FAB und Thunes: Echtzeit-Transfers in 130 Länder
18.11.2025 - 15:20:12Die globale Zahlungsbranche erlebt einen Paradigmenwechsel: Strategische Partnerschaften sollen finanzielle Grenzen verwischen und internationale Transaktionen revolutionieren. Von Dubai bis Singapur verbinden Fintech-Giganten und Banken ihre Netzwerke – nahtlose, grenzüberschreitende Zahlungen in Echtzeit werden zum neuen Standard.
Die Vereinigten Arabischen Emirate setzen ein deutliches Zeichen: Die First Abu Dhabi Bank (FAB), größtes Geldinstitut des Landes, kooperiert ab sofort mit dem Zahlungsriesen Thunes. Ziel der heute angekündigten Allianz: Kunden sollen Geld in Echtzeit an über 130 Länder überweisen können – direkt auf mobile Wallets. Doch FAB ist nicht allein. In dieser Woche kündigten auch Revolut und Booking.com eine globale Integration an, während in Asien und Afrika QR-Code-Zahlungssysteme zusammenwachsen. Was bedeutet dieser Trend für die Zukunft des Geldes?
Die Partnerschaft zwischen FAB und Thunes ist mehr als ein technisches Upgrade. Das Direct Global Network von Thunes wird künftig in die Infrastruktur der emiratischen Bank eingebunden. Simon Nelson, Chief Commercial Officer bei Thunes, spricht von einem “klaren Vertrauensbeweis” in die Fähigkeit seines Unternehmens, globale Interoperabilität im großen Maßstab zu liefern.
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Für die VAE passt der Deal perfekt zur nationalen Digitalstrategie “We the UAE 2031” und zum Transformationsprogramm “FIT” der Zentralbank. Finanzielle Inklusion und Innovation stehen im Mittelpunkt – ein Wettlauf, den andere Länder längst aufgenommen haben.
Parallel dazu bringt die Zusammenarbeit zwischen Revolut und Booking.com frischen Wind in den Reisesektor. Seit dem 17. November ist “Revolut Pay” als Ein-Klick-Checkout verfügbar – zunächst für Unterkünfte, später auch für Flüge und Mietwagen. Das Potenzial ist enorm: Rund 9 Millionen Revolut-Nutzer haben bereits auf Booking.com gebucht. Als Anreiz winken zusätzliche “RevPoints”, Revoluts paneuropäische Bonuswährung, die sich in Flugmeilen umwandeln lässt.
QR-Codes verbinden Märkte
Doch nicht nur Einzelunternehmen schmieden Allianzen – auch die Zahlungsinfrastruktur selbst wird neu geknüpft. Auf dem Singapore FinTech Festival letzte Woche unterzeichneten Liquid Group aus Singapur und das britische TerraPay eine Absichtserklärung zur Vernetzung ihrer QR-Zahlungsnetzwerke.
Konkret geht es darum, Liquid Groups RoamQR™-Netzwerk mit TerraPays Infrastruktur zu verbinden, die über 100 Märkte abdeckt. Verbraucher und Händler in Afrika und Asien könnten dann nahtlos per QR-Code bezahlen – unabhängig davon, welches System im jeweiligen Land dominiert. Ein standardisierter Rahmen könnte nationale Systeme miteinander verzahnen und so die finanzielle Inklusion massiv vorantreiben.
Einen ähnlichen Weg schlagen der Technologiedienstleister Endava und die Zahlungsplattform Paysafe ein. Ihre mehrjährige Partnerschaft, verkündet am 13. November, soll KI-gestützte Engineering-Kompetenzen mit Expertise in digitalen Wallets und globalem Zahlungsverkehr kombinieren. Solche Infrastruktur-Allianzen bilden das Fundament für die nächste Generation globaler Finanzdienstleistungen.
Mobilgeld boomt in Schwellenländern
Besonders in Entwicklungsländern entfaltet Mobile Payment transformative Kraft. Malawi liefert eindrucksvolle Zahlen: Laut dem Bericht der Reserve Bank of Malawi für das zweite Quartal 2025 stieg die Zahl registrierter Mobile-Money-Abonnenten binnen drei Monaten um fast 14 Prozent auf 20,1 Millionen – Stand Ende Juni 2025.
Noch beeindruckender: Die Zahl aktiver Mobile-Money-Agenten explodierte um knapp 20 Prozent auf über 656.000. Diese Vermittler spielen eine Schlüsselrolle beim Ausbau digitaler Finanzdienstleistungen in Regionen ohne dichte Bankinfrastruktur. Was in Europa selbstverständlich erscheint, ist dort ein Katalysator für wirtschaftliche Teilhabe.
Web3 und Stablecoins als nächster Schritt?
Die Zukunft könnte noch radikaler ausfallen. Heute unterzeichnete Grab, die südostasiatische Super-App, eine Absichtserklärung mit der Stablecoin-Plattform StraitsX. Ziel: Entwicklung einer Web3-fähigen Zahlungsinfrastruktur. Konkret soll ein Web3-Wallet in die Grab-App integriert und Stablecoins für effiziente grenzüberschreitende Abwicklungen genutzt werden.
Grab reagiert damit auf die Zahlungsfragmentierung in Südostasien – ein Problem, das auch Europa kennt. Parallel kündigten UBS und Ant International heute an, Blockchain für globale Zahlungsabwicklungen einzusetzen. Alibaba plant sogar gemeinsam mit JPMorgan ein tokenisiertes Zahlungsnetzwerk.
Sind Stablecoins und Blockchain-Technologie der nächste logische Schritt nach QR-Codes und Instant-Payment? Die Branche scheint jedenfalls entschlossen, alle Optionen auszuloten.
Sechs Milliarden Nutzer bis 2030
Die Wachstumskurve zeigt steil nach oben. Eine am 10. November veröffentlichte Studie von Juniper Research prognostiziert: Die Zahl digitaler Wallet-Nutzer weltweit steigt von 4,4 Milliarden in 2025 auf über 6 Milliarden bis 2030. Das entspräche mehr als drei Vierteln der Weltbevölkerung.
Um in diesem zunehmend gesättigten Markt zu bestehen, setzen Anbieter auf Mehrwertdienste: Treueprogramme, integrierte Kreditoptionen und eben jene nahtlose grenzüberschreitende Funktionalität, die diese Woche im Mittelpunkt stand. Die angekündigten Partnerschaften sind mehr als technische Upgrades – sie bereiten den Boden für eine Zukunft, in der digitale Zahlungen nicht nur mobil, sondern wahrhaft global und universell zugänglich sind.
Jahrelang litten internationale Überweisungen unter hohen Gebühren, trägen Abwicklungszeiten und mangelnder Transparenz. Die Integration nationaler Bankensysteme, mobiler Wallet-Netzwerke und aufkommender Blockchain-Technologien schafft nun ein effizienteres, inklusiveres Ökosystem. Getrieben wird dieser Wandel von einer unstillbaren Nachfrage nach reibungslosen digitalen Erlebnissen – ob beim Online-Shopping, auf Reisen oder beim Geldversand an Verwandte im Ausland.
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