfach weil die Sonne gerade so schön untergeht. Er verbindet die große Emotion eines Ferrari mit einer Bedienbarkeit, die selbst Ferrari-Neulingen den Einstieg erleichtert.
Wenn du ein Design-Statement willst, das nicht schreit, sondern flüstert; wenn du Performance willst, die immer da ist, ohne dich permanent anzuschreien; und wenn du bereit bist, für diese Mischung aus Dolce Vita und V8-Power ernsthaft zu investieren – dann ist der Ferrari Roma nicht nur ein Auto, sondern eine sehr konsequente Antwort auf eine emotionale Frage.
Die eigentliche Frage ist also nicht: „Ist der Ferrari Roma vernünftig?“ – sondern: Kannst du es dir leisten, auf genau diese Art von Alltagsträumerei zu verzichten?


