FBI warnt vor nordkoreanischen QR-Code-Angriffen
10.01.2026 - 13:00:12Die US-Bundespolizei FBI hat eine neue, hochgefährliche Spionagekampagne aus Nordkorea aufgedeckt. Die Hacker nutzen QR-Codes in E-Mails, um selbst mehrstufige Sicherheitssysteme zu umgehen – eine Gefahr auch für deutsche Unternehmen.
In einer dringenden Sicherheitswarnung hat das FBI vor einer ausgeklügelten Cyber-Spionagekampagne gewarnt, die von Nordkorea gesteuert wird. Die als „Kimsuky“ bekannte, staatlich unterstützte Hackergruppe nutzt sogenanntes „Quishing“ – das Phishing per QR-Code. Ziel sind vor allem Nichtregierungsorganisationen, Denkfabriken und akademische Einrichtungen. Die Angreifer überwinden dabei gezielt die Sicherheitslücke zwischen geschützten Bürorechnern und oft ungesicherten privaten Smartphones.
Die Methode ist tückisch: Statt verdächtiger Links verschicken die Hacker täuschend echte E-Mails von angeblichen Kollegen, Politik-Experten oder Konferenzveranstaltern. Im Anhang befindet sich lediglich ein QR-Code. Scannen Mitarbeiter diesen Code mit ihrem privaten Smartphone, landen sie auf einer gefälschten Login-Seite, die vertraute Dienste wie Microsoft 365 oder VPN-Portale nachahmt.
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Der geniale – und gefährliche – Trick: Für die E-Mail-Sicherheitssysteme im Unternehmen ist der QR-Code nur ein harmloses Bild. Für das Smartphone hingegen ist er ein direkter Tunnel ins Internet, oft über das weniger geschützte Mobilfunknetz. „Die Angreifer trennen die Bedrohung physisch von der geschützten Netzwerkumgebung“, erklärt ein Sicherheitsanalyst. Ein simpler Scan öffnet Tür und Tor.
Selbst die Zwei-Faktor-Authentifizierung wird ausgehebelt
Besonders alarmierend ist die Fähigkeit der Angreifer, die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) zu umgehen. Diese gilt als Standard-Sicherheitsvorkehrung. Die gefälschten Seiten stehlen nicht nur Passwörter, sondern kapern aktive Sitzungstokens.
Hat ein Opfer seine Zugangsdaten und den MFA-Code auf der Fake-Seite eingegeben, können die Hacker diesen Token nutzen, um sich selbst autorisiert im Konto anzumelden – ohne erneute Sicherheitsabfrage. Diese „Man-in-the-Middle“-Attacke macht grundlegende MFA-Maßnahmen wirkungslos. Laut FBI zielen die aktuellen Kampagnen auf Debatten zur Korea-Politik, Einladungen zu Strategiekonferenzen oder angebliche Dokumentenzugänge.
Was bedeutet das für die deutsche Wirtschaft?
Der Trend zum Quishing zeigt eine strategische Anpassung der Cyberkriminellen. Ihre Ziele: immer robustere E-Mail-Sicherheitssysteme. Experten sehen in der privaten Smartphone-Nutzung für dienstliche Zwecke (BYOD) eine neue Schwachstelle. Während Firmen-Laptops oft mit moderner Endpoint Detection and Response (EDR)-Software gesichert sind, fehlt dieser Schutz auf privaten Handys häufig.
„Kimsuky ist nicht die einzige Gruppe, die diese Taktik übernimmt“, bestätigen Analysten. Doch der staatliche Hintergrund der nordkoreanischen Kampagne erhöht das Risiko erheblich. Das primäre Ziel scheint die Beschaffung von Geheimdienstinformationen zu sein, auch wenn gestohlene Zugänge für weitere Netzwerk-Invasionen genutzt werden könnten. Berichte von Cybersecurity-Firmen deuten zudem auf eine weitere Evolution der Angriffe hin: Sogar „bildlose“ QR-Codes aus HTML-Tabellen werden genutzt, um fortschrittliche Sicherheitsscanner auszutricksen.
Wie können sich Unternehmen schützen?
Als Reaktion auf die wachsende Bedrohung muss die Sicherheitsbranche mobile Abwehrstrategien beschleunigen. Unternehmen werden ihre Sicherheitsschulungen dringend um das Thema QR-Codes erweitern müssen.
Das FBI empfiehlt konkrete Sofortmaßnahmen:
* Quellen prüfen: QR-Codes aus E-Mails sollten niemals ungeprüft gescannt werden. Im Zweifel den Absender über einen zweiten Kanal (z.B. Telefonat) verifizieren.
* Robustere Authentifizierung: Die Implementierung phishing-resistenter Authentifizierungsmethoden wie FIDO2, die auch auf gefälschten Seiten schwerer zu umgehen sind.
* Mobile Geräte einbeziehen: Die Ära, in der Smartphones als vertrauenswürdige, unüberwachte Endgeräte galten, geht zu Ende. Mobile Sicherheits-Apps müssen enger mit den firmeneigenen Identitätsmanagementsystemen verzahnt werden.
Die Warnung des FBI macht eines deutlich: Die Smartphone-Kamera hat sich zu einem kritischen Einfallstor für staatliche Hacker entwickelt. Für deutsche Firmen und Institutionen ist Wachsamkeit jetzt geboten.
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