Faszienrolle bekämpft Rundrücken an der Wurzel
03.02.2026 - 07:32:12Eine verkürzte Brustmuskulatur zieht die Schultern nach vorn und begünstigt so den weit verbreiteten Rundrücken. Fitnessexperten setzen nun auf eine einfache Gegenmaßnahme: das gezielte Ausrollen der Brust mit einer Faszienrolle oder einem Ball.
Diese myofasziale Selbstmassage bekämpft eine Hauptursache der Fehlhaltung direkt. Durch langes Sitzen und ständiges Nach-vorne-Beugen verkürzt sich die Brustmuskulatur, während der obere Rücken überdehnt. Die Folge sind nicht nur Nacken- und Rückenschmerzen, sondern auch eine eingeschränkte Atmung.
Warum die Brust so entscheidend ist
Das Bindegewebe, die Faszien, umhüllt unsere Muskeln. Einseitige Belastung kann es verkleben lassen – besonders an der Brust. Dort erzeugt es einen permanenten Zug nach vorn, der die Aufrichtung der Wirbelsäule blockiert.
Das Ausrollen mit Druck löst diese Verklebungen, fördert die Durchblutung und macht das Gewebe wieder elastisch. Für Experten ist die Behandlung der Körpervorderseite ein oft vernachlässigter Schlüssel zur Haltungskorrektur.
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So rollen Sie die Brust richtig aus
Die Selbstmassage gelingt einfach zu Hause. Ein Faszienball eignet sich für die punktuelle Behandlung oft besser als eine große Rolle.
- Übung an der Wand: Platzieren Sie den Ball zwischen Brustmuskel und Wand.
- Bearbeitung: Üben Sie mit dem Körpergewicht kontrollierten Druck aus und bewegen Sie sich in kleinen Kreisen.
- Dauer: Etwa 60 bis 90 Sekunden pro Seite sind empfehlenswert, um Triggerpunkte zu lösen.
Wichtig: Gehen Sie langsam vor und passen Sie den Druck an. Frauen sollten das empfindliche Drüsengewebe aussparen.
Nur Rollen reicht nicht
Das Ausrollen ist ein wichtiger Baustein, aber keine Alleinlösung. Für eine nachhaltig bessere Haltung braucht es einen Dreiklang:
- Release: Verspannungen mit der Faszienrolle lösen.
- Mobilisieren & Dehnen: Die neue Beweglichkeit mit Übungen wie der „Liegenden Windmühle“ oder Brustdehnungen am Türrahmen nutzen.
- Kräftigen: Die geschwächte Rückenmuskulatur mit Ruder-Übungen oder „Reverse Flys“ stabilisieren.
Der Rundrücken lässt sich verhindern
In einer sitzenden Welt wird Prävention immer wichtiger. Kurze Bewegungspausen, ein ergonomischer Arbeitsplatz und bewusste Haltung im Alltag sind fundamental.
Die Integration von nur wenigen Minuten Faszienpflege und Mobilisation in die tägliche Routine kann der Entstehung eines Rundrückens effektiv vorbeugen. Der Kampf gegen die Fehlhaltung beginnt also proaktiv – mit gezieltem Druck an der Brust.


