FANUC, Cobots

FANUC setzt mit Cobots und KI auf menschenzentrierte Fabriken

24.01.2026 - 10:53:12

Der Automatisierungskonzern FANUC setzt auf menschenzentrierte Roboter und KI, was zu einer starken Aktienperformance und Optimismus vor Quartalszahlen führt.

Der Automatisierungskonzern FANUC treibt die Vision von Industrie 5.0 voran – und findet damit bei Investoren und Kunden zunehmend Gehör. Ein großer Technologie-Gipfel Ende Januar 2026 soll die neue Strategie untermauern.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In den letzten 52 Wochen legte die FANUC-Aktie um rund 39 Prozent zu. Analysten führen diesen Erfolg auf eine klare strategische Ausrichtung zurück. Statt menschliche Arbeitskraft zu ersetzen, setzt das Unternehmen auf kollaborative Roboter (Cobots) und KI-Lösungen, die den Menschen ergänzen und entlasten. Diese „menschenzentrierte Automatisierung“ trifft den Nerv der Zeit, denn viele Betriebe kämpfen mit Fachkräftemangel und suchen nach skalierbaren Lösungen.

Investoren vertrauen der Erholungsstory

Kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen für das dritte Quartal 2025 am 26. Januar signalisieren große Investmenthäuser Optimismus. In einem Investor-Brief vom 22. Januar hob die Baird Chautauqua International and Global Growth Funds FANUC als Leistungsträger hervor. Grund seien die „Nachfrageerholung“ und verbesserte Auslastungsraten im Industriesektor.

Die finanzielle Stärke gibt FANUC Rückenwind für seine Technologieoffensive. Sie validiert den Kurs hin zu Automatisierung, die menschliche Fähigkeiten erweitert – ein Kernversprechen von Industrie 5.0.

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Großevent in Coventry: Cobots für alle

Vom 27. bis 29. Januar rückt das FANUC-Werk im britischen Coventry in den Fokus. Bei der Veranstaltung „Future of Precision Engineering“ stellt der Konzern seine europäische Roadmap vor. Im Mittelpunkt stehen die leichten CRX-Cobots, die auch für kleine und mittlere Betriebe attraktiv sein sollen.

Die Botschaft: Automatisierung muss einfacher werden. Die CRX-Serie benötigt kaum Programmierkenntnisse und kann für Aufgaben wie Maschinenbeschickung oder Palettieren eingesetzt werden. So sollen Fachkräfte von repetitiven Tagen befreit und für wertschöpfendere Arbeiten gewonnen werden. Parallel feiert die Spritzgießmaschine ROBOSHOT S350C ihre Europa-Premiere.

KI als Game-Changer für Sicherheit und Flexibilität

Die Intelligenz der neuen Systeme speist sich aus Künstlicher Intelligenz und offenen Ökosystemen. Eine Schlüsselkollaboration mit Nvidia zielt auf „Physical AI“ ab. Damit können Roboter ihre Umgebung präziser wahrnehmen und in Echtzeit auf Hindernisse reagieren – eine Grundvoraussetzung für sichere Mensch-Roboter-Kollaboration.

Zudem öffnet sich FANUC für Standards wie ROS 2 und die Programmiersprache Python. Diese Offenheit soll die Lücke zwischen universitärer Forschung und industrieller Anwendung schließen. Entwickler können so eigene KI-Lösungen auf der zuverlässigen FANUC-Hardware aufsetzen.

Nachhaltigkeit wird zum Kostenfaktor

Der Trend zu Industrie 5.0 ist auch ein Nachhaltigkeitstreiber. Auf der Agenda in Coventry stehen Sessions zu „Manufacturing a Greener Future“. Die neue ROBOSHOT S350C-Maschine etwa arbeitet hochpräzise bei geringerem Energieverbrauch.

Immer mehr Kunden betrachten bei Investitionen nicht mehr nur die Anschaffungskosten, sondern die Total Cost of Ownership (TCO). Langlebige, energieeffiziente Roboter, die sich umrüsten lassen, reduzieren das Risiko und helfen, Umweltziele zu erreichen.

Ausblick: Die Fabrik wird hybrid

Die kommenden Tage mit Quartalszahlen und Technologie-Showcase dürften die Richtung für 2026 vorgeben. Die Grenzen zwischen klassischen Industrierobotern und Cobots verschwimmen zusehends. Die Fabrik der Zukunft wird ein hybrides Umfeld sein, in dem Mensch und Maschine nebeneinander ihre jeweiligen Stärken ausspielen. FANUC positioniert sich mit seiner integrierten Strategie aus finanzieller Stabilität und technologischer Innovation als potenzieller Wegbereiter.

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